Werke über Johannes Kepler



Da Kepler sich einige Zeit in Linz aufhielt, wurde 1975 die dortige Universität ihm zu Ehren Johannes-Kepler-Universität genannt. Weiter erhielten die Sternwarten in Weil der Stadt, Graz,[1] Steinberg bei Graz[2] und Linz den Namen Kepler-Sternwarte. Die Astronomische Station Johannes Kepler, die erste Schulsternwarte der DDR im Stadtteil Kanena von Halle (Saale) wurde nach ihm benannt, so wie in Wien die Keplergasse, der Keplerplatz und die danach benannte U-Bahn-Station; in Graz die – 1875 durchgehend eröffnete[3] – Keplerstraße, die östlich anschließende Mur-Brücke und – nach der Straße – das Keplergymnasium im Gebäude aus 1900, weiters in Regensburg die Keplerstraße, in der noch heute sein Wohnhaus steht. In zahllosen weiteren Städten tragen Schulen und Straßen seinen Namen. Ab 2016 treten die drei öffentlichen Krankenhäuser in Linz als Teile des Kepler Universitätsklinikums auf.
In Keplers Heimatort Weil der Stadt wurde ihm zu Ehren 1870 ein Denkmal errichtet, auf dem verschiedene Szenen aus seinem Leben dargestellt sind. In Regensburg befindet sich das Kepler-Monument.
An seinem Wirkungsort Prag ist ein Gymnasium nach Kepler benannt. Außerdem steht dort ein gemeinsames Denkmal Keplers mit Tycho Brahe.
Im Grazer Stadtpark wurde 1963 ein Denkmal gesetzt, das neben seiner Büste die drei Planetengesetze zeigt, die durch eine Ellipse mit zwölf Sektoren gleicher Fläche – d. h. etwa einer pro Monat – veranschaulicht werden. 1994, also 400 Jahre nachdem Kepler nach Graz kam, wurde eine größere Ausstellung am Keplergymnasium gestaltet. Auf Dauer blieb davon der Museumsraum zu Johannes Kepler,[4] der weniger bekannte Seiten von ihm zeigt: Harmonie, Geometrie, Astrologie, Mystik. Dieser Erlebnisraum im Keller besitzt etwa einen begehbaren, innenverspiegelten Ikosaeder, wendet sich besonders an Jugendliche und kontrastiert die rein naturwissenschaftlich orientierte Sternwarte am Dach des Hauses.
Darüber hinaus wurden nach Kepler benannt: ein Gebirge im Fiordland-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands und ein Great Walk darin sowie ein Ultramarathon auf diesem Track, ein großer Mondkrater mit hellem Strahlensystem, der Marskrater Kepler, der Asteroid (1134) Kepler, das NASA-Weltraumteleskop Kepler, die damit entdeckten 2662 Exoplaneten und deren Sterne,[5] das zweite Automated Transfer Vehicle der ESA sowie das 1974 gebaute Fahrgastschiff Johannes Kepler und ein Flächenpeilschiff, das 1980 gebaut wurde.
Nach Kepler benannt ist auch die Pflanzengattung Keppleria Mart. ex Endl. aus der Familie der Palmen (Arecaceae).[6]
Paul Hindemith setzte ihm mit seiner 1957 vollendeten Oper Die Harmonie der Welt ein musikalisches Denkmal. Die Oper Kepler von Philip Glass, ein Auftragswerk für Linz, die Kulturhauptstadt Europas 2009, wurde am 20. September 2009 in Linz uraufgeführt. Eine Büste Keplers wurde 1842 in die bairische Gedenkstätte Walhalla aufgenommen. Am 21. Oktober 2009 gab die Tschechische Nationalbank eine 200-Kronen-Gedenkmünze zu seinen Ehren heraus. Eine Grafikprozessor-Mikroarchitektur der Firma Nvidia[7] und die Version 4.3 der Entwicklungsumgebung Eclipse[8] tragen seinen Namen.
