Zum Inhalt springen

verbum mentis

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Juni 2025 um 12:41 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „{{lat.}}“ durch „Sprachstufe::lat.“).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

verbum mentis lat.

Verbum mentis[1]: das Wort des Geistes, das innere Wort, die innere Rede, der Gedanke (s. d., PLATO), das innere Urteil, der logos endiathetos der Stoiker (s. Logos). AUGUSTINUS erklärt: »Formata cogitatio ab ea re quam scimus, verbum est, quod in corde dicimus: quod nec graecum est, nec latinum« (De trinit. XV, 10). – Nach THOMAS ist in Gott das »verbum interius« das Vorbild der Dinge (Contr. gent. IV, 11). DUNS SCOTU. faßt das »verbum mentis« als »actus intelligendi« auf, BACONTHORP als geistiges Nachbild der intellectiv erfaßten Sache, PETRUS AUREOLUS als »res ut intellecta«, HERVAEUS als »imago scientiae, de qua gignitur«, W. VON OCCAM als Produot eines »actus iudicativus« (vgl. K. WERNER, Die Scholast. d. später. Mittelalt. II, 106 f., 111). Vgl. Species (PSEUDO-THOMAS), Object (ROSMINI).

  1. ↑ Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 623. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001808397; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 623