Qumran und die Verfälschung des Essener Evangeliums
angelegt 14.05.2021
(Vortsetzung von: Parallelen zwischen Qumran-Texte und Essener Evangelium)
In den Schriften von Qumran ist im weitesten Sinn ebenfalls die Handschrift des Plagiators des Neuen Testaments zu erkennen. Denn die hinterlassenen Schriften in den Qumran Höhlen sind nach demselben Prinzip und Motiv ausgesucht und dosiert, wie die Verfälschung des Neuen Testaments.
Ein Umstand, der die Vermutung erhärtet, dass Qumran niemals eine Essener Siedlung war. Nach den Erkenntnissen, die wir durch das Evangelium der Essener gewonnen haben wäre die Wüste Qumran der letzte Ort, wo die Essener ihre Bruderschaft aufgebaut hätten.
Die Essener hatten ihre Bruderschaft gegründet, dort wo das Land fruchtbar war, also neben Flüssen und Quellen. In der Tat haben die Essener die Wüste fruchtbar gemacht, aber im allegorischen Sinn: Die Wüste steht nämlich symbolisch für das sündhafte Volk. "Fruchtbar machen" bedeutet hier, dass die Essener, durch ihre Lehre, die Menschen auf den rechten Weg gebracht haben, damit ihre Taten gute Früchte tragen.
Wenn die Wüste in Bezug auf die Essener ein Symbol ist und die Essener für ihre Bruderschaft das fruchtbare Land gesucht haben, dann haben wir den Beweis, dass die Rollen nicht in Eile von den Essenern in den Höhlen Qumran deponiert wurden, wie es aussehen sollte. Vielmehr wurden die Rollen vom Verfälscher des Neuen Testaments selbst dort hingetan, um die Lehre des Christentums zu festigen und um die Nachwelt in Bezug auf die Essener in die Irre zu führen. Das hat auch funktioniert, insbesondere, weil im Restbestand oder in den modifizierten Schriften der Qumranschriften, wie im Neuen Testament auch, die übergeordnete Rolle der Mutter Erde und der körperlichen Gesundheit entfernt wurden.
Man könnte Edmond Szekely beschuldigen, dass er seine Bücher 2,3 und 4, die diese Inhalte aufweisen, erst mit Qumran-Texten ergänzt hat, nachdem die Qumran-Rollen entdeckt wurden. Aber viele Begriffe und die Allegorien im Zusammenhang mit Qumran und den Essenern, sprechen für die Authentizität des Essener-Evangeliums. Denn über diese Inhalte konnte natürlich niemand vor der Entdeckung Qumrans wissen. Beispiele sind:
Kinder des Lichtes, Söhne der Finsternis, Menschensöhne, Engel des Lichtes usw. Diese sind zwar in anderen christlichen Dokumenten vorzufinden. Dennoch sind sie in solch einer Präzision auf die Essener Bruderschaft bezogen und schon im ersten Buch, das 1926 veröffentlicht wurde enthalten. Demnach hätte Szekely diese Begriffe im Zusammenhang mit den Essenern niemals erfinden können, weil keine bekannten historischen Dokumente vor der Entdeckung Qumrans Anlass dazu gaben.
Szekely schien nicht die Tragweite seiner Entdeckung erkannt zu haben. Schließlich unternahm er nichts, um zu beweisen, dass das Neue Testament eine Verfälschung des Essener Evangeliums ist.
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