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Indogermanische Wortwurzeln

aus AufEinWort, der freien Forschung

angelegt 31.12.2020

  • Diese Seite wurde zuletzt am 21. Juli 2020 um 09:29 Uhr bearbeitet.

Die indogermanischen Wortwurzeln sind die der indogermanischen Sprachfamilie zugrundeliegenden Wurzeln. In etymologischen Wörterbüchern werden sie oft mit einem Sternchen davor angegeben (z. B. *dʰeh₁), um anzuzeigen, dass diese Formen nicht belegt, sondern erschlossen sind.

Der Begriff Wortwurzel hat in der Sprachwissenschaft zwei Bedeutungen. Die Wortwurzel ist zum einen eine Analyseeinheit der Morphologie, die den lexikalischen Kern eines Wortes bildet. Man erhält die Wurzel eines Wortes, indem man sämtliche Ablaut­varianten, Präfixe, Suffixe, Infixe und Flexions­merkmale entfernt, z. B. ist trag synchron die Wurzel der Wörter Unzuträglichkeiten oder davontrugen. In der historischen Grammatik bezeichnet Wortwurzel diachron die rekonstruierbare Ausgangsform, auf die die verwandten Wörter einer Wortgleichung innerhalb einer Sprachfamilie zurückgeführt werden können. In diesem Artikel ist vor allem die zweite Bedeutung gemeint.

  • This page was last edited on 29 December 2020, at 14:16 (UTC).

The roots of the reconstructed Proto-Indo-European language (PIE) are basic parts of words that carry a lexical meaning, so-called morphemes. PIE roots usually have verbal meaning like "to eat" or "to run". Roots never occur alone in the language. Complete inflected verbs, but also nouns and adjectives are formed by adding further morphemes to a root and by changing the root's vowel in a process called ablaut.

Die Wurzeln der rekonstruierten proto-indo-europäischen Sprache (PIE) sind grundlegende Teile von Wörtern, die eine lexikalische Bedeutung haben, sogenannte Morpheme. PIE-Wurzeln haben normalerweise eine verbale Bedeutung wie "essen" oder "rennen". Wurzeln kommen in der Sprache niemals alleine vor. Vollständige gebogene Verben, aber auch Substantive und Adjektive werden gebildet, indem einer Wurzel weitere Morpheme hinzugefügt werden und der Vokal der Wurzel in einem Prozess namens Ablaut geändert wird.

Anmerkung: Wortwurzelen kommen in Sprachen dann oft allein vor, wenn sie in der 1. Pers. Gegenwart stehen wie z.B. *nem (nehmen) "ich nehm eins davon" wobei das h weggelassen werden kann, wie auch imperativ eß (essen), renn (rennen).

A root consists of a central vowel that is preceded and followed by at least one consonant each. A number of rules have been determined that specify which consonants can occur together, and in which order. Basically, the consonants with the highest sonority (*l, *r, *y, *n[1]) are nearest to the vowel, and the ones with the lowest sonority such as plosives are furthest away, notwithstanding certain exceptions such as thorn clusters (A thorn cluster is any sequence of a dental stop followed by a velar stop.).

Eine Wurzel besteht aus einem zentralen Vokal, dem jeweils mindestens ein Konsonant vorausgeht und folgt. Es wurde eine Reihe von Regeln festgelegt, die angeben, welche Konsonanten zusammen und in welcher Reihenfolge auftreten können. Grundsätzlich sind die Konsonanten mit der höchsten Klangfülle (* l, * r, * y, * n [1]) dem Vokal am nächsten, und diejenigen mit der niedrigsten Klangfülle wie Plossive am weitesten entfernt,  trotz bestimmter Ausnahmen wie thorn clusters.

Sometimes new roots were created in PIE or its early descendants by various processes such as root extensions (adding a sound to the end of an existing root) or metathesis.

Manchmal wurden neue Wurzeln in PIE oder seinen frühen Nachkommen durch verschiedene Prozesse wie Wurzelerweiterungen (Hinzufügen eines Sounds am Ende einer vorhandenen Wurzel) oder Metathese erstellt.

