Superlativ
Erscheinungsbild
superlativ lat.-deu. 'höchstes, überragend'
- Superlativ m.
- Bezeichnung der zweiten Steigerungsstufe des Adjektivs,
- Übernahme deutscher Grammatiker
- (superlativus, um 1400, in lat. Form und Flexion bis ins 19. Jh.; Superlativ seit 18. Jh.)
- von gleichbed. spätlat. gradus superlātīvus ‘höchster (Steigerungs)grad’,
- Intensivbildung zu lat. superlātus,
- Part. Perf. von lat. superferre ‘darübertragen, -führen, -bringen, -legen, über die Zeit hinaus tragen, den höchsten Grad bilden’.
- Intensivbildung zu lat. superlātus,
- In dt. Übersetzung
- der übertreter (um 1400),
- übertrager,
- der höchst vbertrefflichst grad (15. Jh.),
- die oberste Stufe, höchste Staffel (17. Jh.),
- dritte Staffel (18. Jh.).
- Heute auch allgemein, vgl. Jahr, Film der Superlative ‘besonders herausragendes Jahr, herausragender, nicht zu überbietender Film’.
Substantiv, m
[✐ | ✎]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Superlativ | die Superlative |
| Genitiv | des Superlativs | der Superlative |
| Dativ | dem Superlativ | den Superlativen |
| Akkusativ | den Superlativ | die Superlative |
Worttrennung:
- Su·per·la·tiv, Plural: Su·per·la·ti·ve
Aussprache:
- IPA: [ˈzuːpɐlatiːf]
- Hörbeispiele:
Superlativ (Info)
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: höchste Stufe der Steigerung der Adjektive und einiger Adverbien
- [2] allgemein: etwas nicht Überbietbares
Herkunft:
- im 18. Jahrhundert von lateinisch (gradus → la) superlātivus → la übernommen[1][2]
Synonyme:
Gegenwörter:
- [1] Elativ, Positiv, Komparativ
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] In „Hans ist der größte Junge in seiner Klasse“ steht das Adjektiv „größte“ im Superlativ.
- [1] „In Vergleichskonstruktionen drückt der Superlativ den höchsten Grad aus:…“[3]
- [1] „Bei den Adjektiven sind die verschiedenen Steigerungsformen zu beachten: der Positiv (die Normalform), der Komparativ (die Steigerungsform) und der Superlativ (die Höchststufe, die außerhalb von Vergleichen Elativ genannt wird).“[4]
- [1] „Als die Alten in Wahrheit noch nicht alt wurden, machte man die Ältesten, also den Superlativ des Alten, zu Häuptlingen: zum Dorfältesten, zum Stammesältesten.“[5]
- [1] „Sprachlich drückt sich dieses Bessersein in der gehäuften Verwendung des Komparativs aus, manchmal gar des Superlativs.“[6]
- [2] „Für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen war die Reise in diese Stadt der Superlative eine interessante Erfahrung.“[7]
Wortbildungen: