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Fürnamen

aus AufEinWort, der freien Forschung

für– + –Namen

für + Namen

Fürnahmen

FÜRNAMEN, m., begegnet schon im 15. jh. mit dem aus den obliquen casibus im nom. angetretenen n für fürname. s.unter dieser form Eychman.[1]

Fürnahmen

FÜRNAMEN, häufiger fürnamens, fürnames,adv. vorzugsweise, eigentlich, im vollen sinne des wortes, ganz und gar, penitus, omnino. ahd. furnomenes (aus Reichenauer glossen bei Graff 2, 1078), bei Notker durch ausstoszung des enfurnomes, furenomes, mhd. mit senkung des o zu a oder aus misverstand, weil man sich die bildung nicht mehr zu erklären wuste und deshalb an das im klange nahe liegende subst. name dachte, vürnamens, vürnames, vürnams, aber auch unorganisch mit abfalldes s vürnamen, als wenn vür mit dem acc. sg. jenes name gefügt wäre, was doch nicht ist. denn in jenem ahd. fürnomenes, eigentlich in strenger schreibung furinomanes, läszt sich, worauf schon gramm. 3, 90 hingewiesen wird, der gen. sg. neutr., vielleichtauch masc. von furinoman, furenomen, dem part. praet. von furi nëman, unserm nhd. fürnehmen (s. d.), erkennen. s. Wilh. Wackernagel wb. zum altd. leseb. 359b. das wort ist im mhd., wo auch vornamenes, vornamens, vornames, vornams sich findet, mitabschwächung der ersten silbe vernames (vgl. vergut, verlieb, verübel), selbst vernemes, sehr geläufig und dürfte sich auch nochhier und da ins nhd. verloren haben. einen beleg aber vermag ich weder aus Diefenbachs glossarium noch aus irgend einer schriftbeizubringen, die der zweiten hälfte des 15. oder dem 16. jh. angehört.[2]

FÜRNAMLICH, adj., was das adj. fürnehmlich (s. d.). furnamligeste, principalis, praeeminentior. vocab.inc. teuton. f 4a. soll es wol eine ohne umlaut des a gebliebene form für fürnehmlich sein. welches mhd. vürnæmelich gelautet habenmusz?[3]

vornehmlich

FÜRNÄMLICH, adv., s. das adv. fürnehmlich. unnd zum beschlusz, das (dasz) man fürnämlich gott die ehr geb und sprech:wer ist der, so auch dem meer und wind gebeut? Nasus kriegs- u. siegspredig E 5a; fürnämlich die catholischen sein geplagtworden. L iiijb; (wann man nur) in allen sachen, furnämblich nach der göttlichen hülff, an betrug trachtete und nicht also mit purweltlichen practicken umbgieng. C 5b.[4]

  1. ↑ „FÜRNAMEN, m.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=F12596>, abgerufen am 12.01.2024.
  2. ↑ „FÜRNAMEN, adv.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=F12597>, abgerufen am 12.01.2024.
  3. ↑ „FÜRNAMLICH, adj.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=F12598>, abgerufen am 12.01.2024.
  4. ↑ „FÜRNÄMLICH, adv.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=F12599>, abgerufen am 12.01.2024.