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Wortstellung

aus AufEinWort, der freien Forschung

Wort---Stellung deu. die Stellung eines Worte zu anderen Worten in deren Abfolge in einem Satz, einer Aussage; s. Satzgliedfolge

Wortstellung (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ die Wortstellung die Wortstellungen
Genitiv der Wortstellung der Wortstellungen
Dativ der Wortstellung den Wortstellungen
Akkusativ die Wortstellung die Wortstellungen

Worttrennung:

Wort·stel·lung, Plural: Wort·stel·lun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈvɔʁtˌʃtɛlʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Wortstellung (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Die syntaktisch korrekte Platzierung (Stellung) der Wörter in einem Satz

Herkunft:

Determinativkompositum aus den beiden Substantiven Wort und Stellung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Wortfolge, Wortfügung (veraltet), Wortlaut, Wortverbindung

Oberbegriffe:

[1] Syntax, Grammatik, Linguistik

Unterbegriffe:

[1] Verbstellung

Beispiele:

[1] In einem Satz wie "Der Junge kleine ist krank." wäre die Wortstellung des Adjektivs "kleine" falsch.
[1] „Den Einfluß der Wortstellung und eines Faktors wie Bejahung/ Verneinung auf die Wahl des Kasus beim Prädikatsnomen (…) untersucht HENTSCHEL (1992b).“[1]

Wortbildungen:

[1] Wortstellungsregel, Wortstellungstypologie

WORTSTELLUNG, f. , gelegentlich wörterstellung: [ Gleim] briefw. 2, 254 Körte; [ Jean Paul] w. 49/51, 415 H. seit der mitte des 17.jhs., z. t. wie wortfügung (s. d.). 1
[]1) 'syntax, verknüpfung der wörter in der ordnung des satzes', nur vereinzelt in der grammatik des 17. jhs. neben gebräuchlicherem wortfügung(s. d. 1 a) und anderen umschreibungen, s. auch zs. f. dt. wortforsch. 15, 81: die wortfügung ist ein theil der sprachlehre, von der wörterzusammenfügung. man kan es auch nennen wortstellung [ Gueintz] dt. sprachlehre entw. (1641) 96. 2
[]2) sonst verwandtem wortfügung gegenüber in dem engeren sinne 'reihenfolge der wörter in der rede, stellung der einzelnen wörter innerhalbdes satzes': ich übertrug ihn nach dem beigefügten französischen, mit ahnung des rhythmus und beachtung der wortstellung des originals[ Göthe] I 41, 2, 148 W.; viele stücke (eines poetischen nachlasses) bedurften nur wenig der regulirung durch   /Bd. 30, Sp. 1628/ nachbesserungim rhythmus oder in der wortstellung [ E. E. Koch] gesch. d. kirchenlieds 35, 274. als charakteristikum einer bestimmten sprache: aus unkenntnisder deutschen sprache behielt ich nicht nur öfter die französische wort- und satzstellung, sondern auch alle möglichen gallicismen bei [ G.Keller] ges. w. (1889) 5, 103. vereinzelnd, von der reihenfolge einzelner redeteile und von bestimmten wendungen: worte, redensarten,wortstellungen, wendungen, die in der einen sprache stark, feurig, rührend sind, werden leicht in einer andern durch wörtliche übertragungmatt, frostig, ja wohl gar lächerlich allg. dt. bibl., anh. z. bd. 37/52 (1771) 742; schielende ausdrücke, ungeschickte wortstellungen,schleppende wortfügungen [ Justi] Winckelmann (1866) 1, 432. 3
[]3) in der mehr stilistischen kennzeichnung bestimmter stilarten oder sprecher. 'satzbau' als eins der stilmerkmale, wie wortfügung 2: wie vielVirgil, obwohl in den ideen und bildern selbst, als auch in wortstellung und ausdruck von ihm (Lukrez) entlehnt habe [ Knebel] liter. nachl.(1835) 3, 461; einige wenige der allervortrefflichsten römischen schriftsteller haben diese schwierigkeit überwunden und sind zu einereinfachen edlen wortstellung gelangt; andere aber ... sehen wir ... sich in dem kunstreichen labyrinthischen periodenbau ... verwickeln undverwirren [ Fr. Schlegel] s. w. (1846) 1, 177; vgl. 4, 133. erweitert soviel wie 'stil, diktion' überhaupt: über die antithesen, über die wörterstellung,über den schriftstellerischen charakter dieses mannes (Thukydides) (1781) [ Gleim] briefw. (1806) 2, 254 Körte; [ J. v. Müller] s. w. (1810) 10, 129; erlegt dem Isokrates nicht die mittlere, sondern die üppige, blühende und zierliche wortstellung bei [ Fr. Schlegel] s. w. (1846) 4, 172; vgl. 3, 181. 4
[]4) gelegentlich soviel wie 'wortlaut, ausdrucksweise', entsprechend wortfügung 3: darnach wird dem ritter das gewöhnliche kleid gezeiget, mitfolgender wortstellung: dieses ist unsers ritterlichen ordens einiges rechtes kleid [ B. S. v. Stosch] trauerreden (1674) 142; als ihn (demverurteilten) aber ein tüchlein, die augen damit zu verbinden, gereicht wurde (ob solches der nachrichter, oder ein andrer gethan, gibt diezweiffelhaffte wortstellung Cambdeni [des berichterstatters] nicht gar deutlich zu erkennen) [ Francisci] traursaal (1669) 2, 462. jünger ganzungewöhnlich in der bedeutung 'äuszerung, verlautbarung': auch gab er sein verständnisz nicht mit ausrufen und wortstellungen zu erkennen,sondern hörte eben so leicht und zwanglos, wie ihm erzählt wurde [ G. Keller] d. grüne Heinrich (1854) 2, 433.

„WORTSTELLUNG, f.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W27361>, abgerufen am 01.02.2024.

Siehe auch

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