Kohärenztheorie des Personenverstehens
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Q: Kohärenztheorie des Personenverstehens
Read und Miller haben 1989 auf die Möglichkeit einer Kohärenztheorie des Personenverstehens aufmerksam gemacht.[1]Später haben sich Kunda, Thagard[2][3], Bartelborth[4] und Scholz mit dieser Problematik befasst. Grundlage einer Kohärenztheorie des Personverstehens ist Davidsons Nachsichtsprinzip, d. h. die Idee, dass wir andere Personen nur verstehen können, wenn wir die Kohärenz ihrer Überzeugungen annehmen, d. h. wenn wir annehmen, dass ihre Überzeugungen weitgehend widerspruchsfrei (konsistent) und zusammenhängend sind.
- ↑ Stephen J. Read, Lynn C. Miller: Explanatory coherence in understanding persons, interactions, and relationships. In: Behavioral and Brain Sciences, 12 (1989) 3, S. 485f.
- ↑ Ziva Kunda, Paul Thagard: Forming Impressions From Stereotypes, Traits, and Behaviors: A Parallel-Constraints-Satisfaction Theory. In: Psychological Review, 103 (1996) 2, S. 284–308.
- ↑ Paul Thagard: Coherence in Thought and Action. MIT Press, Cambridge/London 2000, S. xi.
- ↑ Thomas Bartelborth: Verstehen und Kohärenz. Ein Beitrag zur Methodologie der Sozialwissenschaften. In: Analyse und Kritik, 21 (1999), S. 97–116.