„Formel“ – Versionsunterschied
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[[Form]][[-el]], [[Sprachstufe::lat.-deu.]], 'kleine ''[[Form]], Förmchen''<nowiki/>'; {{Wrtdtng}} algm. gebr. als '[[Vorgabe]], [[Maßgabe]], [[Vorschrift]], [[Anweisung]]'; math. '[[Formgeber]], [[Formverfertiger]], Formmacher', die Formel besagt wie eine Form ist oder verwirklicht wird, oder dient der Umrechnung von einer Form in eine andere Form. ''vgl. [[Gespräch:Prälogiken der Formeln II|Prälogiken der Formeln II]]'' | |||
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* <abbr>Lat.</abbr> ''[[fōrmula]]'' ‘Norm, Maßstab, Gesetz, bestimmte Fassung’, | |||
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*** wird im 16. Jh. als Ausdruck des römischen Rechts in die <abbr>dt.</abbr> Rechtssprache aufgenommen | |||
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* Die älteste Form lautet ''Formul'' (so gelegentlich noch im 18. Jh.). | |||
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* Im 18. Jh. wird ''Formel'' ein [[—Trmns]] der Naturwissenschaften | |||
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* [[Formel]], Folge von Symbolen in Mathematik und Naturwissenschaften | |||
* regulierte Motorsportklasse, siehe [[Formelsport]] | |||
* ''Formel'', [[Phrase]] (Begriff aus zwei oder mehr Wörtern) in der Sprachwissenschaft, siehe [[Phraseologismus]] | |||
* [[Beschwörungsformel]], siehe auch [[Zauberspruch]] | |||
* [[Rechtsformel]] im mittelalterlichen <!-- sagt der Duden --> Rechtswesen | |||
* Herstellungsformel des Medailleurs, siehe [[Münz- und Medaillensignatur #Zusätze hinter Signaturen]] | |||
* [[Faulenbach-Formel]], ein geschichtsdidaktisches Prinzip zur Bewertung der deutschen Zeitgeschichte | |||
'''Siehe auch:''' | |||
{{Index|Formel}} | |||
{{Wiktionary|Formel}} | |||
{{Begriffsklärung}} | |||
= Formel = | |||
[[Datei:Sphere_wireframe_10deg_6r.svg|mini|Eine [[Kugel]], deren Volumen durch die mathematische Formel <math>V= \tfrac{4}{3} \pi r^3</math> angegeben wird.]] | |||
[[Datei:Isobutane_numbered_2D.svg|mini|Eine [[Isobutan]]-Verbindung, die die chemische Formel <math>(\text{CH}_3)_3\text{CH}</math> hat.]] | |||
In vielen Wissenschaften ist die '''Formel''' eine prägnante Art, Informationen symbolisch auszudrücken. Eine Formel ist eine Folge von [[Buchstabe]]n, [[Zahl]]en, [[Formelzeichen]], [[Mathematische Symbole|Symbol]]en oder [[Wort]]en zur verkürzten Bezeichnung eines zum Beispiel [[mathematik|mathematischen]], [[Physik|physikalischen]] oder [[Chemie|chemischen]] Sachverhalts oder Zusammenhangs.<ref>{{Literatur |Autor=H.-D. Ebbinghaus & J. Flum & Wolfgang Thomas |Titel=Mathematical Logic |Auflage=2. |Verlag=Springer |Ort= |Datum=1996 |ISBN=9780387942582 |Seiten=7}}</ref> | |||
Bei der Verwendung von Formeln wird vorausgesetzt, dass sich die sie verwendende Fachgruppe vorab über die Bedeutung der einzelnen ''Formelelemente'' und über die richtige [[Grammatik]] verständigt hat. | |||
== Formeln in der Mathematik == | |||
Eine Formel in der Mathematik stellt einen Zusammenhang zwischen [[Mathematisches Objekt|mathematischen Objekten]] dar. Sie ist gegenüber der Textform kürzer und oft präziser und steht für eine Gesetzmäßigkeit, Regel, Vorschrift oder [[Definition]]. Der Zusammenhang zwischen den Größen wird durch ihre Formelzeichen, [[Zahl]]en, [[Variable_(Mathematik)|Variablen]] und [[mathematische Symbole]] dargestellt, zum Beispiel durch [[Gleichheitszeichen]], [[Addition|Pluszeichen]], [[Integralzeichen]] oder [[Klammer (Zeichen)|Klammern]]. Auch die grafische Anordnung kann eine Rechenvorschrift enthalten, zum Beispiel für die [[Potenz (Mathematik)|Potenzierung]]. | |||