Die Evangelische Kirche in Deutschland erinnert mit einem Gedenktag im Evangelischen Namenkalender am 15. November an Kepler.[9]
Ein Wagen der Straßenbahn Ulm trägt seinen Namen.[10]
„Es ist gesagt worden, Kepler sei es ähnlich ergangen wie anderthalb Jahrhunderte vorher Kolumbus. Er sei ausgefahren, Indien zu finden, und habe dabei Amerika entdeckt. Wer weiß, ob Kepler, der so nahe daran war, die dann von Newton entdeckten Gesetze der Schwerkraft zu finden, nicht auch diesen letzten Schritt hätte tun können, wenn er nicht durch die Furcht vor einem Sakrileg daran gehindert worden wäre. Denn er wagte es nicht, trotz mancher Andeutung in seinen Schriften, die weltbewegende Kraft des Kosmos aus den Händen Gottes zu nehmen und einer Naturkraft, nämlich der Gravitation zuzuschreiben.“
Es gibt verschiedene Bilder oder Gemälde, die Johannes Kepler zeigen, aber wenige davon können wirklich als ein originales Porträt bezeichnet werden. Die weiteren sind Kopien davon, oder manchmal nur Darstellungen des Astronomen, wie sich der Künstler ihn sich vorgestellt hat. Folgende Bilder sind wahrscheinlich nach dem lebenden Modell erstellt worden:
- ein Miniaturgemälde (Öl auf Kupfer), das aus der Zeit aus Keplers erster Ehe stammt und in der Sternwarte Pulkovo aufbewahrt wird.[12][13]
- das sogenannte Straßburger Porträt: Kepler hatte das Ölgemälde am 25. September 1620 durch seinen Mitarbeiter Janus Gringalletus (1582/83–1622) an seinen Freund Matthias Bernegger in Straßburg geschickt. Gringalletus traf am 8. Oktober 1620 in Straßburg ein und übergab das Bild an Bernegger. 1627 verschenkte Bernegger das Gemälde an die Bibliothek der wenige Jahre zuvor aus der Akademie hervorgegangenen Universität Straßburg.[12][14] Es befindet sich heute im Straßburger Thomasstift. Dieses Straßburger Porträt wurde mehrmals nachgemalt, sei es für Kupferstiche oder spätere Ölgemälde.
- ein Ausschnitt des Frontispiz der Rudolphinischen Tafeln, der den Autor zeigt. Das Frontispiz ist ein Kupferstich von Georg Cöler nach einem Entwurf von Kepler selbst.
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Miniaturgemälde: Johannes Kepler und Barbara Müller
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Das „Straßburger Porträt“.
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J. Kepler, im Frontispiz der Rudolphinischen Tafeln
Die meisten der überlieferten Bildnisse Keplers sind vom Straßburger Porträt abgeleitet:
- zum Beispiel Jacob van der Heydens Kupferstich. Dieser wurde von Bernegger zur weiteren Verbreitung bestellt. Laut Keplers Zeitgenossen Wilhelm Schickard und Thomas Lansius gibt dieses Bild Kepler leider nur ungenügend wider.[12][13] Weitere Bilder haben diesen Kupferstich zur Vorlage.
- eine Kopie, 1881 von Hugard de Latour realisiert, befindet sich in der Bibliothek des Pariser Observatoriums.[15]
- eine andere wurde 1910 von August Köhler hergestellt.[12][16] Sie befindet sich im Kepler-Museum von Weil der Stadt. Man erkennt dieses weitverbreitete Bild an ihren zusätzlichen Attributen Globus und Zirkel.
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Van der Heydens Kupferstich, mit der Epigramma von Thomas Lansius.
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Die Pariser Kopie des Straßburgers Porträt.
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August Köhlers Kopie mit Globus und Zirkel.
Zwei aus dem 17. Jahrhundert stammende Gemälde sind als wahrscheinliche Keplersporträts genannt:
- das erste ist von Hans von Aachen und stammt laut Shore und Pavlik aus dem Jahr 1612.[17]
- das zweite, „Linzer Miniatur“ genannt und mehrmals restauriert,[18] befindet sich im Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz. Der Dargestellte ähnelt dem Kepler des Frontispizes der Rudolfinischen Tafeln.
