Repräsentation
Erscheinungsbild
repraesentātio-n; re-Präsentation, lat.-frz.-deu. f. Anm. KF: offenbar entspricht eine Repräsentation in den Wissenschaft vglw. der Abbildung einer Spiegelung, somit die Gegenpräsentation zur eigentlichen Präsentation.
- ‘Vertretung, Stellvertretung, würdiges Auftreten, (gesellschaftlicher) Aufwand’,
- auch ‘Darstellung, Aufführung’ (2. Hälfte 18. Jh.),
- vgl.
- gleichbed. frz. représentation, afrz. representacion ‘Vertretung’,
- lat. repraesentātio (Genitiv repraesentātiōnis) ‘Darstellung, Abbildung, Vorstellung’.
Anm. KF: Wenn die Präsentation die Vergegenwärtigung einer Vorstellung ist, dann entspricht die Repräsentation deren Vertretung, Ersatz. Der Präsentant präsentiert sich, der Repräsentant präserntiert für jemand oder einen anderen, vgl. ein Unternehmen.
Repräsentation steht für:
- Repräsentation (Philosophie), die Relation zwischen einem Bedeutungen vermittelnden Vehikel (z. B.: Worte, Hirnfunktionen, physiologische Komponenten) und einem semantischen Gehalt
- Repräsentation (Politik), das Handeln einzelner für eine politische Einheit
- Repräsentation (Psychologie), die mentale Vorstellung der Außenwelt
- Repräsentation (Neurowissenschaft) die Verteilung von Gehirnfunktionen auf bestimmte Gehirnareale
- Repräsentation (Staats- und Sozialwissenschaften), das standesgemäße Auftreten innerhalb einer sozialen Rolle oder politischen Funktion, auch kulturwissenschaftlich etwa als Repräsentationsarchitektur
- Repräsentationsarchitektur, repräsentative Bauweise für Regierungen, Monarchen, Institutionen und Unternehmen
- Datenrepräsentation, sie legt fest, auf welche Art und Weise Medien – wie Audio, Grafik und Video sowie Programmcode – durch Daten repräsentiert werden
- Wissensrepräsentation, beschäftigt sich mit der formalen Abbildung von Wissen
- in der Mathematik: einen weniger üblichen Begriff für die Darstellung einer Gruppe oder einer anderen mathematischen Struktur (engl. → Representation und dort Mathematics)
Siehe auch: