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naiver empiristischer Standpunkt

aus AufEinWort, der freien Forschung

naiv-er empiristisch-er Standpunkt

Ein naiv-empiristischer Standpunkt bedeutet, dass man glaubt, Wissen entstehe direkt und ohne Voraussetzung durch reine Sinneswahrnehmung, dass die Welt genau so ist, wie wir sie sehen, und dass Beobachtungen völlig neutral sind.

Das Wort „naiv“ meint hier nicht dumm, sondern unkritisch oder unreflektiert, weil dieser Blickwinkel die Bedingungen unseres Denkens nicht hinterfragt.

Die Hauptmerkmale

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  • Unmittelbare Wahrnehmung: Die Sinne (Sehen, Fühlen, Hören) bilden die reale Welt direkt im Kopf ab, ohne Filter oder Täuschung.
  • Keine Theorie vor der Erfahrung: Man tut so, als könne man die Natur ganz ohne Vorkenntnisse, Ideen oder Hypothesen „einfach so“ beobachten und die absolute Wahrheit ablesen.
  • Objektivität ohne Zweifel: Die gesammelten Daten gelten als unumstößlich und völlig unabhängig vom Beobachter.

Warum dieser Standpunkt kritisiert wird

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  • Theoriebeladenheit: Jede Beobachtung wird durch unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Vorannahmen beeinflusst. Wir sehen oft nur das, was wir zu suchen wissen.
  • Fehleranfälligkeit der Sinne: Unsere Augen täuschen uns (zum Beispiel bei optischen Täuschungen oder Illusionen), weshalb die reine Sinneserfahrung allein kein sicheres Fundament ist.

Widerlegung

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Der Kritische Rationalismus (zum Beispiel Karl Popper) habe diese naive Sichtweise widerlegt.