Beispiele für indogermanische Wortwurzeln

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Wortwurzel Bedeutung Kontinuanten
*h₂ég-ro- ‚Feld‘ nhd. Acker, lat. ager, griech. agrós, arm. art, awest. azra, aind. ájraḥ
*bʰar-s-, *bʰar-dʰ-, *bʰar-s-dʰ- ‚Spitze, Borste, Bart‘ lat. barba, wal. barf, engl. beard, lit. barzdà, russ. borodá
*bʰewdʰ ‚beachten; aufmerksam machen‘ nhd. (ver-)bieten, Gebot, Gebiet, engl. to forbid, sanskr.bódhati „er erwacht, begreift“, बुद्ध [buddhá] „Erleuchteter, Erwachter“, bos.buditi „aufwachen“
*dʰeh₁ ‚setzen, stellen, legen‘ nhd.tun, Tat, altgr.θέσις [thésis] (daraus nhd. These), ebs. griech. Lehnwörter im Deutschen wie Apotheke, Thema, synthetisch, ebenso aus dem Lateinischen Fakt, Effekt, effizient, elektrifizieren, offiziell, Malefiz, Kredit, Addition, im Altindischen Wurzelaorist ádhām 'ich setzte' mit z. B. einem Kausativ-Iterativ dhāpáyati; der altgr. Wurzelaorist ἔθηκα ist mit -k- erweitert (vgl. oben im Lat. Fakt usw.)
*dy-ḗw, dazu Vr̥ddhi *dey-w-ó- ‚strahlend, Tageshimmel,(Himmels-)Gott, göttlich‘ vedischdyáuḥ = altgr.Zeus = hethit.šīuš, mit -no-Suffix palaischtiunaš, vom Vok. *dy-éw lat.Iū(p)piter, mit Vr̥ddhi *dey-w-ó- vedisch देव deváḥ = lat.deus / dīvus (davon Weiterbildung lat.dīvīnus „göttlich“) = germ. *tīwaz „germanischer Lichtgott“ (in engl.Tuesday „Dienstag“) = litauischdiẽvas = lett.dìevs „Gott“ (vgl. auch bos.div „Riese“)
*h₁ed ‚beißen, essen‘ nhd.essen, ätzen, Aas, äsen, engl. to eat, lat.edere, lett.ēst „essen“, viņš / viņa ēd „er / sie isst“, bos.jesti „essen“, altgr.`εσθίω [esthíō] „ich esse“
*gal ‚rufen, schreien‘ engl. to call, altnordischkalla, bos.galamiti
*gʰel ‚rufen, schreien‘ engl. to yell, nhd.gellen, Nachtigall
*ǵenu- ‚Knie‘ nhd. Knie, lat. genū, toch. A kanwem, B keni (Dualis), griech.góny ‚Knie, Gelenk‘, hethit. gienu ‚Knie; Geschlecht(steil)‘, pers.zānū, aind. jā́nu
*gʰor-tó- ‚Umzäunung, Garten‘ lat.hortus, engl.garden, wal.garth, nhd.Garten, russ.город [ǵorod] „Stadt“ (ursprünglich „das durch die Stadtmauer umzäunte Gebiet“, vgl. nhd. Zaun, engl.town „Stadt“ und niederl. tuin „Garten“)
*g̑neh₃ > g̑nō ‚wissen, erkennen‘ lat. īgnōrāre (daraus nhd. ignorieren), nōtus, ignōtus, (cog)nōscere (daraus nhd.kognitiv), altgr. γιγνώσκω [gignṓskō] (daraus nhd.Diagnose, Gnosis), engl.can, to know, knowledge, nhd.kennen, Kunde, kann, Kunst, bos.znati
*gʰreh₁ ‚wachsen, grünen‘ ahd.gras "Gras", gruoni "grün", an.gras, eng.grass, to grow, lat.grāmen *gʰr̥h₁(s)-mn̥ "Gras"
*gʷih₃ ‚lebendig‘ nhd.Quecke, keck, Quecksilber, erquicken, quick-lebendig (mit Doppelung, vgl. mit Lehnwort „clam heimlich“) engl.quick, bos.živ, lat.vīvus "lebendig", vīta"Leben", aus dem Griechischen alle Wörter mit Bio-, Hygiene und Diät
*h₂stḗr ‚Stern‘ nhd. Stern, lat. stēlla, bret. stered, sterenn, toch. A śre, B ścirye, hethit. ḫašterz(a), griech. astḗr, arm. astł, awest. stārō, skr. stṛ́, Plur. tāra
*kaput ‚Kopf‘ *káput-: nhd. Haupt, lat. caput, skr. kabúcchala ‚Schale; Haar am Hinterkopf, Schopf‘;*kapōlo: altengl. hafola ‚Kopf‘, skr. kapā́lam ‚Schale, Hirnschale, Schädel‘; *kapuko: wal. cawg ‚Becher, Schale‘
*(s)kel ‚schallen, klingen‘ nhd.schellen, Schall, hell
*k̑ley ‚neigen, lehnen‘ altgr.κλίνω [klíno] „neigen“, κλίνη [kline] „Ruhebett“ (daraus nhd.Klinik, Deklination), eng.ladder, nhd.Leiter, lett.slita „Zaun“
*(s)ley ‚gleiten‘ altgr.λείμαξ [leímax] „Schnecke“, eigtl. „die Schleimige“, sanskr. श्लेश्मन् shleshman „Schleim“, engl.slide, nhd. gleiten, schlittern, Schleim, lett.slīdēt, bos.kliziti, polśluz „Schleim“
*meh₁, *med, *met ‚abstecken, messen‘ altgr.μέτρον [métron] „Maß“ (daraus nhd.Meter), lat.metīrī „messen“, nhd.messen, Maß, lit.metas „Zeit, Maß“, lett.mērīt, bos.mjeriti „messen“
*nokʷt- (Nom. *nokʷt-s, Gen. *nekʷt-s) ‚Nacht, Dämmerung‘ nhd. Nacht, altirl. -nocht, lat. nox (Gen. noctis), griech. núks (Gen. nuktós), lit. naktìs, russ. nočʹ, alb. natë, skr. nákt-; hethit. nekuz ‚Nachtzeit‘, toch. A nktim, B nekcīye ‚nachts‘
*pelh₂ ‚flach, eben‘ lat.plānis/-e, nhd.Feld ,Flur, flach, bos.polje
*péh₂ur̥- (Gen. *ph₂un-ós) ‚Feuer‘ nhd. Feuer, umbr. pir, toch. A por, B pūwar, hethit. paḫḫur, griech. pȳ́r, tschech. (älter) pýř ‚glühende Asche‘, arm. hur, skr. pāvaka
*pék̑-u ‚Besitz, bewegliches Eigentum‘ nhd.Vieh, engl.fee „Lohn, Gebühr“ (Vieh als Zahlungsmittel), lat.pecus „Vieh“, pecūnia „Geld“, ai. páśu
*perd ‚furzen‘ engl. to fart, lat.pedere, nhd.furzen, altgr.πέρδιξ [pérdix] „Rebhuhn“ (mit Bezug auf die charakteristischen Laute des Tiers), poln.pierdzieć, lett.perdelēt „hin und wieder furzen“, perdināt „furzen machen, lassen“, perdas „Furz“, bos.prdac „Furz“
*séh₂ls (Gen. *sh₂-l̥-ós) ‚Salz‘ nhd. Salz, altirl. salann, lat. sāl, toch. A sāle, B salyiye, griech. háls, lett. sāls, russ. solʹ, alb. gjollë ‚Platte, auf die man Salz legt; Salzlecke‘, arm. ał, aind. sarirá‚Meer‘
*sekʷ ‚sagen‘ lit.sakyti, lett.sacīt, aruss.sociti „anzeigen“, isl.segja, engl. to say, nhd.sagen, entfernter lat. inquit „er sagt(e)“
*(s)tenh₂ ‚Donner, donnern(d)‘ ai.tanyú-, lat.tonāre, an.Þónarr, engl.thunder, dt.stöhnen
*uód-r̥-, Gen. *uéd-n-s- ‚Wasser‘ nhd. Wasser, umbr.utur, lat. unda ‚Welle, Woge‘, toch. A wär, B war, phrygisch bedu, griech. hýdōr, hethit. watar (Gen. wetenas), lituan. vanduõ, mdrtl. unduõ, únduo, russ. vodá, alb. ujë, arm. get ‚Fluss‘, awest. udra, aind. udán
*wers ‚verwirren, mischen‘ altfranzösischwerre, frz. guerre, engl.war „Krieg“, eng.worse „schlimmer“, ahd.wurst „Mischung“, nhd.wirren, Wurst, Wirrwarr (lautmalende Reduplikation)
*wid ‚sehen‘ lat.video „ich sehe“ (daraus nhd.Video), ahd. wissan „gesehen haben“, nhd.Wissen, Weise (ursprünglich „Erscheinung, Aussehen“), altgr.ϝἰδέα [widéa] „das in die Augen Fallende“ (daraus nhd.Idee), bos.vid „die Sehkraft“, sanskr. विद [vid] „wissen“ (davon die Veden)
*yewg ‚Joch‘ sanskr. योग yoga „Zusammenhang“, युज yuj „verbinden“, lat.iugum „Joch“ (daraus nhd.Konjugation), altgr.ζυγóν [zygón], hit.iúkán, engl.yoke, nhd.Joch, lett.jūgs

