baß
ba + -ß Ustw. ‘sehr, äußerst’.
Das als Steigerungsform zum Umstandswort wohl geltende baß ist heute nur noch in der scherzhaften, altertümelnden Wendung baß erstaunt sein gebräuchlich, im übrigen von besser, der (ursprünglich nur adjektivisch gebrauchten) Steigerung von gut, verdrängt worden.
Althochdeutsch baʒ ‘besser’ (9. Jh., zu wola ‘gut’), mhd. baʒ, aengl. afries. bet, asächs. bet, bat, anord. betr lassen sich zusammen mit den unter besser und Buße behandelten Formen auf ger. *bat-, *bōt- ‘gut’ zurückführen.
Die Verbindung der im Germanisch zahlreich vertretenen Wortgruppe mit außergerm. Formen wie aind.bhadráḥ ‘glückverheißend, glücklich, erfreulich’ und der Ansatz einer Wortwurzel uig. *bhā̌d- ‘gut’ bleiben unsicher.
Erhalten ist baß noch in der (heute nur noch altertümelnd verwendeten) Zusammensetzung fürbaß.