Muster
mus + ter | etwas in seiner Art Vollkommenes, nachahmenswertes, beispielhaftes Vorbild in Bezug auf etwas Bestimmtes; Vorlage, Zeichnung, nach der etwas hergestellt, gemacht wird;
¦⊕¦ vom Wortbegriff her „Zeichen“ und der Worwurzel her zu urindogermanisch *men- für “denken” zu englisch und Mind „Denken, Verstand“ steht, ein Muster einem zeigt, wie ein Dasein entsteht, hergestellt, gemacht wird, eine Erscheinung ins Dasein gelangt, wie gedacht wird und so weiter.
¦⊗¦ ‘Probe(stück), Modell, Vorbild, Vorlage, Verzierung’; entlehnt (15. Jh.) aus ital. mostra ‘das Zeichen, Schaustellung, Ausstellung’,
¦√¦ uig. *men- “denken”;
¦↵¦ uital. moneō (“advise, warn”) + -trum; uital. *monestrom; lat. mōnstrāre ‘zeigen, (hin)weisen’; lat. mōnstrum Omen; vlat. mōstrāre, mōstra; ital. mostra ‘das Zeichen, Schaustellung, Ausstellung’,; das auf vlat. mōstra beruht, zu vlat. mōstrāre, lat. mōnstrāre ‘zeigen, (hin)weisen’. Mnd. munster ‘Muster, Schnitt und Farbe der Kleidung, Zierrat’ geht dagegen über mnl. nl. monster auf afrz. monstre, eine der lat. Lautgestalt angenäherte Nebenform von afrz. mostre ‘Vorlage, Beispiel, Aussehen’, zurück. Obd. Varianten mit Nasal (seit Ende 14. Jh.) wie munster, monster lassen Einfluß von mlat. monstra ‘Probestück’ vermuten.