Losung
Losung1 los + -ung f. ‘Leitwort, Wahlspruch, Erkennungszeichen, Parole’ (16. Jh.), wohl eine Neubildung und nicht anknüpfend an ahd. (h)lōʒunga ‘Los, das Loswerfen’ (11. Jh.), mhd. lōʒunge ‘das Loswerfen, Teilung’. h.).
Losung2 f. (im 19. Jh. auch Lösung) ‘Kot des Wildes und Hundes’ (18. Jh.), in der Jägersprache zu losen‘Kot lassen’, einer Nebenform von lösen (s. d.).
¦∑¦ losen + ung, auch Los + ung;
¦∅¦ f. ‘Leitwort, Wahlspruch, Erkennungszeichen, Parole’ (16. Jh.), wohl eine Neubildung und nicht anknüpfend an ahd. (h)lōʒunga ‘Los, das Loswerfen’ (11. Jh.), mhd. lōʒunge ‘das Loswerfen, Teilung’. auslosen Vb. ‘durch das Los ermitteln’ (16. Jh.).;
¦⊗¦ Losung (abgeleitet von Los) steht für:
- Wahlspruch, ein Motto, nach dem man sich richten will
- Slogan, einen einprägsamen Spruch, beispielsweise in der Werbung
- Kennwort, Codewort, ein Authentifizierungszeichen
- den von der Herrnhuter Brüdergemeine für jeden Tag des Jahres ausgelosten Bibelvers, siehe Herrnhuter Losungen
- eine durch das Los als Leitvers für das Jahr ermittelte Bibelstelle, siehe Jahreslosung
- ein im Militärwesen vereinbartes Kennwort zum Passieren der Wache, siehe Parole (Militär)
- die Bürgersteuer der Reichsstadt Nürnberg, siehe Losung (Nürnberg)
abgeleitet von lösen steht für:
- in der Jägersprache bei Wild und Hund der Kot
- in der Rechtssprache u. a.
- die Befreiung von Personen aus einer rechtlichen oder tatsächlichen Bindung
- die Zurückgewinnung von Sachen und Rechten aus der rechtlichen Bindung an eine andere Person (Zug- oder Retraktrecht)
- die Tages- oder Kasseneinnahme in einem Einzelhandelsgeschäft oder Kaufhaus
¦√¦ *klew, *leu- "das Los";