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Vermutlicher Kepler von Hans van Aachen (ca. 1612).
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Linzer Miniatur.
Während des 19. Jahrhunderts sind mehrere Bilder erschienen, mehr oder wenig der historischen gleichend:
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Stich von Frederick Mackenzie (1787–1854).
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Stahlstich von Karl Barth (1787–1853).

Im Jahr 1864 kaufte Augustin Reslhuber, der Abt des Stifts Kremsmünster, für 200 Gulden ein Ölgemälde mit den Abmessungen 37 × 50 cm. Verkäufer war ein Notar Gruner in Weil der Stadt, der es wiederum von einer württembergischen Familie, die angeblich von Keplers Verwandten abstammte, erworben hatte. Eine Inschrift auf der Vorderseite erwähnt das Jahr 1610 und eine offensichtlich später hinzugefügte Beschriftung auf der Rückseite zeigt Zeit und Ort von Keplers Geburt und Tod. Die Akademie der Wissenschaften zu Wien stellte 1926 eine Anfrage an das Stift, das Bildnis zu begutachten, um es im Falle seiner Echtheit in den Schriften der Akademie zu reproduzieren. Die Anfrage wurde positiv beschieden und am 11. Dezember 1926 trafen die beiden Akademiemitglieder Wilhelm Wirtinger und Serafin Maurer in Kremsmünster ein, um das Gemälde in Augenschein zu nehmen. Am 14. Dezember 1926 legte Maurer der Akademie einen Bericht darüber vor. Der Bericht kam aufgrund einer Analyse der Pinselführung, der verwendeten Eichenholztafel und der fehlenden glasurartigen Erscheinung der Farbe zu dem Schluss, dass es sich bei dem Bild um eine Kopie handelte, die etwa um das Jahr 1800 angefertigt worden war. Die Bildvorlage zu dieser vermeintlichen Kopie blieb unklar. Die Wiener Akademie nahm daher Abstand von der Verwendung dieses Bildes.
Auch andere Argumente wurden dagegen angeführt, dass Kepler hier porträtiert ist. Im Jahr 1610 war Kepler 39 Jahre alt, während die porträtierte Person deutlich älter scheint. Die Ähnlichkeit mit dem Straßburger Porträt und der Linzer Miniatur ist nicht sehr groß. Die ausgesprochene Professorentracht mit spanischer Halskrause entsprach wohl nicht Keplers üblichem Kleidungsstil, der eher eine höfische Tracht bevorzugte. Ebenso ist der Vollbart auffällig, während Kepler in jüngeren Jahren keinen Bart und später Kinnbart und Schnurrbart trug. Insgesamt ist das Kremsmünster-Porträt daher wohl nicht als Porträt Keplers zu betrachten. Möglicherweise stellt es Michael Mästlin dar, Keplers Lehrer in Tübingen.[12]
Nichtsdestoweniger gelangte das Kremsmünster-Porträt insbesondere nach der Jahrtausendwende als vermeintliches Kepler-Porträtbild zu weiter Verbreitung. Wesentlich dazu beigetragen hat wohl der Umstand, dass das Bild 2006 auf Wikipedia hochgeladen und unter dem Namen Keplers verbreitet wurde. Darauf wiesen Steven N. Shore und Vaclav Pavlik in einer 2021 in der Zeitschrift Physics Today erschienenen Kurzmitteilung hin.[17]
Es gibt verschiedene Bilder oder Gemälde, die Johannes Kepler zeigen, aber wenige davon können wirklich als ein originales Porträt bezeichnet werden. Die weiteren sind Kopien davon, oder manchmal nur Darstellungen des Astronomen, wie sich der Künstler ihn sich vorgestellt hat. Folgende Bilder sind wahrscheinlich nach dem lebenden Modell erstellt worden:
- ein Miniaturgemälde (Öl auf Kupfer), das aus der Zeit aus Keplers erster Ehe stammt und in der Sternwarte Pulkovo aufbewahrt wird.[12][13]
- das sogenannte Straßburger Porträt: Kepler hatte das Ölgemälde am 25. September 1620 durch seinen Mitarbeiter Janus Gringalletus (1582/83–1622) an seinen Freund Matthias Bernegger in Straßburg geschickt. Gringalletus traf am 8. Oktober 1620 in Straßburg ein und übergab das Bild an Bernegger. 1627 verschenkte Bernegger das Gemälde an die Bibliothek der wenige Jahre zuvor aus der Akademie hervorgegangenen Universität Straßburg.[12][19] Es befindet sich heute im Straßburger Thomasstift. Dieses Straßburger Porträt wurde mehrmals nachgemalt, sei es für Kupferstiche oder spätere Ölgemälde.
