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Omegaposition

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Unbewusste Ausgrenzungstendenzen beschrieb auch Raoul Schindler in seinem soziodynamischen Modell von Gruppen mit dem Begriff der Omega-Position. Dabei handelt es sich um die Position der Person, die in der Gruppe das vertritt, gegen das sich die Gruppe gebildet hat, etwa eine kritische Position im Hinblick auf ein gemeinsames politisches Ziel oder einem unbewussten Wunsch nach konfliktfreier Zusammengehörigkeit. Mit Ostrazismus dieses Gruppenmitgliedes versucht die Gruppe ihre innere Kohäsion zu stärken und Kognitive Dissonanz zu vermeiden. Wird derjenige, der die Omega-Position eingenommen hat bzw. dem diese zugeschoben wurde, real von der Gruppe ausgeschlossen, so schwächt dies die Gruppe. Die vermeintliche Entlastung, die die Gruppe zunächst mit dem Ausschluss empfindet, währt meist nicht lange, sondern die Position wird einer anderen Person zugeschoben. Wiederholt sich dieser Vorgang, so destabilisiert das die Gruppe und kann zu ihrer Auflösung oder Erstarrung führen. Gelingt eine Integration des jeweiligen „Außens“ der Gruppe, etwa dadurch, dass die Omega-Position mehrfach von verschiedenen Gruppenmitgliedern eingenommen wird, so führt dies zu einer Differenzierung und Stärkung der Gruppe. Quelle Ostrazismus (Psychologie)