Der Begriff „Formel“ wird in der Mathematik teilweise als umgangssprachlich angesehen, weil er lediglich umschreibend für den eigentlich gemeinten [[Satz (Mathematik)|(Lehr-)Satz]] verwendet wird. Durch diesen präziseren Begriff wird eine fachsprachliche Abgrenzung erreicht. | |||
Beispiele für Formeln in der Mathematik sind: | |||
* [[p-q-Formel]] zum Bestimmen der Nullstellen einer quadratischen Gleichung: <math>\textstyle x_{1,2} \;=\; - \frac p2\pm\sqrt{ \left(\frac p2 \right)^2 - q }</math> | |||
* [[Eulersche Identität]]: <math>\mathrm{e^{i\,\pi}} = -1</math> | |||
* [[Gaußsche Summenformel]]: <math>\textstyle 1 + 2 + \ldots + n = \frac{n(n+1)}{2}</math> | |||
== Normierung == | |||
Normiert ist die ''Schreibweise von Formeln'' aller Bereiche der Naturwissenschaften und der Technik in der internationalen Norm [[ISO/IEC 80000]] ''Größen und Einheiten'', die in 14 Teilnormen die formalen Regeln für verschiedene [[physikalische Größe]]n festlegt. Einschlägige [[DIN-Norm]]en sind etwa [[DIN 1301]] ''Einheiten'', [[DIN 1302]] ''Allgemeine mathematische Zeichen und Begriffe'', [[DIN 1304]] ''[[Formelzeichen]]'' und [[DIN 1338]] ''Formelschreibweise und [[Formelsatz]]''. | |||
== Beispiele == | |||
* [[Chemische Formel]] | |||
* [[Empirische Formel]]; siehe auch [[Gleichung (Mathematik)|Gleichung]] | |||
* [[Logische Formel]] | |||
== Literatur == | |||
* Thomas Schaller: ''Die berühmtesten Formeln der Welt'', Ecowin Verlag, Salzburg 2007, ISBN 978-3-902404-49-7. | |||
* Albert J. Urban: ''Formeln und Tabellen – Das Wichtigste aus Mathematik, Informatik, Physik, Technik, Chemie und Biologie'', area verlag gmbh, Erftstadt 2005, ISBN 3-89996-412-8. | |||
== Weblinks == | |||
[[Kategorie:Wikipedia.de Artikel]] | |||
{{Wiktionary}} | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references /> | |||
[[Kategorie:Wissenschaftspraxis]] | |||
Aktuelle Version vom 9. Juli 2026, 11:28 Uhr
Form-el, lat.-deu., 'kleine Form, Förmchen'; Wrtdtng: algm. gebr. als 'Vorgabe, Maßgabe, Vorschrift, Anweisung'; math. 'Formgeber, Formverfertiger, Formmacher', die Formel besagt wie eine Form ist oder verwirklicht wird, oder dient der Umrechnung von einer Form in eine andere Form. vgl. Prälogiken der Formeln II
- Formel f. ‘feststehende Redewendung, Floskel, kurze Begriffserklärung’.
- Lat. fōrmula ‘Norm, Maßstab, Gesetz, bestimmte Fassung’,
- Deminutivum zu lat. fōrma , daher eigentlich ‘kleine Gestalt’ (s. Form),
- wird im 16. Jh. als Ausdruck des römischen Rechts in die dt. Rechtssprache aufgenommen
- zur Bezeichnung feststehender, sich wiederholender verbaler Wendungen in juristischen Verfahren
- (vgl. Eidesformel, Schwurformel, Strafformel).
- zur Bezeichnung feststehender, sich wiederholender verbaler Wendungen in juristischen Verfahren
- wird im 16. Jh. als Ausdruck des römischen Rechts in die dt. Rechtssprache aufgenommen
- Deminutivum zu lat. fōrma , daher eigentlich ‘kleine Gestalt’ (s. Form),
- Die älteste Form lautet Formul (so gelegentlich noch im 18. Jh.).
- Im 18. Jh. wird Formel ein —Trmns der Naturwissenschaften
- und gilt für aneinandergereihte chemische Zeichen,
- für eine mathematische Buchstabengleichung,
- schließlich für eine Zeichenreihe überhaupt.
Formel (von lateinisch formula ‚Regel‘) steht für:
- Formel, Folge von Symbolen in Mathematik und Naturwissenschaften
- regulierte Motorsportklasse, siehe Formelsport
- Formel, Phrase (Begriff aus zwei oder mehr Wörtern) in der Sprachwissenschaft, siehe Phraseologismus
- Beschwörungsformel, siehe auch Zauberspruch
- Rechtsformel im mittelalterlichen Rechtswesen
- Herstellungsformel des Medailleurs, siehe Münz- und Medaillensignatur
- Faulenbach-Formel, ein geschichtsdidaktisches Prinzip zur Bewertung der deutschen Zeitgeschichte
Siehe auch:
- Liste aller angelegten Artikel, deren Titel mit Formel beginnt
- Liste aller angelegten Artikel, deren Titel Formel enthält
Formel


In vielen Wissenschaften ist die Formel eine prägnante Art, Informationen symbolisch auszudrücken. Eine Formel ist eine Folge von Buchstaben, Zahlen, Formelzeichen, Symbolen oder Worten zur verkürzten Bezeichnung eines zum Beispiel mathematischen, physikalischen oder chemischen Sachverhalts oder Zusammenhangs.[1]
Bei der Verwendung von Formeln wird vorausgesetzt, dass sich die sie verwendende Fachgruppe vorab über die Bedeutung der einzelnen Formelelemente und über die richtige Grammatik verständigt hat.
Formeln in der Mathematik
Eine Formel in der Mathematik stellt einen Zusammenhang zwischen mathematischen Objekten dar. Sie ist gegenüber der Textform kürzer und oft präziser und steht für eine Gesetzmäßigkeit, Regel, Vorschrift oder Definition. Der Zusammenhang zwischen den Größen wird durch ihre Formelzeichen, Zahlen, Variablen und mathematische Symbole dargestellt, zum Beispiel durch Gleichheitszeichen, Pluszeichen, Integralzeichen oder Klammern. Auch die grafische Anordnung kann eine Rechenvorschrift enthalten, zum Beispiel für die Potenzierung.
Der Begriff „Formel“ wird in der Mathematik teilweise als umgangssprachlich angesehen, weil er lediglich umschreibend für den eigentlich gemeinten (Lehr-)Satz verwendet wird. Durch diesen präziseren Begriff wird eine fachsprachliche Abgrenzung erreicht.
Beispiele für Formeln in der Mathematik sind:
- p-q-Formel zum Bestimmen der Nullstellen einer quadratischen Gleichung:
- Eulersche Identität:
- Gaußsche Summenformel:
Normierung
Normiert ist die Schreibweise von Formeln aller Bereiche der Naturwissenschaften und der Technik in der internationalen Norm ISO/IEC 80000 Größen und Einheiten, die in 14 Teilnormen die formalen Regeln für verschiedene physikalische Größen festlegt. Einschlägige DIN-Normen sind etwa DIN 1301 Einheiten, DIN 1302 Allgemeine mathematische Zeichen und Begriffe, DIN 1304 Formelzeichen und DIN 1338 Formelschreibweise und Formelsatz.
Beispiele
- Chemische Formel
- Empirische Formel; siehe auch Gleichung
- Logische Formel
Literatur
- Thomas Schaller: Die berühmtesten Formeln der Welt, Ecowin Verlag, Salzburg 2007, ISBN 978-3-902404-49-7.
- Albert J. Urban: Formeln und Tabellen – Das Wichtigste aus Mathematik, Informatik, Physik, Technik, Chemie und Biologie, area verlag gmbh, Erftstadt 2005, ISBN 3-89996-412-8.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ H.-D. Ebbinghaus & J. Flum & Wolfgang Thomas: Mathematical Logic. 2. Auflage. Springer, 1996, ISBN 978-0-387-94258-2, S. 7.