- ein Ausschnitt des Frontispiz der Rudolphinischen Tafeln, der den Autor zeigt. Das Frontispiz ist ein Kupferstich von Georg Cöler nach einem Entwurf von Kepler selbst.
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Miniaturgemälde: Johannes Kepler und Barbara Müller
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Das „Straßburger Porträt“.
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J. Kepler, im Frontispiz der Rudolphinischen Tafeln
Die meisten der überlieferten Bildnisse Keplers sind vom Straßburger Porträt abgeleitet:
- zum Beispiel Jacob van der Heydens Kupferstich. Dieser wurde von Bernegger zur weiteren Verbreitung bestellt. Laut Keplers Zeitgenossen Wilhelm Schickard und Thomas Lansius gibt dieses Bild Kepler leider nur ungenügend wider.[12][13] Weitere Bilder haben diesen Kupferstich zur Vorlage.
- eine Kopie, 1881 von Hugard de Latour realisiert, befindet sich in der Bibliothek des Pariser Observatoriums.[20]
- eine andere wurde 1910 von August Köhler hergestellt.[12][21] Sie befindet sich im Kepler-Museum von Weil der Stadt. Man erkennt dieses weitverbreitete Bild an ihren zusätzlichen Attributen Globus und Zirkel.
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Van der Heydens Kupferstich, mit der Epigramma von Thomas Lansius.
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Die Pariser Kopie des Straßburgers Porträt.
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August Köhlers Kopie mit Globus und Zirkel.
Zwei aus dem 17. Jahrhundert stammende Gemälde sind als wahrscheinliche Keplersporträts genannt:
- das erste ist von Hans von Aachen und stammt laut Shore und Pavlik aus dem Jahr 1612.[17]
- das zweite, „Linzer Miniatur“ genannt und mehrmals restauriert,[22] befindet sich im Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz. Der Dargestellte ähnelt dem Kepler des Frontispizes der Rudolfinischen Tafeln.
-
Vermutlicher Kepler von Hans van Aachen (ca. 1612).
-
Linzer Miniatur.
Während des 19. Jahrhunderts sind mehrere Bilder erschienen, mehr oder wenig der historischen gleichend:
-
Stich von Frederick Mackenzie (1787–1854).
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Stahlstich von Karl Barth (1787–1853).

Im Jahr 1864 kaufte Augustin Reslhuber, der Abt des Stifts Kremsmünster, für 200 Gulden ein Ölgemälde mit den Abmessungen 37 × 50 cm. Verkäufer war ein Notar Gruner in Weil der Stadt, der es wiederum von einer württembergischen Familie, die angeblich von Keplers Verwandten abstammte, erworben hatte. Eine Inschrift auf der Vorderseite erwähnt das Jahr 1610 und eine offensichtlich später hinzugefügte Beschriftung auf der Rückseite zeigt Zeit und Ort von Keplers Geburt und Tod. Die Akademie der Wissenschaften zu Wien stellte 1926 eine Anfrage an das Stift, das Bildnis zu begutachten, um es im Falle seiner Echtheit in den Schriften der Akademie zu reproduzieren. Die Anfrage wurde positiv beschieden und am 11. Dezember 1926 trafen die beiden Akademiemitglieder Wilhelm Wirtinger und Serafin Maurer in Kremsmünster ein, um das Gemälde in Augenschein zu nehmen. Am 14. Dezember 1926 legte Maurer der Akademie einen Bericht darüber vor. Der Bericht kam aufgrund einer Analyse der Pinselführung, der verwendeten Eichenholztafel und der fehlenden glasurartigen Erscheinung der Farbe zu dem Schluss, dass es sich bei dem Bild um eine Kopie handelte, die etwa um das Jahr 1800 angefertigt worden war. Die Bildvorlage zu dieser vermeintlichen Kopie blieb unklar. Die Wiener Akademie nahm daher Abstand von der Verwendung dieses Bildes.
Auch andere Argumente wurden dagegen angeführt, dass Kepler hier porträtiert ist. Im Jahr 1610 war Kepler 39 Jahre alt, während die porträtierte Person deutlich älter scheint. Die Ähnlichkeit mit dem Straßburger Porträt und der Linzer Miniatur ist nicht sehr groß. Die ausgesprochene Professorentracht mit spanischer Halskrause entsprach wohl nicht Keplers üblichem Kleidungsstil, der eher eine höfische Tracht bevorzugte. Ebenso ist der Vollbart auffällig, während Kepler in jüngeren Jahren keinen Bart und später Kinnbart und Schnurrbart trug. Insgesamt ist das Kremsmünster-Porträt daher wohl nicht als Porträt Keplers zu betrachten. Möglicherweise stellt es Michael Mästlin dar, Keplers Lehrer in Tübingen.[12]
Nichtsdestoweniger gelangte das Kremsmünster-Porträt insbesondere nach der Jahrtausendwende als vermeintliches Kepler-Porträtbild zu weiter Verbreitung. Wesentlich dazu beigetragen hat wohl der Umstand, dass das Bild 2006 auf Wikipedia hochgeladen und unter dem Namen Keplers verbreitet wurde. Darauf wiesen Steven N. Shore und Vaclav Pavlik in einer 2021 in der Zeitschrift Physics Today erschienenen Kurzmitteilung hin.[17]
- Bibliographia Kepleriana. Ein Führer durch das gedruckte Schrifttum von (und über) Johannes Kepler. Im Auftr. der Bayer. Akad. d. Wiss. hrsg. von Max Caspar, München 1936. 2. Auflage, bes. v. Martha List, München 1968, ISBN 3-406-01685-5 und ISBN 3-406-01684-7.
- Ergänzungsband. z. 2. Auflage der Bibliographia Kepleriana, bes. von Jürgen Hamel, München 1998, ISBN 3-406-01687-1 und ISBN 3-406-01689-8.
- Doris Becher-Hedenus: „Wir durchlaufen alle eine exzentrische Bahn.“ Die deutsche Kepler-Rezeption im 18. Jahrhundert und das Regensburger Denkmal von 1808. Regensburg 2010.
- Volker Bialas: Johannes Kepler. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51085-X.
- Max Caspar: Johannes Kepler. Hrsg. von der Kepler-Gesellschaft, Weil der Stadt. 4. Auflage, erg. um ein vollst. Quellenverz. GNT-Verlag, Stuttgart 1995 (Nachdruck der 3. Auflage von 1958), ISBN 978-3-928186-28-5.
- Franz Daxecker: "Magnitudine, claritate & amplitudine incredibili". Der Bau des Keplerschen Fernrohres durch Christoph Scheiner. In: Acta Historica Astronomiae, Vol. 66, Beiträge zur Astronomiegeschichte, Bd. 14, S. 65–72, 2019.
- Jörg Ehtreiber, Adolf Hohenester, Gerhard Rath: Der kosmische Träumer. Leykam Verlag, Graz 1994 (online).
- Günter Doebel: Johannes Kepler – Er veränderte das Weltbild. Styria, Graz/Wien/Köln 1996, ISBN 3-222-11457-9.
