Indifferenz (Philosophie)
Indifferenz (lat.), »Unterschiedslosigkeit«, Aufhebung des Unterschiedes; so spricht die Identitätsphilosophie von der I. des Objekts und Subjekts. Allgemein soviel wie Gleichgültigkeit, Teilnahmlosigkeit.
Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 794.
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Indifferenz: Gleichgültigkeit, Unterschiedslosigkeit. SCHELLING nennt das Absolute die »Indifferenz« von Subject und Object, das, was zu beidem die Möglichkeit hat (WW I 10, 130, 145; vgl. Identitätsphilosophie, Gott). – »Indifferenzlage« des Gefühls heißt das Durchgangsmoment im Wechsel des Gefühls von Lust zu Unlust oder umgekehrt, der Zustand der Gleichgültigkeit. Eine Indifferenzlage (Indifferenzpunkt) nehmen schon die Peripatetiker (Alex. Aphrodis. Quaest. IV, 14) an, ferner WUNDT (Grdz. d. phys. Psychol. II4, 508), RIBOT (Psychol. d. Sentim. I, C. 5), KÜLPE (Gr. d. Psychol. S. 243 ff.) u. a. Einen Indifferenzpunkt der Wärme- und Kälteempfindungen gibt es gleichfalls. Vgl. Gefühl.
Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 503.
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Indifferenz-Lehre heißt die scholastische, von ADELARD VON BATH und WALTHER VON MORTAIGNE aufgestellte Lehre, wonach ein und dasselbe je nach der Betrachtungsweise als Individuum oder als Gattung (Allgemeines) erscheint, indem im letzten Falle von den individuellen Unterschieden abgesehen wird. »De eodem Socrate quandoque habetur intellectus non concipiens, quidquid notat haec vox Socrates; sed Socratitatis oblitus, id tantum percipit de Socrate, quod notat idem homo, id est animal rationale mortale, et secundum hoc species est... respectu diverso« (HAURÉAU I, p. 316 ff.; PRANTL, G. d. L. II, 138 ff.).
Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 503.
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