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Herd

aus AufEinWort, der freien Forschung

h-erd m.

  • ‘häusliche (Erde, Boden) Feuerstelle, Kochstelle’,
    • ahd. herd ‘Feuerstelle, Erdboden (als Feuerstätte)’ (9. Jh.),
    • mhd. hert, auch ‘Haus, Wohnung’,
    • asächs. herð,
    • mnd. hērt,
    • mnl. hert, heert, haert,
    • nl. haard,
    • aengl. heorþ,
    • engl. hearth
  • ist verwandt mit
    • got. haúri ‘Kohle’ (Plur. haúrja ‘Feuer’),
    • anord. hyrr ‘Feuer’,
    • norw. hyr ‘Fünkchen’
  • und führt mit
    • aind. kūḍayati ‘versengt, verbrennt’,
    • lat. carbō ‘(Holz)kohle’
  • sowie
    • lit. kùrti ‘feuern, heizen’,
    • aslaw. kuriti sę ‘rauchen, dampfen’,
    • russ. kurít’(курить) ‘rauchen, räuchern, stöbern’,
    • aruss. čerenъ,
    • russ. (älter) čéren (черен) ‘Salzpfanne der Salzsiedereien’
  • auf eine Wurzel uig. *ker(ə)- ‘brennen, glühen, heizen’
    • (wozu mit einer Erweiterung wohl auch lat. cremāre ‘verbrennen, einäschern’, s. Krematorium).
  • Ursprünglich besteht die Feuer- und Kochstätte wohl nur aus festgestampftem Erdboden in der Mitte des Raumes;
    • sie gilt als Mittelpunkt und Symbol menschlicher Behausung.
    • Auf dieser Vorstellung beruht der übertragene Gebrauch von Herd als ‘Ausgangspunkt, Zentrum (eines Vorgangs, einer Entwicklung, einer Krankheit)’,
    • vgl. Eiter-, Gefahren-, Krankheits-, Unruheherd.