Sozialität
sozial-ität lat.-frz.-deu. wrtl. 'Sozialheit, Sozialseins', a.s. 'Folgschaft'; glhrt. 'Gemeinschaft, Geselligkeit, Verbundenheit(Verbündete)'
v. frz. socialité und oder von lat. sociālitās „Gemeinschaft, Geselligkeit“, von sociālis „sozial“, von socius „Begleiter, Verbündeter“ + -ālis.
Sozialität (zählbare und unzählbare, pluralistische Sozialitäten)
- Der Charakter des Sozialseins; Geselligkeit
- Die Eigenschaft eines Lebewesen, sozial zu sein.
- (im Plural) Gesellschaftliche Veranstaltungen oder Unterhaltungen; Höflichkeiten.
Sozialität bezeichnet in der soziologischen Anthropologie die Angewiesenheit auf und die Abhängigkeit des Menschen von sozialer Steuerung, Unterstützung und Anerkennung. Dieses Konzept steht in enger Beziehung zum ebenfalls in diesem Fachbereich verwendeten Begriff der Soziabilität.
Sozialität wird vor allem in der Sozialisation etabliert. Diese sorgt dafür, dass der Mensch eine soziale Orientierung für sein Verhalten und Handeln erlernt.
Darüber hinaus bezeichnet Sozialität, verstanden als Gesellschaftlichkeit, in einem erweiterten fachsprachlichen Gebrauch den eigentlichen Gegenstandsbereich soziologischer Forschung.
- Rebekka A. Klein: Sozialität als Conditio humana. Eine interdisziplinäre Untersuchung zur Sozialanthropologiein der experimentellen Ökonomik, Sozialphilosophie und Theologie. Edition Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-7675-7137-2.