- Wilhelm Foerster: Johann Keppler und die Harmonie der Sphären. Vortrag gehalten im wissenschaftlichen Verein zu Berlin am 8. Februar 1862, Ferdinand Dümler's Verlagsbuchhandlung, Harrwitz und Gossmann, Berlin, 1862[23]
- Wilhelm Foerster: Johann Kepler. Eine Festrede auf Anlaß der dreihundertjährigen Feier von Kepler’s Geburtstage am 16. Januar 1872 in der Aula der Universität zu Berlin. Lüderitz’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin, 1872[24]
- Walther Gerlach, Martha List: Johannes Kepler. 2. Auflage. Piper, München 1980, ISBN 3-492-00501-2.
- Johannes Hemleben: Johannes Kepler. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1995, ISBN 978-3-499-50183-8.
- Marie-Luise Heuser: Keplers Theorie der Selbststrukturierung von Schneeflocken vor dem Hintergrund neuplatonischer Philosophie der Mathematik. In: Selbstorganisation. Bd. 3, hrsg. v. Uwe Niedersen. Duncker & Humblot, Berlin 1992, ISBN 3-428-07515-3, S. 237–258.
- Marie-Luise Heuser: Transterrestrik in der Renaissance. Nikolaus von Kues, Giordano Bruno und Johannes Kepler. In: M. Schetsche, M. Engelbrecht (Hrsg.): Menschen und Außerirdische. Kulturwissenschaftliche Blicke auf eine abenteuerliche Beziehung. transcript, Bielefeld 2008, S. 55–79.
- Johannes Hoppe: Johannes Kepler (= Biographien hervorragender Naturwissenschaftler, Techniker und Mediziner, Band 17). 5. Auflage, Teubner, Leipzig 1987.
Abschrift verfügbar bei Mathematik alpha. Abgerufen am 26. November 2025. - Jürgen Hübner: Johannes Kepler: Astronomie als Theologie der Schöpfung. In: Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2010, Zugriff am 25. März 2021 (PDF).
- Arthur Koestler: Die Nachtwandler. Das Bild des Universums im Wandel der Zeit. Scherz, Bern / Stuttgart / Wien 1959, ISBN 3-518-37079-0 (englisch: The Sleepwalkers. A History of Man’s Changing Vision of the Universe. 1959. Übersetzt von Wilhelm Michael Treichlinger, Neuausgabe 1980 bei Suhrkamp).
- Alexandre Koyré: La révolution astronomique. Copernic, Kepler, Borelli. Hermann, Paris 1961 (Histoire de la pensée; 3).
- Fritz Krafft: orbis (sphaera), circulus, via, iter, orbita – zur terminologischen Kennzeichnung des wesentlichsten Paradigmawechsels in der Astronomie durch Johannes Kepler. In: Beiträge zur Astronomiegeschichte. Band 11 (= Acta Historica Astronomiae. Vol. 43). S. 25–99, bibcode:2011AcHA...43...25K.
- Mechthild Lemcke: Johannes Kepler. 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-499-50529-0.
- Martha List: Kep(p)ler, Johannes. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 494–508 (Digitalisat).
- Anna Maria Lombardi: Johannes Kepler – Einsichten in die himmlische Harmonie. Spektrum d. Wissenschaft, Weinheim 2000.
- Thomas de Padova: Das Weltgeheimnis. Kepler, Galileo und die Vermessung des Himmels. Piper Verlag, München 2009, ISBN 3-492-05172-3, 352 Seiten.
- Thomas Posch: Johannes Kepler. Die Entdeckung der Weltharmonie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2017, ISBN 978-3-8062-3452-7.
- Frank Reiniger: Kepler/Keppler, Johannes. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 1366–1379.
- Nikolaus Richter: Kepler und die Kometen. In: Wissenschaft und Fortschritt. Jahrgang 21, Dezember 1971, S. 536–539.
- Adolf Adam: Vom himmlischen Uhrwerk zur statischen Fabrik (verstreut zu Tycho Brahe, Rudolfinische Tafeln, Galilei, Fernrohr, Zahnradpumpe und Eichungen), T. Verlag Herbert O. Munk, Wien 1973.
- Laetitia Rimpau: Visionen neuer Wissenschaft. Zur dialogischen Dichtung von Dante Alighieri und Johannes Kepler. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8253-4685-0.
- Ulinka Rublack: Der Astronom und die Hexe. Johannes Kepler und seine Zeit. Klett-Cotta, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-608-98126-1.