Word formation

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Typically, a root plus a suffix forms a stem, and adding an ending forms a word.[2]

Normalerweise bildet eine Wurzel plus ein Suffix einen Stamm, und das Hinzufügen einer Endung bildet ein Wort. [2]

root+suffix⏟stem+ending⏟word

For example, *bʰéreti "he bears" can be split into the root *bʰer- "to bear", the suffix *-e- "imperfective aspect" and the ending *-ti "present tense, third personsingular".[3]

Zum Beispiel kann *bʰéreti "er trägt" in die Wurzel *bʰer- "tragen", das Suffix * -e- "unvollkommener Aspekt" und die Endung * -ti "Präsens, dritte Person Singular" aufgeteilt werden. [3 ]]

The suffix is sometimes missing, which has been interpreted as a zero suffix.[4] Words with zero suffix are termed root verbs and root nouns. An example is *h₁és-mi / *h₁és-∅-mi "I am".[5] Beyond this basic structure, there is the nasal infix which functions as a present tense marker, and reduplication, a prefix with a number of grammatical and derivational functions.[6]

Das Suffix fehlt manchmal, was als Nullsuffix interpretiert wurde. [4] Wörter mit dem Suffix Null werden als Wurzelverben und Wurzelnomen bezeichnet. Ein Beispiel ist *h₁és-mi / *h₁és-∅-mi "Ich bin". [5] Über diese Grundstruktur hinaus gibt es das Naseninfix, das als Präsensmarker fungiert, und die Reduktion, ein Präfix mit einer Reihe von grammatikalischen und Ableitungsfunktionen. [6]

Finite verbs

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Verbal suffixes, including the zero suffix, convey grammatical information about tense and aspect, two grammatical categories that are not clearly distinguished. Imperfective (present, durative) and perfective aspect (aorist, punctual) are universally recognised, while some of the other aspects remain controversial. Two of the four moods, the subjunctive and the optative, are also formed with suffixes, which sometimes results in forms with two consecutive suffixes: *bʰér-e-e-ti > *bʰérēti "he would bear", with the first *e being the present tense marker, and the second the subjunctive marker.[7] Reduplication can mark the present and the perfect.[6]

Verbale Suffixe, einschließlich des Suffixes Null, vermitteln grammatikalische Informationen über Zeitform und Aspekt, zwei grammatikalische Kategorien, die nicht klar voneinander unterschieden werden. Unvollkommene (gegenwärtige, dauerhafte) und perfektive Aspekte (aoristisch, pünktlich) werden allgemein anerkannt, während einige der anderen Aspekte umstritten bleiben. Zwei der vier Stimmungen, der Konjunktiv und der Optativ, werden ebenfalls mit Suffixen gebildet, was manchmal zu Formen mit zwei aufeinanderfolgenden Suffixen führt: *bʰér-e-e-ti > *bʰérēti "er würde tragen", wobei das erste *e das ist Präsensmarker und der zweite Konjunktivmarker. [7] Reduktion kann die Präsens (Gegenwart) und das Perfekt (Vollkommene) markieren. [6]

Verbal endings convey information about grammatical person, number and voice. The imperative mood has its own set of endings.[8]

Verbale Endungen vermitteln Informationen über grammatikalische Person, Zahl und Stimme. Die imperative Stimmung hat ihre eigenen Endungen. [8]

Nouns and adjectives

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Nouns usually derive from roots or verb stems by suffixation or by other means. (See the morphology of the Proto-Indo-European noun for some examples.) This can hold even for roots that are often translated as nouns: *ped-, for example, can mean "to tread" or "foot", depending on the ablaut grade and ending. Some noun stems like *h₂egʷn-o- "lamb", however, do not derive from known verbal roots.[9] In any case, the meaning of a noun is given by its stem, whether this is composed of a root plus a suffix or not. This leaves the ending, which conveys case and number.[10]

Substantive entstammen normalerweise von Wurzeln oder Verbstämmen durch Suffixierung oder auf andere Weise. (Einige Beispiele finden Sie in der Morphologie des proto-indo-europäischen Substantivs.) Dies kann sogar für Wurzeln gelten, die häufig als Substantive übersetzt werden: *ped- kann beispielsweise je nach Ablautnote und Ende "Schritt" oder "Fuß" bedeuten. Einige Substantivstämme wie *h₂egʷn-o- "Lamm" stammen jedoch nicht von bekannten verbalen Wurzeln ab. [9] In jedem Fall wird die Bedeutung eines Substantivs durch seinen Stamm angegeben, unabhängig davon, ob dieses aus einer Wurzel plus einem Suffix besteht oder nicht. Dies lässt das Ende übrig, das Groß- und Kleinschreibung und Zahl vermittelt. [10]

