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DG1G/Änderungen der grammatischen Terminologie

aus AufEinWort, der freien Forschung

Aller Änderungen der grammatischen Terminologie, wo es genaue in ganz Europa verständliche Ausdrücke gibt, ließe sich auch einiges gegen ihren ursprünglichen Sinn einwenden, habe ich mich enthalten. Rasks Schriften und die seiner Anhänger werden dadurch fast ungenießbar, daß sie lauter neue und gar mehrmals gewechselte Bezeichnungen aus so wenig verbreiteten Sprachen schöpfen, wie die Dänische und Altnordische sind; noch dazu geht ihnen sämtlich das Erfordernis der Kürze und Leichtigkeit ab: welches Gedächtnis mag sich mit ihnen beschweren und verwirren?[1]

Sobald es hingegen eigenthümlichen Verhältnissen der deutschen Sprache gilt, solchen die ihr besonders geläufig bleiben, scheint ratsam auch einheimische Benennungen zu versuchen, und es darauf ankommen zu lassen, ob sie sich einführen können, ihnen schadet weniger ihre Ungewöhnlichkeit, als der Hang zum Widerspruch, und die untilgbare Sucht Namen zu meistern noch ehe man sich der Sache begeistert hat.

Nur einer Art der Bezeichnungen trachte ich möglichst auszuweichen, der, die bloß zählen will statt zu benennen, nichts ist unsichrer, als wenn einige z. B. vierter Fall für Akkusativ sagen, weil andere die Stellung der Casus verändern und einzelne Sprachen mehr oder weniger Casus darbieten, so daß bei allgemeineren Vergleichungen Misverstand nicht ausbleibt. Rask stellt die schwache Flexion bei dem Nomen und Verba voraus: nach seiner Ansicht, wenn gezählt werden sollte, würde jene die erste, und diese die zweite heißen, während die umgedrehte Ordnung der wie ich glaube gegründeteren Vorstellung entspricht, außerdem nötigt das Zählen zu umschweifen; ich kann kürzer und deutlicher sagen 'ein Verbum konjugiert stark oder schwach', als 'nach der ersten oder nach der zweiten Form.' zählen ist ein Behelf da wo die rechten Namen fehlen, oder man sich ihrer schämt.

  1. ↑ 1) Fhf. soll casus (forholdsform) bedeuten, G. accusativ (gjenstandsform), Ik. neutrum (intetkön), Fl. plural (flertal) u. s. w. Das Wortregister im 12 Band der fornmannasögur hat wieder ganz andere aus der isländ. Spräche aufgebrachte Zeichen: þ = acc. (þolandi); h = neutr. (hvurugskynsord); mt. = Plural (margtala.)