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Wacht

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Wacht f. ‘das Wachehalten, Wachdienst’, ahd. wahta (8. Jh.), mhd. waht(e) ‘das Wachen, Wachsein, Wache, Bewachung, Ort, wo gewacht wird’, asächs. wahta, mnd. mnl. wachte, nl. wacht und (weitergebildet mit dem Suffix germ. -wō bzw. -wa-) got. wahtwō (oder wahtwa) sind mit t-Suffix zu wachen (s. d.) gebildete Verbalabstrakta (s. auch Wache). In ahd. Zeit stehen ahd. wahha (s. Wache) und wahta gleichbed. nebeneinander, im Frühnhd. überwiegt Wacht, unter Luthers Einfluß jedoch wird Wache das herrschende Wort der Literatursprache. Wacht gilt dagegen, begünstigt durch seine Verwendung in den (südd.) Werken zur Kriegstechnik (z. B. Fronspergers und Wallhausens, 16. und 17. Jh.), weithin in der Militärsprache, bleibt aber auch in der Dichtung (im Anschluß an die Literatur der Freiheitskriege, z. B. bei Körner, Brentano, Arnim, dann Rückert, Chamisso, Heine) lebendig. Wachterscheint daher als Kompositionsglied in militärsprachlichen Bildungen wie Schildwacht f. (neben Schildwache, s. Schild1) ‘das Wachehalten, wachehaltende Mannschaft’, mhd. schiltwaht(e); Wachtmeister m. ‘Anführer der Wachmannschaft’ (15. Jh.), auch militärischer Dienstgrad (16. Jh.); vereinzelt mhd. (md.) wachemeister ‘die Wache einteilender Zunftmeister’ (14. Jh.).