trüg
Erscheinungsbild
trügen Vb. ‘betrügen, täuschen, irreführen’.
- Das nur im Dt. und Nl. belegte stark flektierende Verb
- ahd. triogan (8. Jh.),
- ahd. triogāri, st. M. (ja): nhd. Betrüger, Heuchler;
- mhd. triegen ‘betrügen, trügen täuschen’, reflexiv ‘sich täuschen, sich irren’,
- mhd. triegære, st. M., Trüger, Betrüger;
- nhd. Trüger, M., Betrüger, Heuchler, falscher Mensch,
- mhd. triegære, st. M., Trüger, Betrüger;
- asächs. driogan ‘betrügen’,
- mnd. drēgen,
- mnl. drieghen
- (germ. *dreugan)
- uger. *dreuganą.
- ahd. triogan (8. Jh.),
- ist verwandt mit
- ahd. gitrog ‘Trugbild, Gespenst’ (9. Jh.),
- asächs. gidrog ‘Trugbild’,
- anord. draugr ‘Gespenst, Wiedergänger’,
- mit der unter Traum (s. d.) behandelten Wortgruppe sowie mit
- aind. drúhyati ‘beschädigt, sucht zu schaden’, drṓghaḥ ‘schmähend, boshaft, trügerisch’,
- awest. draog- ‘lügen, trügen’,
- mir. aur-ddrach ‘Gespenst’.
- Alle Formen führen auf ie. *dhreugh- ‘trügen, listig schädigen’,
- vielleicht eine Erweiterung der Wurzel ie. *dhu̯er(ə)- ‘durch Täuschung, Hinterlist zu Fall bringen, schädigen’.
- Im Nhd. gilt zunächst triegen mit den Präsensformen du treugst, er treugt.
- In der 2. Hälfte des 17. Jhs. wird entweder zu -ie- oder (nach dem Vorbild von lügen) zu -ü- vereinheitlicht.
- Endgültig setzt sich trügen, trügst, trügt im 19. Jh. durch.
- trüg,trüge,trügend,trügt,trügte,trügten,getrügt