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đ

aus AufEinWort, der freien Forschung

[ d, th ][ Nf. ð, ɖ, Ð ]

Đ, đ

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Dieser Buchstabe wird in den serbokroatischen Sprachen, im Vietnamesischen und im Nordsamischen in unterschiedlicher Weise verwendet.

Serbokroatisch

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Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Buchstabe Đ von dem damals an der Südslawischen Akademie in Zagreb tätigen serbischen Sprachwissenschaftler Đuro Daničić in das lateinische Alphabet des Kroatischenund Serbischen eingeführt. Er trat an die Stelle der Buchstabengruppen dj oder gj, um den Buchstaben Ђ ђ des serbischen kyrillischen Alphabetes auch in lateinischer Schrift mit einem einzigen Zeichen wiedergeben zu können. Gegen die Kritik am ungewöhnlichen Erscheinungsbild des neuen Buchstabens verwies Daničić darauf, dass es diesen auch im Altnordischen gebe. Der entsprechende Kleinbuchstabe sieht allerdings anders aus als das kleine eth. Der südslawische Buchstabe bezeichnet auch keinen stimmhaften dentalen Frikativ, sondern eine stimmhafte palatale Affrikate. Falls die Wiedergabe von Đ oder đ nicht möglich ist, wird es im Südslawischen durch Dj bzw. dj ersetzt.

Vietnamesisch

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In der lateinbasierten vietnamesischen chữ Quốc ngữ („nationalen Schrift“), die von dem Missionar Alexandre de Rhodes (1591–1660) geschaffen wurde, repräsentiert ⟨đ⟩ den stimmhaften alveolaren Implosiv /ɗ/, ⟨d⟩ dagegen bezeichnet ebenso wie <gi> den stimmhaften alveolaren Frikativ /z/.

Nordsamisch

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In der Orthografie des Nordsamischen steht ⟨đ⟩ für den stimmhaften dentalen Frikativ /ð/.

Buchstabieren

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Laut DIN 5009 ist beim Buchstabieren der Buchstabe Đ/đ entsprechend seiner Eingabe mit der Tastaturbelegung E1 anzusagen, also entsprechend der Tastenfolge Querstrichakzent (Tottaste Alt Gr + Ä) – D/d. Somit lautet die Ansage je nach verwendeter Buchstabiertafel „Querstrich Düsseldorf“ bzw. „Querstrich Delta“.[2]