Adjectives are also derived by suffixation of (usually verbal) roots. An example is *ǵn̥h₁-tó-s "begotten, produced" from the root *ǵenh₁- "to beget, to produce". The endings are the same as with nouns.[11]

Adjektive werden auch durch Suffixierung von (normalerweise verbalen) Wurzeln abgeleitet. Ein Beispiel ist *ǵn̥h₁-tó-s "gezeugt, produziert" aus der Wurzel *ǵenh₁- ""zeugen, produzieren". Die Endungen sind die gleichen wie bei Substantiven. [11]

Infinitives and participles

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Infinitives are verbal nouns and, just like other nouns, are formed with suffixes. It is not clear whether any of the infinitive suffixes reconstructed from the daughter languages (*-dʰye-, *-tu-, *-ti-, among others) was actually used to express an infinitive in PIE.[12]

Infinitive sind Verbalsubstanzen und werden wie andere Substantive mit Suffixen gebildet. Es ist nicht klar, ob eines der aus den Tochtersprachen rekonstruierten Infinitivsuffixe (*-dʰye-, *-tu-, *-ti- wie auch andere) tatsächlich verwendet wurde, um einen Infinitiv in PIE auszudrücken. [12]

Participles are verbal adjectives formed with the suffixes *-ent- (active imperfective and aorist participle), *-wos- (perfect participle) and *-mh₁no- or *-m(e)no- (mediopassive participle), among others.[13]

Partizipien sind verbale Adjektive, die unter anderem mit den Suffixen *-ent- (aktives unvollkommenes und aoristisches Partizip), *-wos- (perfektes Partizip) und *-mh₁no- or *-m(e)no- (mediopassives Partizip) gebildet werden. [ 13]

Shape of a root

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In its base form, a PIE root consists of a single vowel, preceded and followed by consonants. Except for a very few cases, the root is fully characterized by its consonants, while the vowel may change in accordance with inflection or word derivation. Thus, the root *bʰer- can also appear as *bʰor-, with a long vowel as *bʰēr- or *bʰōr-, or even unsyllabic as *bʰr-, in different grammatical contexts. This process is called ablaut, and the different forms are called ablaut grades. The five ablaut grades are the e-grade, o-grade, lengthened e- and o-grades, and the zero-grade that lacks a vowel.[14]

In seiner Grundform besteht eine PIE-Wurzel aus einem einzelnen Vokal, dem Konsonanten vorangestellt und gefolgt werden. Mit Ausnahme einiger weniger Fälle ist die Wurzel vollständig durch ihre Konsonanten charakterisiert, während sich der Vokal je nach Beugung oder Wortableitung ändern kann. Daher kann die Wurzel *bʰer- auch als *bʰor- mit einem langen Vokal als *bʰēr- oder *bʰōr- oder sogar unsyllabisch als * bʰr- in verschiedenen grammatikalischen Kontexten erscheinen. Dieser Vorgang wird Ablaut genannt, und die verschiedenen Formen werden Ablautqualitäten genannt. Die fünf Ablautklassen sind die e-Klasse, o-Klasse, verlängerte e- und o-Klasse und die Null-Klasse, der ein Vokal fehlt. [14]

In linguistic works, *e is used to stand in for the various ablaut grades that the vowel may appear in. Some reconstructions also include roots with *a as the vowel, but the existence of *a as a distinct vowel is disputed;[15] see Indo-European ablaut: a-grade. The vowel is flanked on both sides by one or more consonants;[16] the preceding consonants are the onset, the following ones are the coda.

In sprachlichen Werken wird *e verwendet, um für die verschiedenen Ablautklassen einzutreten, in denen der Vokal vorkommen kann. Einige Rekonstruktionen enthalten auch Wurzeln mit *a als Vokal, aber die Existenz von *a als eigenständigem Vokal ist umstritten; [15 ] siehe Indogermanischer Ablaut: a-Klasse. Der Vokal wird auf beiden Seiten von einem oder mehreren Konsonanten flankiert, [16] die vorhergehenden Konsonanten sind der onset (Einsetzen, Beginn), die folgenden sind die coda (Schwanz, Anhang,Absetzen).

The onset and coda must contain at least one consonant; a root may not begin or end with the ablaut vowel. Consequently, the simplest roots have an onset and coda consisting of one consonant each. Such simple roots are common; examples are: *deh₃- "to give", *bʰer- "to bear", *dʰeh₁- "to put", *dʰew- "to run", *h₁ed- "to eat", *h₂eḱ- "sharp", *ped- "to tread", *sed- "to sit", and *wes- "to clothe". Roots can also have a more complex onset and coda, consisting of a consonant cluster (multiple consonants). These include: *dʰwes- "to breathe", *h₁rewdʰ- "red", *h₂erh₃- "to plough", *h₃reǵ- "straight", *leyǵ- "to bind", *prews- "to freeze", *srew- "to flow", *swep- "to sleep", and *wleykʷ- "to moisten". The maximum number of consonants seems to be five, as in *strengʰ- "to twine".[16]

Der Onset und Coda müssen mindestens einen Konsonanten enthalten. Eine Wurzel darf nicht mit dem Ablautvokal beginnen oder enden. Folglich haben die einfachsten Wurzeln einen Onset und eine Coda, die jeweils aus einem Konsonanten bestehen. Solche einfachen Wurzeln sind häufig; Beispiele sind: *deh₃- "geben", *bʰer- "ertragen", *dʰeh₁- "stellen", *dʰew- "laufen", *h₁ed- "essen", *h₂eḱ- "scharf", *ped- "treten", *sed- "sitzen", and *wes- "kleiden".

