„Quantelung“ – Versionsunterschied
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{{Anm. KF}} bei der Quantelung wird nichts zerteilt, wie unter Quantelung erklärt, sondern es wird gemäß einem Teilerverhältnis gemessen und zugleich die Funktionswerte in Zahlenwerte oder Ziffern als [[Abbildung (Mathematik)|mathematische Abbildungen]] übertragen; daß Metermaß zerteilt ja auch nicht das Gemessene. | |||
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<p>Unter '''Quantelung''' versteht man eine Zerteilung einer Gesamtheit in Teile, wobei die Unterschiede zwischen diesen Teilen nicht beliebig klein werden können wie bei einer [[kontinuierliche Variable|kontinuierlichen Variablen]].<ref><span class="reference-text">Walter J. Moore: ''Grundlagen der Physikalischen Chemie''. de Gruyter, 1990, S. 59</span></ref> Die Quantelung überführt [[Funktionswerte]] (die Werte [[physikalische Größen|physikalischer Größen]]) in eine [[abzählbare Menge]] von Zahlen, nämlich alle [[Vielfache|Vielfachen]] einer [[Quantisierungsstufe]].<ref><span class="reference-text">Friedrich L. Bauer, Gerhard Goos: ''Informatik 1: Eine einführende Übersicht''. Springer, 4. Aufl. 1991, S. 327.</span></ref><ref><span class="reference-text">Hartmut Ernst: ''Grundkurs Informatik: Grundlagen und Konzepte für die erfolgreiche IT-Praxis – Eine umfassende, praxisorientierte Einführung''. Vieweg, 3. Aufl. 2003, S. 39.</span></ref></p><p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik Quantenmechanik] bekommt dieses eine besondere Bedeutung, wenn man zum Beispiel von [[Energiequantelung]] spricht. Hier bedeutet Quantelung, dass die besagte Größe nur [[diskrete Werte|diskrete]], also in einem gestuften Wertvorrat enthaltene Werte annehmen kann, statt kontinuierlich veränderbar zu sein. Den Nachweis für die Quantelung von Energien, die von den Elektronen in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Atomorbital Atomorbitalen] aufgenommen werden können, lieferten unter anderem die Experimentalphysiker [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Franck James Franck] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Hertz Gustav Hertz], die für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Franck-Hertz-Versuch Franck-Hertz-Versuch] im Jahr 1925 den Nobelpreis für Physik erhielten.</p><p>Bislang ist Quantelung bei den folgenden physikalischen Objekten und Größen bekannt: [[Materie (Physik)|Materie]], [[Licht]], [[Energie]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ladung_(Physik) Ladung], [[Impuls]], [[Drehimpuls]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Leitwertsquant elektrischer Widerstand], [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnetisches_Flussquant magnetischer Fluss].</p> | |||
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Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 06:44 Uhr
quantel-ung lat.-deu. das Aufteilen der bei physikalischen Vorgängen erscheinenden Energie und anderer atomarer Größen in bestimmte Stufen oder als Vielfaches von bestimmten Einheiten.
Anm. KF: bei der Quantelung wird nichts zerteilt, wie unter Quantelung erklärt, sondern es wird gemäß einem Teilerverhältnis gemessen und zugleich die Funktionswerte in Zahlenwerte oder Ziffern als mathematische Abbildungen übertragen; daß Metermaß zerteilt ja auch nicht das Gemessene.
Quantelung
Unter Quantelung versteht man eine Zerteilung einer Gesamtheit in Teile, wobei die Unterschiede zwischen diesen Teilen nicht beliebig klein werden können wie bei einer kontinuierlichen Variablen.[1] Die Quantelung überführt Funktionswerte (die Werte physikalischer Größen) in eine abzählbare Menge von Zahlen, nämlich alle Vielfachen einer Quantisierungsstufe.[2][3]
In der Quantenmechanik bekommt dieses eine besondere Bedeutung, wenn man zum Beispiel von Energiequantelung spricht. Hier bedeutet Quantelung, dass die besagte Größe nur diskrete, also in einem gestuften Wertvorrat enthaltene Werte annehmen kann, statt kontinuierlich veränderbar zu sein. Den Nachweis für die Quantelung von Energien, die von den Elektronen in den Atomorbitalen aufgenommen werden können, lieferten unter anderem die Experimentalphysiker James Franck und Gustav Hertz, die für den Franck-Hertz-Versuch im Jahr 1925 den Nobelpreis für Physik erhielten.
Bislang ist Quantelung bei den folgenden physikalischen Objekten und Größen bekannt: Materie, Licht, Energie, Ladung, Impuls, Drehimpuls, elektrischer Widerstand, magnetischer Fluss.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Walter J. Moore: Grundlagen der Physikalischen Chemie. de Gruyter, 1990, S. 59
- ↑ Friedrich L. Bauer, Gerhard Goos: Informatik 1: Eine einführende Übersicht. Springer, 4. Aufl. 1991, S. 327.
- ↑ Hartmut Ernst: Grundkurs Informatik: Grundlagen und Konzepte für die erfolgreiche IT-Praxis – Eine umfassende, praxisorientierte Einführung. Vieweg, 3. Aufl. 2003, S. 39.