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Amateur

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Amateur lat.-frz.-deu. m. wrtl. ‘Liebender (Liebhaber)’; ‘Kunstliebhaber, Kunstfreund’. Übernahme (17. Jh.)

  • von gleichbed. mfrz. frz. amateur (mfrz. auch ‘Liebender, Freund’),
    • entlehnt aus lat. amātor ‘Liebhaber, Verehrer, Freund’,
      • zu lat. amāre ‘lieben, Gefallen an etw. finden’,
    • als zunächst fremdsprachlicher Ausdruck (Plur. Amateurs) mit dem geringschätzigen Nebensinn ‘Dilettant’.
    • Das Wort gewinnt jedoch in der 2. Hälfte des 19. Jhs. an Verbreitung (Plur. Amateure)
      • und bezeichnet einen Menschen, der sich intensiv, aber nicht beruflich einer Sache widmet.

Ein Amateur (französisch, von lateinisch amator ‚Liebhaber‘) ist eine Person, die – im Gegensatz zum Profi – eine Tätigkeit aus Liebhaberei ausübt, ohne einen Beruf daraus zu machen bzw. Geld für ihre Leistung zu erhalten. Beide Begriffe bieten Anlass für Kritik. Ein Amateur ist meist ein Laie (griech. λαός laós ‚Volk‘ über λαϊκός laikós ‚zum Volk gehörig‘ und kirchenlateinisch laicus der ‚(kirchliche) Laie‘). Viele Amateure sind für ihre Tätigkeit nicht formal ausgebildet, im Unterschied zur Fachkraft („der im Fachgebiet ausgebildeten“).

Die Begriffe Laie und Amateur sagen im Einzelfall wenig über die Sachkenntnis aus, die durchaus professionelles Niveau haben kann. Dagegen wird der Begriff „amateurhaft“ abwertend im Sinne von „nicht auf professionellem Niveau“ gebraucht. Aus diesem Grund wird zur Beschreibung einer zwar als Amateur ausgeübten, aber dennoch als professionell anzusehenden Leistung häufig der Begriff der „Semi-Professionalität“ verwendet.

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