Wurzeln können auch einen komplexeren Beginn und eine komplexere Coda haben, die aus einem Konsonantencluster (mehrere Konsonanten) besteht. Dazu gehören:*dʰwes- "atmen", *h₁rewdʰ- "rot", *h₂erh₃- "pflügen", *h₃reǵ- "gerade", *leyǵ- "binden", *prews- "frieren", *srew- "fließen", *swep- "schlafen", and *wleykʷ- "befeuchten".

Die maximale Anzahl von Konsonanten scheint fünf zu sein, wie in *strengʰ- "zu schnüren".[16]

Early PIE scholars reconstructed a number of roots beginning or ending with a vowel.[17] The latter type always had a long vowel (*dʰē- "to put", *bʰwā- "to grow", *dō- "to give"), while this restriction did not hold for vowel-initial roots (*ed- "to eat", *aǵ- "to drive", *od- "to smell"). Laryngeal theory can explain this behaviour by reconstructing a laryngeal following the vowel (*dʰeh₁-, *bʰweh₂-, *deh₃-, resulting in a long vowel) or preceding it (*h₁ed-, *h₂eǵ-, *h₃ed-, resulting in a short vowel). These reconstructions obey the mentioned rules.[18]

Frühe PIE-Gelehrte rekonstruierten eine Reihe von Wurzeln, die mit einem Vokal beginnen oder enden. [17] Der letztere Typ hatte immer einen langen Vokal (*dʰē- "setzen", *bʰwā- "wachsen", *dō- "geben"), während diese Einschränkung nicht für Vokalanfangswurzeln galt (*ed- "essen", *aǵ-" fahren ", *od-" riechen "). Die Laryngal-Theorie kann dieses Verhalten erklären, indem sie einen Laryngal nach dem Vokal (*dʰeh₁-, *bʰweh₂-, *deh₃-, was zu einem langen Vokal führt) oder vorangehen (*h₁ed-, *h₂eǵ-, *h₃ed-, gehen in einem kurzen Vokal auf). Diese Rekonstruktionen folgen den genannten Regeln. [18]

Sonority hierarchy

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When the onset or coda of a root contains a consonant cluster, the consonants in this cluster must be ordered according to their sonority. The vowel constitutes a sonority peak, and the sonority must progressively rise in the onset and progressively fall in the coda.

Wenn der Onset oder die Coda einer Wurzel einen Konsonantencluster enthält, müssen die Konsonanten in diesem Cluster entsprechend ihrer Sonorität (Schallfülle) geordnet werden. Der Vokal stellt einen Sonoritätshoch dar, und die Sonorität muss zu Beginn progressiv ansteigen und in der Coda progressiv fallen.

PIE roots distinguish three main classes of consonants, arranged from high to low sonority:[19]

PIE-Wurzeln unterscheiden drei Hauptklassen von Konsonanten, die von hoher bis niedriger Klangfülle angeordnet sind: [19]

  1. Non-labial sonorants *l, *r, *y, *n, denoted collectively as *R.
    1. Nichtlabiale Sonoranten *l, *r, *y, *n, zusammen als *R bezeichnet.
  2. Labial sonorants *w, *m, denoted collectively as *M.
    1. Labiale Sonoranten *w, *m, zusammen als *M bezeichnet.
  3. Obstruents, denoted collectively as *C. These include three subgroups:
    1. Hemmende, zusammen als *C bezeichnet. Dazu gehören drei Untergruppen: 
    • Plosives (voiceless *p *t *ḱ *k *kʷ, voiced *b *d *ǵ *g *gʷ and aspirated *bʰ *dʰ *ǵʰ *gʰ *gʷʰ), denoted collectively as *P.
      1. Plossive (stimmlos *p *t *ḱ *k *kʷ, stimmhaft *b *d *ǵ *g *gʷ und aspirierte *bʰ *dʰ *ǵʰ *gʰ *gʷʰ), zusammen als *P bezeichnet.
    • The sibilant*s.
      1. Das Zischlaut *s.
    • The laryngeals*h₁ *h₂ *h₃, denoted collectively as *H.
      1. Die Laryngale *h₁ *h₂ *h₃, zusammen als *H bezeichnet.

The following rules apply:[19]

Es gelten folgende Regeln: [19]

  • A consonant closer to the main vowel must have a higher sonority than the consonant further away. Thus, consonants in the onset must follow the order *CMR, and the reverse *RMC in the coda, giving *CMReRMC as the full root shape. Roots with a different order of sonority, like **mter- or **resl-, are not allowed.
    • Ein Konsonant, der näher am Hauptvokal liegt, muss eine höhere Klangfülle haben als der weiter entfernte Konsonant. Daher müssen Konsonanten zu Beginn der Reihenfolge *CMR und umgekehrt *RMC in der Coda folgen, wobei *CMReRMC als vollständige Wurzelform angegeben wird. Wurzeln mit einer anderen Klangreihenfolge wie **mter- oder **resl- sind nicht zulässig.
  • Only one member of each sonority class may appear in the onset or coda. Thus, roots like **wmek-, **lekt- or **peyl- are not allowed.
    • Es darf nur ein Mitglied jeder Klangklasse im Onset oder in der Coda erscheinen. Daher sind Wurzeln wie **wmek-, **lekt- oder **peyl- nicht erlaubt.

