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quanteln

aus AufEinWort, der freien Forschung

quantel-n lat.-deu. 'zum schein tun, täuschen, helen', vgl. verquanten; quantisieren

QUANTELN [1] , ndt.-dt. verb., rheinisch quanteln, heimlich verkaufen Kehrein 1, 316, kurh. quankeln und quenkeln, auf unlautere weise täuschen und handeln Pfister nachtr. 216; brem. quänteln, zum schein thun, nicht im ernst handeln wb. 3, 394. s.quant und quanten, quantern.

quanteln

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[1] bei der mathematischen Beschreibung physikalischer Vorgänge oder Theorien von einer Beschreibung nach Art der klassischen Physik (alle Größen sind kontinuierlich) auf eine nach Art der Quantentheorie (gewisse Größen können nur Vielfache eines Elementarquantums annehmen) übergehen [2] in strikte einzelne Werte unterteilen, sodass nur klar bestimmte Werte (z. B. Energieniveaus) erlaubt sind. Ein Beispiel wären die natürlichen Zahlen, die nur ganze Zahlen von 0 bis + ∞ (ausgeschlossen) sein können und nichts dazwischen (wie z. B. 1,5).

Synonyme: quantisieren

Beispiele:

[1] Seit 1913 ist das Quanteln in alle Abschnitte der Physik, welche mit Atomsystemen zu tun haben, eingedrungen. Es wurde zu einem mächtigen Werkzeuge.[1]
[2] So wie man Massen durch Angaben wie Barren, Glas, Liter, Kilo quanteln kann, lassen sich auch Zustände durch Angaben wie einen Tag lang, bis Mitternacht usw. quanteln, wodurch dann Ereignisse ausgegrenzt werden, die sich wiederum zählen lassen.[2]
[2] Sprache lässt sich in kleinste (syntaktische) Einheiten quanteln.[3]

Wortbildungen:

Quäntchen, Quantelung
  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2314, Z. 27.