- Wolfgang Schütz: Kepler und die Nachwelt. Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Weil der Stadt. Hrsg. vom Heimatverein Weil der Stadt. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. 2017, ISBN 978-3-00-056424-6.
- Gérard Simon: Kepler astronome astrologue. Gallimard, Paris 1979 (Bibliothèque des sciences humaines), ISBN 2-07-029971-6.
- Berthold Sutter: Der Hexenprozess gegen Katharina Kepler. Hrsg. von der Kepler-Gesellschaft, Weil der Stadt 1979 (2. Aufl. 1984).
- Berthold Sutter: Johannes Kepler und Graz. Im Spannungsfeld zwischen geistigem Fortschritt und Politik. Leykam Verlag, Graz 1975, ISBN 3-7011-7049-5.
- Wieslaw Urban: Die Kepler Rezeption in der deutschen Literatur. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 153, Regensburg 2013, ISSN 0342-2518, S. 171–205.
- Carl Friedrich von Weizsäcker: Kopernikus, Kepler, Galilei. In: Carl Friedrich von Weizsäcker: Die Tragweite der Wissenschaft. Erster Band: Schöpfung und Weltentstehung. Die Geschichte zweier Begriffe. Hirzel, Stuttgart 1964, S. 96–117.
- Gudrun Wolfschmidt (Hrsg.): Auf den Spuren Johannes Keplers. Zu seinem 450. Geburtstag (= Nuncius Hamburgensis, Bd. 54). tredition, Hamburg 2021, ISBN 978-3-347-28159-2.
- Arnulf Zitelmann: Keplers Welten. Johannes Kepler – Ein Lebensbild. OLZOG Edition, Lau Verlag & Handel KG, Reinbek bei Hamburg 2016, ISBN 978-3-95768-171-3.
Belletristik:
- Thomas Hoeth: Dem Himmel verfallen. Silberburg-Verlag, Tübingen 2012.
- Bertold Keppelmüller: Das Gesetz der Sterne. Der Lebensroman Johannes Kepplers. Paul Zsolnay Verlag A. G., Wien (1942), 296 S.
- Olaf Saile: Kepler. Roman einer Zeitenwende. Fleischhauer & Spohn, Stuttgart 1938.
- Rosemarie Schuder: Der Sohn der Hexe – In der Mühle des Teufels. Rütten & Loening, Berlin 1968.
- Wilhelm und Helga Strube: Kepler und der General. Neues Leben, Berlin 1985.
- Johannes Tralow: Kepler und der Kaiser. Verlag der Nation, Berlin 1961.
- Christine Gottfriedsen: Johannes Kepler und die evangelische Kirche in Regensburg. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 162, Regensburg 2022, S. 139–153, ISSN 0342-2518. (online verfügbar)
- Rivka Galchen: Jeder weiß, dass deine Mutter eine Hexe ist. Rotwohlt, Hamburg 2024.
- 1974 kam in der DDR der biographische Spielfilm Johannes Kepler (Regie Frank Vogel) in die Kinos. Der Film stellt die Linzer Zeit von Kepler in den Vordergrund und konzentriert sich auf die Rettung der Mutter, die in einem Hexenprozess verurteilt werden sollte.[25]
- 2015 sendete arte den Film L’Oeil de l’astronome in der deutschen Version Johannes Kepler oder Der Blick zu den Sternen.[26]
- 2020 sendete arte das Dokudrama Johannes Kepler, der Himmelsstürmer von Susanne Utzt (Buch) und Christian Twente (Regie)[27]
- ↑ Startseite. Abgerufen am 29. Mai 2022 (britisches Englisch).
- ↑ Johannes Kepler Volkssternwarte (Steinberg bei) Graz. Eröffnet 1983 vom Steirischen Astronomenverein.
- ↑ 1.2 Geschichte des BRG Kepler im Überblick. In: anderslernen.net. Einträge bis 2004/2005, abgerufen am 27. September 2016.
- ↑ Museumsraum zu Johannes Kepler. Keplergymnasium Graz, abgerufen am 21. November 2013.