Laryngeals can also occur in the coda before a sonorant, as in *peh₂w- "small".[19]

Laryngal kann auch in der Coda vor einem Sonorant auftreten, wie in *peh₂w- "schmal". [19]

Obstruent clusters

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The obstruent slot of an onset or coda may consist of multiple obstruents itself. Here, too, only one member of each subgroup of obstruents may appear in the cluster; a cluster may not contain multiple laryngeals or plosives.[19]

Die hemmende Fügung eines Onset oder einer Coda kann aus mehreren Hemmern selbst bestehen. Auch hier darf nur ein Mitglied jeder Untergruppe von Hemmern im Cluster erscheinen; Ein Cluster darf nicht mehrere Laryngale oder Plossive enthalten. [19]

The rules for the ordering within a cluster of obstruents are somewhat different, and do not fit into the general sonority hierarchy:

Die Regeln für die Reihenfolge innerhalb eines Clusters von Hemmern sind etwas anders und passen nicht in die allgemeine Sonoritätshierarchie:

  • Only voiceless plosives occur when preceded by *s in the onset.[20]
    • Nur stimmlose Plossive treten auf, wenn zu Beginn *s vorangestellt werden. [20]
  • A laryngeal may appear before or after any obstruent other than another laryngeal. Examples are *keh₂p- "to grab", *peth₂- "to fly", *h₂sews- "to dry", *sh₂ew- "to pour, rain", *h₁ger- "to awake", and *th₂ews- "to be silent".[3][16]
    • Ein Laryngal kann vor oder nach einem anderen Hemmer als einem anderen Laryngal auftreten. Beispiele sind *keh₂p- "greifen", *peth₂- "fliegen", *h₂sews- "trocknen", *sh₂ew- "gießen, regnen", * h₁ger- "aufwachen" und *th₂ews- "still sein". [3] [16]

In several roots, a phenomenon called s-mobile occurs, where some descendants include a prepended *s while other forms lack it. There does not appear to be any particular pattern; sometimes forms with *s and without it even occur side by side in the same language.[16]

In mehreren Wurzeln tritt ein Phänomen namens s-mobile auf, bei dem einige Nachkommen vorangestellte *s enthalten, während andere Formen es nicht haben. Es scheint kein bestimmtes Muster zu geben; manchmal bilden sich Formen mit *s und ohne sie sogar nebeneinander in derselben Sprache. [16]

Further restrictions

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PIE abided by the general cross-linguistic constraint against the co-occurrence of two similar consonants in a word root. In particular, no examples are known of roots containing two plain voiced plosives (**ged-) or two glides (**ler-). A few examples of roots with two fricatives or two nasals (*h₂eh₃- "to burn", *nem- "to give, to take" etc.) can be reconstructed, but they were rare as well. An exception, however, were the voiced aspirated and voiceless plosives, which relatively commonly co-occurred (e.g. *dʰegʷʰ- "to burn", *peth₂- "to fly"). In particular, roots with two voiced aspirates were more than twice as common than could be expected to occur by chance.[16][21]

PIE hielt sich an die allgemeine sprachübergreifende Einschränkung gegen das gleichzeitige Auftreten von zwei ähnlichen Konsonanten in einer Wortwurzel. Insbesondere sind keine Beispiele für Wurzeln bekannt, die zwei Plosives mit einfacher Stimme (**ged-) oder zwei Gleitlaute (**ler-) enthalten. Einige Beispiele für Wurzeln mit zwei Frikativen oder zwei Nasenflügeln (*h₂eh₃- "brennen", *nem- "geben, nehmen" usw.) können rekonstruiert werden, waren aber auch selten. Eine Ausnahme bildeten jedoch die stimmhaften aspirierten und stimmlosen Plossive, die relativ häufig gleichzeitig auftraten (z. B. *dʰegʷʰ- "brennen", * peth₂- "fliegen"). Insbesondere Wurzeln mit zwei stimmhaften Aspiraten waren mehr als doppelt so häufig als zufällig zu erwarten war. [16] [21]

An additional constraint prohibited roots containing both a voiced aspirated and a voiceless plosive (**tebʰ-), unless the latter occurs in a word-initial cluster after an *s (e.g. *stebʰ- "to stiffen").[16] Taken together with the abundance of *DʰeDʰ-type roots, it has been proposed that this distribution results from a limited process of voice assimilation in pre-PIE, where a voiceless stop was assimilated to a voiced aspirate, if another one followed or preceded within a root.[21]

Eine zusätzliche Einschränkung verbotener Wurzeln, die sowohl ein stimmhaftes aspiriertes als auch ein stimmloses Plosiv (**tebʰ-) enthielten, es sei denn, letzteres tritt in einem Wortanfangscluster nach einem *s auf (z. B. *stebʰ- "versteifen"). [16] Zusammen mit der Fülle von Wurzeln vom *DʰeDʰ-Typ wurde vorgeschlagen, dass diese Verteilung aus einem begrenzten Prozess der Sprachassimilation in der pre-PIE resultiert, bei dem ein stimmloser Stopp einem stimmhaften Aspirat gleichgesetzt wurde, wenn ein anderer folgte oder ihm vorausging eine Wurzel. [21]

Exceptions

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Thorn clusters are sequences of a dental (*t, *d, *dʰ) plus a velar plosive (*k, *g, *gʰ etc.).[22] Their role in PIE phonotactics is unknown. Roots like *dʰgʷʰey- "to perish" apparently violate the phonotactical rules, but are quite common.

Thorn cluster sind Sequenzen eines Dental (*t, *d, *dʰ) plus eines Velarplosivs (*k, *g, *gʰ usw.). [22] Ihre Rolle in der PIE-Phonotaktik ist unbekannt. Wurzeln wie *dʰgʷʰey- "verfallen, untergehen" verstoßen offenbar gegen die phonotaktischen Regeln, sind aber weit verbreitet.

Some roots cannot be reconstructed with an ablauting *e, an example being *bʰuh₂- "to grow, to become". Such roots can be seen as generalized zero grades of unattested forms like **bʰweh₂-,[23] and thus follow the phonotactical rules.[24]

Einige Wurzeln können nicht mit einem ablautierenden *e rekonstruiert werden, ein Beispiel ist *bʰuh₂- "wachsen, werden". Solche Wurzeln können als verallgemeinerte Nullgrade von nicht geprüften Formen wie **bʰweh₂-, [23] angesehen werden und folgen daher den phonotaktischen Regeln. [24]

Some roots like *pster- "to sneeze" or *pteh₂k- "to duck" do not appear to follow these rules.[19] This might be due to incomplete understanding of PIE phonotactics or to wrong reconstructions. *pster-, for example, might not have existed in PIE at all, if the Indo-European words usually traced back to it are onomatopoeias.[25]

Einige Wurzeln wie *pster- "niesen" oder *pteh₂k- "ducken" scheinen diesen Regeln nicht zu folgen. [19] Dies kann auf ein unvollständiges Verständnis der PIE-Phonotaktik oder auf falsche Rekonstruktionen zurückzuführen sein. *pster- zum Beispiel könnte in PIE überhaupt nicht existiert haben, wenn die indoeuropäischen Wörter, die normalerweise darauf zurückgeführt werden, onomatopoetiusch sind. [25]

Lexical meaning

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The meaning of a reconstructed root is conventionally that of a verb; the terms root and verbal root are almost synonymous in PIE grammar.[citation needed] This is because, apart from a limited number of so-called root nouns, PIE roots overwhelmingly participate in verbal inflection through well-established morphological and phonological mechanisms. Their meanings are not always directly reconstructible, due to semantic shifts that led to discrepancies in the meanings of reflexes in the attested daughter languages.[26] Many nouns and adjectives are derived from verbal roots via suffixes and ablaut.[27]

Die Bedeutung einer rekonstruierten Wurzel ist herkömmlicherweise die eines Verbs; Die Begriffe Wurzel und verbale Wurzel sind in der PIE-Grammatik fast synonym. [Zitieren erforderlich] Dies liegt daran, dass PIE-Wurzeln, abgesehen von einer begrenzten Anzahl sogenannter Wurzel-Nomen, überwiegend durch gut etablierte morphologische und phonologische Mechanismen an der verbalen Beugung beteiligt sind. Ihre Bedeutungen sind aufgrund semantischer Verschiebungen, die zu Diskrepanzen in der Bedeutung von Reflexen in den attestierten Tochtersprachen führten, nicht immer direkt rekonstruierbar. [26] Viele Substantive und Adjektive werden über Suffixe und Ablaut von verbalen Wurzeln abgeleitet. [27]

Nevertheless, some roots did exist that did not have a primary verbal derivation. Apart from the aforementioned root nouns, the most important of these were the so-called Caland roots, which had adjectival meaning. Such roots generally formed proterokinetic adjectives with the suffix *-u-, thematic adjectives in *-ró- and compounding stems in *-i-. They included at least *h₁rewdʰ- "red", *h₂erǵ- "white", *dʰewb- "deep" and *gʷreh₂- "heavy".[28]

Trotzdem gab es einige Wurzeln, die keine primäre verbale Ableitung hatten. Neben den oben genannten Wurzel-Nomen waren die sogenannten Caland-Wurzeln, die eine Adjektivbedeutung hatten, die wichtigsten. Solche Wurzeln bildeten im Allgemeinen proterokinetische Adjektive mit dem Suffix *-u-, thematische Adjektive in *-ró- und zusammengesetzte Stämme in *-i-. Sie enthielten mindestens * h₁rewdʰ- "rot", *h₂erǵ- "weiß", *dʰewb- "tief" und *gʷreh₂- "schwer". [28]

Verbal roots were inherently either imperfective or perfective. To form a verb from the root's own aspect, verb endings were attached directly to the root, either with or without a thematic vowel.[6] The "other" aspect, if it was needed, would then be a so-called "characterised" stem,[29] as detailed in Proto-Indo-European verb. The characterised imperfective stems are often different in different descendants, but with no association between certain forms and the various branches of Indo-European, which suggests that a number of aspects fell together before PIE split up.[30]

Verbale Wurzeln waren von Natur aus entweder unvollkommen oder perfekt. Um ein Verb aus dem eigenen Aspekt der Wurzel zu bilden, wurden Verbendungen entweder mit oder ohne thematischen Vokal direkt an die Wurzel angehängt. [6] Der "andere" Aspekt, wenn er benötigt würde, wäre dann ein sogenannter "charakterisierter" Stamm [29], wie im proto-indo-europäischen Verb beschrieben. Die charakterisierten unvollkommenen Stämme unterscheiden sich häufig bei verschiedenen Nachkommen, jedoch ohne Assoziation zwischen bestimmten Formen und den verschiedenen Zweigen des Indogermanischen, was darauf hindeutet, dass eine Reihe von Aspekten zusammenfielen, bevor sich PIE auftrennte. [30]

Creation of new roots

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Roots were occasionally created anew within PIE or its early descendants. A variety of methods have been observed.

Gelegentlich wurden innerhalb von PIE oder seinen frühen Nachkommen neu Wurzeln geschlagen. Eine Vielzahl von Methoden wurde beobachtet.

Root extensions

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Root extensions are additions of one or two sounds, often plosives, to the end of a root. These extensions do not seem to change the meaning of a root, and often lead to variant root forms across different descendants. The source and function of these extensions is not known.[16]

Root-Erweiterungen sind Ergänzungen von einem oder zwei Klängen, häufig Plosive, zum Ende einer Wurzel. Diese Erweiterungen scheinen die Bedeutung einer Wurzel nicht zu ändern und führen häufig zu varianten Wurzelformen über verschiedene Nachkommen hinweg. Die Quelle und Funktion dieser Erweiterungen ist nicht bekannt. [16]

For *(s)tew- 'to push, hit, thrust', we can reconstruct:[16]

For *(s)tew- 'to push, hit, thrust', we can reconstruct:[16]

Für *(s)tew- 'drücken, schlagen, stoßen' können wir rekonstruieren: [16]

  • *(s)tewk- > Ancient Greek τύκος (túkos) "Hammer"
  • *(s)tewk- > Russian стуκ (stuk) and сту́κать (stúkat´) "klopfen" and "anklopfen"
  • *(s)tewg- > English stoke (germanisch k geht zurück zu PIE *g.)
  • *(s)tewd- > Vedic tudáti "schlägt"

Sonorant metathesis

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When the root contains a sonorant, the zero grade is ambiguous as to whether the sonorant should be placed before the ablaut vowel or after it. Speakers occasionally analysed such roots the "wrong" way, and this has led to some roots being created from existing ones by swapping the position of the sonorant.[31]

