Pietät
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piet-ät f. ‘Ehrfurcht, dankbares Gedenken, Frömmigkeit, ehrerbietige Rücksichtnahme’,
- entlehnt (2. Hälfte 16. Jh.) aus lat. pīetās (Genitiv pīetātis) ‘auf sittlichem Empfinden und auf Verehrung beruhendes Pflichtgefühl, Liebe (zu Verwandten, zum Vaterland), Sanftmut, Barmherzigkeit’,
- zu lat. pīus ‘rechtschaffen, gottesfürchtig, gewissenhaft, zärtlich, gütig’;
- zuvor (15./16. Jh.) übersetzt mit mildicheit, gunstig gemute, christenlich verbintnuß, glubd des thauffs. –
- zu lat. pīus ‘rechtschaffen, gottesfürchtig, gewissenhaft, zärtlich, gütig’;
Pietät (lateinisch pietas „Frömmigkeit, Pflichtgefühl“) steht für:
- den besonders gegenüber den Gefühlen oder den religiösen Wertvorstellungen anderer entgegengebrachten ehrfürchtigen Respekt, auch Taktgefühl, oftmals in Bezug auf die Verstorbenen. Das Wort hatte in der Antike viele Bedeutungen, die alle unter „das pflichtbewusste Benehmen gegenüber Mensch und Gott“ zusammengefasst werden können, also z. B. Demut, väterliche Liebe und Vaterlandsliebe.
- davon abgeleitet: häufiger Bestandteil des Namens von Bestatter-Unternehmen
- (chinesisch 孝 xiào) eine der „fünf Beziehungen“ des Konfuzianismus, siehe auch kindliche Pietät
Siehe auch:
Wiktionary: Pietät – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen