eîdos
eîd--os uhe.-agr. εἶδος Eidos; wrtl. 'Gesehene (infolge) Wissen'; 'Form, Bild, Gestalt'
Vom uhe. *wéidos, von uig. *wéydos „sehen, Bild“, vom *weyd- „sehen“. Verwandt mit Sanskrit वेदस् (védas), protoslawisch *vidъ.
Pronunciation IPA(key): /êː.dos/ → /ˈi.ðos/ → /ˈi.ðos/
Substantiv
εἶδος • (eîdos) n (Genitiv εἴδους oder εἴδεος); dritte Deklination
- Das Gesehene: Form, Bild, Gestalt
- Aussehen, Erscheinung, Schönheit (Anmutlichkeit)
- Sicht
- Mode, Art, Art
- Spezies
- Waren, Güter
εἶδος (eîdos, „Gestalt“, „Form“, „Aussehen“) stammt etymologisch vom indogermanischen Stamm ab, was „sehen“ oder „erblicken“ bedeutet. Es bezeichnet ursprünglich das, was man sieht – also das Aussehen oder die Erscheinung eines Dinges.
Etymologische Details:
- Ursprung: Von proto-hellenisch , zurückgehend auf indogermanisch .
- Wortfamilie: Eng verwandt ist es mit dem griechischen Verb (ideîn = sehen, erblicken) und der Perfektform (oîda = ich habe gesehen, daher: ich weiß).
- Verwandtschaften: Es ist verwandt mit dem Sanskrit-Wort védas, dem urslawischen vidъ und dem englischen Wort wit.
- Bedeutungswandel: Über die Bedeutung „äußere Erscheinung“ entwickelte sich der Begriff besonders bei Platon und Aristoteles zu „Form“, „Wesen“ oder „Idee“.
Das Wort ist zudem der Ursprung für Begriffe wie Eidetik (Lehre vom anschaulichen Vorstellen) oder Idylle (über lat. idyllium, von griech. eidýllion, einem Diminutiv von eîdos