Wenn die Wurzel ein Sonorant enthält, ist die Nullnote nicht eindeutig, ob das Sonorant vor oder nach dem Ablautvokal platziert werden soll. Die Sprecher analysierten solche Wurzeln gelegentlich auf die "falsche" Weise, und dies hat dazu geführt, dass einige Wurzeln aus bestehenden Wurzeln entstanden sind, indem die Position des Sonoranten getauscht wurde. [31]

An example of such a pair of roots, both meaning "to increase, to enlarge":

Ein Beispiel für ein solches Wurzelpaar, das beide "vergrößern, vergrößern" bedeutet:

  • *h₂weg- > Gothic wahsjan "to grow", Ancient Greek αὔξω (aúxō) "to increase".
    • *h₂weg- > Gothic wahsjan "wachsen", Altgriechisch αὔξω (aúxō) "wachsen".
  • *h₂ewg- > Gothic aukan "to increase, to grow", Latin augeō "to increase", Lithuanian áugti "to grow".
    • *h₂ewg- > Gothic aukan "zu erhöhen, zu wachsen", Latin augeō "zu erhöhen", litauische áugti "zu wachsen".

Another example concerns the root "sky", which formed a vṛddhi derivative in this way:[31]

Ein weiteres Beispiel betrifft die Wurzel "Himmel", die auf diese Weise ein Vṛddhi-Derivat bildete: [31]

  • *dyew- > Ancient Greek Ζεύς (Zeús), Latin diēs "day", Sanskrit dyú "sky, day".
    • *dyew- > Altgriechisch Ζεύς (Zeús), lateinisch diēs "Tag", Sanskrit dyú "Himmel, Tag".
  • *deyw- > Latin dīvus "divine", Old Prussian deiwis, Sanskrit devá "deity".
    • *deyw- > Latin dīvus "göttlich", altpreußische deiwis, Sanskrit devá "Gottheit".

Back-formations

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Sometimes, commonly used words became the template for a new root that was back-formed from the word, different from the root from which the word was originally formed. For example, the ablauting noun *h₂óy-u ~ *h₂y-éw- "lifetime" was formed as a u-stem derivative of the root *h₂ey-.[32] The oblique stem alternant *h₂yéw- was then reinterpreted as the e-grade of a new root, which formed a new neuter s-stem *h₂yéw-os ~ *h₂yéw-es-, a formation which is only created from roots.[33]

Manchmal wurden häufig verwendete Wörter zur Vorlage für eine neue Wurzel, die aus dem Wort zurückgebildet wurde, anders als die Wurzel, aus der das Wort ursprünglich gebildet wurde. Zum Beispiel wurde das ablautierende Substantiv *h₂óy-u ~ *h₂y-éw- "Lebensdauer" als U-Stamm-Derivat der Wurzel *h₂ey- gebildet. [32] Die schräge Stammalternative *h₂yéw- wurde dann als e-Klasse einer neuen Wurzel interpretiert, die einen neuen neutralen s-Stamm *h₂yéw-os ~ *h₂yéw-es- bildete, eine Formation, die nur aus Wurzeln entsteht. [33 ]]

Siehe auch

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See also

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Notes

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  1. ^ The asterisk * indicates that a form is not directly attested, but has been reconstructed on the basis of other linguistic material.
  2. ^ Fortson (2004:76)
  3. ^ Jump up to: ab Examples of PIE roots are taken from Rix (2001) and Fortson (2004).
  4. ^ Fortson (2004:108)
  5. ^ Fortson (2004:87)
  6. ^ Jump up to: abc Rix (2001:14–21)
  7. ^ Fortson (2004:81–83)
  8. ^ Fortson (2004:83–85)
  9. ^ Fortson (2004:116, 302)
  10. ^ Fortson (2004:103)
  11. ^ Fortson (2004:120–121)
  12. ^ Fortson (2004:97)
  13. ^ Fortson (2004:97–98)
  14. ^ Fortson (2004:73)
  15. ^ Meier-Brügger, Fritz & Mayrhofer (2003, L 211.5)
  16. ^ Jump up to: abcdefgh Fortson (2004:70–73)
  17. ^ Pokorny (1959)
  18. ^ Meier-Brügger, Fritz & Mayrhofer (2003, L 321)
  19. ^ Jump up to: abcde Rix (2001:5)
  20. ^ Rix (2001:512ff)
  21. ^ Jump up to: ab Cooper (2011)
  22. ^ Fortson (2004:59–60)
  23. ^ Rix (2001:98–99)
  24. ^ Jasanoff (2003:112)
  25. ^ Mallory & Adams (1997:133)
  26. ^ Rix (2001:8)
  27. ^ Wodtko, Irslinger & Schneider (2008:XIV–XV)
  28. ^ Ringe (2006)
  29. ^ Fortson (2004:88)
  30. ^ Rix (2001:11)
  31. ^ Jump up to: ab Fortson (2004:116–117)
  32. ^ Wodtko, Irslinger & Schneider (2008:277)
  33. ^ De Vaan (2008)

References

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Literatur

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  • Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage, Hrsg. Elmar Seebold. De Gruyter, Berlin / New York 2002
  • J. P. Mallory, Douglas Q. Adams: Encyclopedia of Indo-European Culture. Fitzroy Dearborn, London/Chicago 1997
  • Julius Pokorny: Indogermanisches etymologisches Wörterbuch. Francke, Bern/München 1959
  • Calvert Watkins: The American Heritage Dictionary of Indo-European Roots, 2. Aufl. Houghton Mifflin, Boston / New York 2000
  • Harald Wiese: Eine Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Sprache. Wie die Indogermanistik unsere Wörter erklärt. Logos Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8325-1601-7. Populäre Darstellung.
  • Dagmar S. Wodtko, Britta Irslinger u. Carolin Schneider (Hrsgg.): Nomina im indogermanischen Lexikon (NIL). Carl Winter, Heidelberg 2008.
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