Heraklit Fragment/DK 22 B 88
DK 22 B 88. Pseudo-Plutarch, cons. ad Apoll. 106 E : Dasselbe ist: lebendig und gestorben
tauto t' eni zôn kai tethnêkos kai engêgoros kai katheudon kai neon kai gêraion;
- Dasselbe ist: lebendig und gestorben und wach und schlafend und jung und alt.
tade gar metapesonta ekeina esti kakeina palin metapesonta tauta.
- Denn dieses ist umschlagend in jenes und jenes umschlagend in dieses.
Und es ist immer ein und dasselbe was in uns wohnt: Lebendes und Totes und das Wache und das Schlafende und Jung und Alt. Wenn es umschlägt, ist dieses jenes und jenes wiederum, wenn es umschlägt, dieses.
Es ist immer dasselbe, Lebendes wie Totes, Waches wie Schlafendes, Junges wie Altes. Das eine schlägt um in das andere, das andere wiederum schlägt in das eine um. Übersetzung nach Hans-Georg Gadamer: ''Philosophisches Lesebuch'', Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 29
(ταὐτὸ ζῶν καὶ τεθνηκὸς καὶ ἐγρηγορὸς καὶ καθεῦδον καὶ νέον καὶ γηραιόν· τάδε γὰρ μεταπεσόντα ἐκεῖνά ἐστι κἀκεῖνα πάλιν μεταπεσόντα ταῦτα).
Dasselbe ist: lebendig und gestorben und wach und schlafend und jung und alt.
Denn dieses ist umschlagend in jenes und jenes umschlagend in dieses