Lehnschöpfung
Erscheinungsbild
Substantiv, f
[✐ | ✎]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Lehnschöpfung | die Lehnschöpfungen |
| Genitiv | der Lehnschöpfung | der Lehnschöpfungen |
| Dativ | der Lehnschöpfung | den Lehnschöpfungen |
| Akkusativ | die Lehnschöpfung | die Lehnschöpfungen |
Worttrennung:
- Lehn·schöp·fung, Plural: Lehn·schöp·fun·gen
Aussprache:
- IPA: [ˈleːnˌʃœp͡fʊŋ]
- Hörbeispiele:
Lehnschöpfung (Info)
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: diejenige Art der Lehnbildung, bei der die Bedeutung eines fremdsprachigen Wortes für ein neugebildetes Wort übernommen wird, ohne dass die Wortform sich an die Form des fremdsprachigen Vorbildes anlehnt
Herkunft:
- Determinativkompositum aus der Wurzel des Verbs entlehnen und Schöpfung
Gegenwörter:
- [1] Lehnformung
Oberbegriffe:
- [1] Lehnbildung, Lehnprägung, Lehnwortschatz, Wortschatz, Sprache, Linguistik, Sprachwissenschaft
Beispiele:
- [1] Lehnschöpfungen bestehen darin, dass für die Bedeutung eines fremdsprachigen Wortes in der aufnehmenden Sprache eine neue Wortform gebildet wird, ohne dass diese sich an der Form des Vorbildes orientiert.
- [1] Ein Beispiel für eine Lehnschöpfung ist der deutsche Terminus "Umwelt" für das französische Wort "Milieu". Hier wird eine neue Wortform gebildet und mit der Bedeutung des französischen Wortes versehen.[1]
- [1] „Das älteste deutsche Buch, der ‚Abrogans‘, bietet für ‚philosophus‘ die schöne Lehnbildung ‚unmezwizzo‘ ‚Unmäßigwisser‘. Eine solche von ihrem Vorbild formal unabhängige Lehnbildung nennen wir Lehnschöpfung.“[2]