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Akzent

aus AufEinWort, der freien Forschung

akzent m. ‘Betonung, Nachdruck, Aussprache’,

ak-zent

  • entlehnt (Anfang 16. Jh.)
    • aus lat. accentus, eigentlich ‘das Beitönen’,
      • gebildet zu lat. accinere ‘dazu singen, dazu tönen’;
        • vgl.
          • lat. canere (cantum) ‘singen’ (s. Kantate, Kantor)
          • und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’.
  • Lat. accentus im Sinne des grammatischen —Terminus
    • ist eine Übersetzung von grie. prosōdía (προσῳδία) ‘Wortbetonung’ (wörtlich ‘Zugesang’, s. Ode),
      • das als Prosodie ‘Lehre von der Messung der Sprache im Vers und von dem Verhältnis von Ton und Wort’
        • in die Fachsprachen der Metrik und Musik übernommen wird.
    • Akzent wird unter Ausweitung seines Verwendungsbereichs (‘Tonfall, Ausspracheart, Akzentzeichen’, 16. Jh.,
      • später auch ‘Nachdruck’, 18. Jh.) allgemein üblich.

Akzent (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ der Akzent die Akzente
Genitiv des Akzentes
des Akzents
der Akzente
Dativ dem Akzent
dem Akzente
den Akzenten
Akkusativ den Akzent die Akzente

Worttrennung:

Ak·zent, Plural: Ak·zen·te

Aussprache:

IPA: [akˈt͡sɛnt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Akzent (Info)
Reime: -ɛnt

Bedeutungen:

[1] Linguistik: typische Eigenschaft der Aussprache oder des Tonfalls einer Sprache (oft die eines Fremdsprachigen, der die Muttersprache des Zuhörers spricht)
[2] Linguistik: Betonung eines Satzes, Wortes, einer Silbe oder eines Lauts
[3] Linguistik: Zeichen, das Betonungen ([2]) oder abweichende Aussprache kennzeichnet
[4] Musik: Zeichen in der Notation, das angibt, welche Musiknoten betont werden sollen
[5] übertragen: besondere Betonung oder Hervorhebung eines Sachverhalts

Herkunft:

im 15. Jahrhundert von lateinisch accentus → la „das Antönen, das Beitönen“ entlehnt, einer Ableitung vom Verb accinere → la „dazu singen, dazu tönen“[1]

Synonyme:

[1] Ton
[2] Betonung
[3] Tonzeichen

Sinnverwandte Wörter:

[5] Gewicht, Nachdruck

Oberbegriffe:

[2] Aussprache
[3] Schriftzeichen, Zeichen

Unterbegriffe:

[1] Mittel-Atlantik-Akzent, Südstaatenakzent
[2] Hauptakzent, Kontrastakzent, Nebenakzent, Satzakzent, Wortakzent
[3] Akut (´), Gravis (`), Ringakzent (°), Zirkumflex (^)
[4] Klavierakzent, Musikakzent
[5] Farbakzent

Beispiele:

[1] Ich spreche zwei Fremdsprachen fließend und ohne Akzent.
[1] „Ich hatte einen furchtbaren deutschen Akzent, verstand irgendwelche grammatikalischen Regeln immer erst nach der Rückgabe der Klassenarbeit oder nie.“[2]
[1] „Doch ihren Akzent sind sie nie losgeworden.“[3]
[1] „Madam hatte einen eleganten Akzent.“[4]
[1] „Sie hatte immer noch diesen reizenden bayrischen Akzent behalten, obwohl sie bereits als Kind mit ihren Eltern in die hessische Landeshauptstadt kam, da der Vater hier Oberstaatsanwalt wurde.“[5]
[2] Du sprichst das falsch aus. Der Akzent liegt auf dem A.
[2] Die Junktur „fällt (wie die Phänomene Ton, Intonation, Akzent und Quantität) in den Bereich der prosodischen Merkmale.“[6]
[2] „Man sieht dies an der verschiedenen Stelle des Akzents: letzte Silbe im Spanischen, erste im Italienischen.“[7]
[3] Du hast den Akzent auf den falschen Laut gesetzt. Er gehört aufs E.
[4] Diese Note hat einen Akzent, also musst du sie betonen.
[5] „Doch auf die Frage, wo er neue Akzente in der Politik gegenüber Polen setzen wolle, antwortete Westerwelle wenig konkret.“[8]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Akzent sprechen, einen ausländischen Akzent haben, ein charmanter Akzent, mit englischem Akzent sprechen, einen englischen Akzenthaben, ein entzückender Akzent (Lautsprecherbild Audio (Info)), ein französischer Akzent, ein komischer Akzent, mit starkem Akzent sprechen, eine starken Akzenthaben
[5] einen Akzent setzen

Wortbildungen:

Adjektiv: akzentfrei
Substantive: Akzentbewegung, Akzentkunde, Akzentologie, Akzentregel, Akzentstelle, Akzentverschiebung, Akzentwechsel, Akzentzeichen, Akzentzusammenstoß
Verb: akzentuieren