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Anmerkung:Verborgene Zahl – Verborgener Gott/7

aus AufEinWort, der freien Forschung

In seiner gegen die cusanische Gotteslehre aus den Büchern Über die belehrte Unwissenheit (1440) gerichteten Streitschrift De ignota litteratura von 1442/43 formulierte der Heidelberger Theologieprofessor und Albertinist Johannes Wenck (1396–1459) den für Nikolaus, da von so prominenter Seite vorgebracht, nicht ganz ungefährlichen Vorwurf des Pantheismus, der sich wesentlich auf Nikolaus’ Nähe zu einigen häresieverdächtigen Grundsätzen der mystischen Theologie im Geiste Meister Eckhardts gründete. Nikolaus reagierte spät, aber er reagierte: 1449 vollendete er seine (vergleichsweise kurze) Invektive Apologia doctae ignorantiae (ediert in: h 2, Raimund Klibansky (Hg.), Leipzig 1932 [im Folgenden zit. als: Apol. doct. ign., h2). Um 1910 hatte Edmond Vansteenberghe De ignota litteratura wiederentdeckt und den Text in seiner Studie Le ‚De ignota Litteratura‘ de Jean Wenck de Herrenberg contre Nicolas de Cuse. Texte inédit et étude (= Beitr. z. Gesch d. Philos. und Theol. d. Mittelalters, Bd. 8 Heft 6), Münster (Westfalen) 1910 ediert. Ausführlich zum Grundlagenstreit zwischen Wenck und Cusanus: Edmond Vansteenberghe: Autour de la docte ignorance. Une controverse sur la théologie mystique au XVe siècle, Münster (Westf.) 1915 (=Beitr. z. Gesch d. Philos. und Theol. d. Mittelalters, Bd. 14, Heft 2‒4); Rudolf Haubst: Studien zu Nikolaus von Kues und Johannes Wenck (aus Handschriften der Vatikanischen Bibliothek) (= Beitr. z. Gesch. d. Philos. und Theol. des Mittelalters, Bd. 38, Heft 1), Münster (Westf.) 1955.