rhētón
Erscheinungsbild
rhētón ῥητόν „gesagt“, „gesprochen“, „ausgesprochen“ oder auch „abgemacht“ (bezogen auf Bedingungen)
- Neutrum von ῥητός (rhetós) ist etymologisch eng mit dem Bereich der Sprache und des Sprechens verbunden
- Ursprung: Es leitet sich vom griechischen Verb ἐρῶ (erō, "ich werde reden, sagen/sprechen") bzw. dem Stamm ῥη- (rhe-) ab.
- Bedeutung: Wörtlich bedeutet es das „Gesagte“, „Ausgesprochene“ oder „was gesagt werden kann“.
- Kontext:
- In der Rhetorik bezeichnet es den ausformulierten Teil einer Rede.
- In der Philosophie (besonders im Neuplatonismus) steht es für das Ausdrückbare oder sprachlich Fassbare.
- Es ist eng verwandt mit Rhetorik (Kunst des Redens).
Wortfamilie:
- ῥῆμα (rhēma): „das Wort“, „das Gesagte“, „der Spruch“.
- ῥήτωρ (rhētōr): „Redner“, „Lehrer der Redekunst“.
- ῥητορική (rhētorikē): „Rhetorik“, „Redekunst“.
Indogermanische Wurzel: Die Wurzel wird auf das indogermanische *wreh₁- („sprechen“, „sagen“) zurückgeführt, woraus sich auch das englische „word“ oder das deutsche „Wort“ entwickelt hat (durch Lautwandel w -> r im Griechischen).
Zusammenfassend ist ῥητό- alles, was artikuliert und ausgesprochenwurde. Im neutrum Plural (ῥητά - rhetá) bedeutet es oft „die Worte“ oder „das Besprochene“
Zusammenfassend ist ῥητόν etymologisch das, was durch sprachliche Kommunikation hervorgebrach