- ↑ Dennis Overbye: Kepler, the Little NASA Spacecraft That Could, No Longer Can. In: Nytimes.com. New York Times, 30. Oktober 2018, abgerufen am 31. Oktober 2018 (englisch).
- ↑ Referenzfehler: Ungültiges
<ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen Burkhardt2018. - ↑ Sean Hollister: NVIDIA reveals Fermi’s successor: Kepler at 28nm in 2011, Maxwell in 2013. In: Engadget.com. 21. September 2010, abgerufen am 14. November 2010.
- ↑ Alexander Neumann: 71 Projekte bei Eclipse Kepler. In: Heise.de. 26. Juni 2013, abgerufen am 27. Mai 2019.
- ↑ Frieder Schulz: Das Gedächtnis der Zeugen – Vorgeschichte, Gestaltung und Bedeutung des Evangelischen Namenkalenders. In: Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie, Band 19. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1975, S. 69–104, Namenliste S. 93–104 (Digitalisat).
- ↑ Straßenbahn Ulm: Combino Tw 46 Johannes Kepler.
- ↑ Irene Meichsner: Vor 450 Jahren geboren. Johannes Kepler – Naturwissenschaftler, Theologe, Science-Fiction-Autor. In: Kalenderblatt (Rundfunksendung auf DLF). 27. Dezember 2021, abgerufen am 27. Dezember 2021.
- ↑ a b c d e f g h i j Ernst Zinner: Die Kepler-Bildnisse. In: Karl Stöckl (Hrsg.): JOHANNES KEPLER – der kaiserliche Mathematiker, gestorben in Regensburg am 15. November 1630 – Zur Erinnerung an seinen Todestag vor 300 Jahren. Druck der Graphischen Kunstanstalt Heinrich Schiele, Regensburg 1930, S. 337–345 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ a b c d Franz Krojer: Ernst Zinners „Die Kepler-Bildnisse“ (1930), kurze Zusammenfassung. Leuchttürme der Vergangenheit, München 2021, aryabhata.de.
- ↑ KGW, Band 18, Frontispiz, Seiten 43:7–8, 46:41–44, 281:47–48. online.
- ↑ Online-Notiz des Pariser Gemäldes.
- ↑ Fabienne Huguenin: Porträtgemälde zwischen Wissenschaft und Technik. Deutsches Museum Verlag, München 2018, S. 166.
- ↑ a b c d Steven N. Shore, Vaclav Pavlik: How a fake Kepler portrait became iconic. In: Physics Today. 1. September 2021, S. 10–11, doi:10.1063/PT.3.4825 (englisch).
- ↑ Gisela de Somzée, Benno Ulm: Das Ölbild Johannes Keplers im Oberösterreichischen Landesmuseum. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 118a, Linz 1973, S. 161–166 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ KGW, Band 18, Frontispiz, Seiten 43:7–8, 46:41–44, 281:47–48. online.
- ↑ Online-Notiz des Pariser Gemäldes.
- ↑ Fabienne Huguenin: Porträtgemälde zwischen Wissenschaft und Technik. Deutsches Museum Verlag, München 2018, S. 166.
- ↑ Gisela de Somzée, Benno Ulm: Das Ölbild Johannes Keplers im Oberösterreichischen Landesmuseum. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 118a, Linz 1973, S. 161–166 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Johann Keppler und die Harmonie der Sphären, Deutsches Museum Digital
- ↑ Johann Kepler, Deutsches Museum Digital
- ↑ Johannes Kepler. DDR 1973/1974, Spielfilm. Beschreibung bei Filmportal.de. Abgerufen am 30. April 2011.
- ↑ Johannes Kepler oder Der Blick zu den Sternen. (Memento vom 11. August 2015 im Internet Archive). Bei: arte.tv. (Das Video ist nicht mehr verfügbar).
Siehe auch: L’Œil de l’astronome. Bei: fr.wikipedia.org. - ↑ Johannes Kepler, der Himmelsstürmer. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 11. August 2020; abgerufen am 11. August 2020.