Zum Inhalt springen

Phänomene und Problemstellungen

aus AufEinWort, der freien Forschung
Urheber Klaus Feldmann
Art E-Mail
Erstellt am
Stand
Status gesendet
Dateiname Phänomene und Problemstellungen (Schulung).pdf

E-Mail Von: Klaus Feldmann klaus.feldmann@online.de; gesendet

Betreff: Phänomene und Problemstellungen

Datum : 27-03-2019, 09:27:36

An: Anke Weisenhaus anke.weisenhaus@online.de

Liebe Anke,

hier nochmals die Nachrichten im Ganzen.

lch behaupte einfach mal Folgendes:

Das, was sich als Phänomen einer Problemstellung zeigt, indem einem dies von sich aus bewusst wird, steht aktuell zur Auflösung

an und entspricht jeweils dem eigenem aktuellen Vermögen.

Begründung und Erklärung:

Es würde sich einem nur dann von sich aus ein Phänomen einer Problemstellung zeigen und bewusst werden, wenn die Potentialität des Dasein einem aktuell die Mittel zur Auflösung bereits bereitgestellt hat.

Die Potentialität des Dasein ist der Umfang aller möglichen Daseinsformen, allen möglichen Geschehens etc., die in Erscheinung treten könnten. Was nicht im Rahmen und Umfang der Potentialität des Daseins liegt, kann auch nicht angeregt und zur Erscheinung gebracht werden.

Maßgeblich für die Selbstentwicklung sind daher immer die Phönomene und Problemstellungen, denen man sich selbst bewusst wurde und nicht diejenigen, die andere einem bewusst machen.

Löst man ein Phänomen oder Problem nicht auf, wenn es sich zur Auflösung anbietet, so verschlechtert sich der Zustand weiter.Z.B. meine aktuelle Situation ist in sich ein Problem, jedoch auch ein sich mir bietendes Mittel, das mir darin hilft ein mir davor schon bewusstes Phänomen zu lösen.

Da ich es nicht anging, kam ein größeres Problem hinzu, das mich nun zwingt das Problem zu lösen, dem ich zuvor ausgewichen bin.

Wartet man also zu lang darauf, dass sich etwas von selbst auflöst, durch andere aufgelöst wird, oder schiebt man es in der Ursache einem anderen oder etwas anderem zu, so verstärkt sich das Phänomen, auch wenn man es ignoriert und nicht mehr bemerkt.

Das zu lang anhaltende Phänomen löst Folgeprobleme aus, die nun an anderen Stellen als Phänomene auftauchen und weitere Aufmerksamkeit binden. Dies kann das davor zu lösen vermiedene Problem so stark werden lassen, dass die Mittel dazu aus dem Dasein nicht mehr ausreichen. Zudem lenkt und regt die erneut gebundene Aufmerksamkeit nun im Dasein die Phänomene und Mittel zur Lösung an, die dem aktuellen Bewusstsein entsprechen und somit reduzieren sich auch die Mittel, die man für die davor liegende Problemstellung benötigt hätte.

Löst man nun die Nachfolgeprobleme wirklich auf, so tritt das davor liegende Phänomen wieder verstärkt ins Bewusstsein und das Dasein richtet sich wieder zur Auflösung dieses Phänomens aus. Oft ist es jedoch so, dass dieses Phänomen nicht mehr aufgelöst werden kann, da z.B. eine problematische Ehe bereits geschieden wurde. Ein nicht gelöstes Problem taucht im Leben immer wieder auf. So gehen Leute z.B. immer wieder Beziehungen ein, die wieder scheitern, da sie ihr Problem in Bezug auf Beziehungen nie angegangen sind, als es sich zur Lösung anbot. So gelangt man eines Tages zur Gewissheit, dass man z.B. beziehungsunfähig sei, wodurch man dann endgültig die Ture verschließt, die einem immer wieder aufgestoßen wurde, jedoch man nie durchschritten hat.

Wenn man die Probleme löst, die sich einem gerade zur Lösung anbieten, löst man dadurch die darin gebunde Aufmerksamkeit. Dadurch steigert man die Kapazität seines Bewusstseins, wodurch man das Vermögen, die lntelligenz erreicht, ein nun zuvor als unlösbar betrachtetes Phänomen sowie das danit verbundene Problem in Angriff nehmen zu können.

Das eigene Denken und Handeln wirkt sich auf die Potentialität des Daseins wohl oder übel so aus, dass das, worauf man bewusst oder unbewusst seine Aufmerksamkeit legt auch angeregt wird.

Erfährt es genug Anregung, kommt es im Dasein zur Erscheinung, z.B. als Zeichen, Hinweise, Möglichkeit und auch als zu lösende Problemstellung. Das Glück im Unglück liegt darin, das auch die Mittel da sind, jedoch auch gesucht, entdeckt und genutzt werden müssen. Dies scheint mir möglicherweise ein Spiel zu sein, durch das wir unser eigenes Vermögen messen und einst begonnen haben, da wir es interessant fanden. Da dieses Spiel nun mal läuft und man offensichtlich nicht so einfach daraus aussteigen kann, ist es wohl sinnvoller wieder sein Vergnügen daran zu rehabilitieren und es bewusst zu spieten.

So sind die Mechaniken des Bewusstseins im Spiel mit lntellekt und lntelligenz als Vermögen des Selbst.

LG, Klaus