Zum Inhalt springen

„dehnen“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
<p>[[dehn]] + [[-en]] | "an zwei Seiten, Enden halten ziehend verlängern, weiten, verdünnen, spannen"; räumliches wandeln und zugleich weiten, verändern von Dichte, Spannung und oder Ausgestalt eines Daseins, Betrachtung, Vorstellung oder ähnlich;</p><p>¦⊕¦ wenn sich etwas dehnt oder gedehnt wird, wird es zugleich dünner und es baut sich eine Spannung auf, da ein Dasein eine entspannte Ruhestellung hat und diese wieder erlangen will; bei Flüssigkeiten oder Massen kann ein dehnen auch durch hinzugeben einer Flüssigkeit erfolgen, die keinen wesentlichen Einfluß auf deren Haupteigenschaft ausübt (meist bei Wasser der Fall); im Dasein kann sich etwas nur gedehnt werden, sich dehnen, ausdehnen, wenn es tatsächlich bereits mindestens drei Ausdehnungen in unterschiedliche Richtungen (Breite, Höhe, Tiefe) und somit einen Rauminhalt hat;</p><p>¦⊗¦ ‘strecken, spannen, erstrecken’</p><p>¦√¦ uie. *ten- ‘ ziehend, dehnend, spannend’;</p><p>¦↵¦ ger. *þanjan "dehen"; ger. *þinsaną "dünnen" got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’;&nbsp; ahd. thennen, thenen (8. Jh.), mhd. dennen, denen, asächs. thennian, mnd. dennen, dēnen, mnl. denen, aengl. þennan, þenian ‘strecken, spannen’, anord. þenja ‘ausdehnen, spannen’, schwed. tänja ‘dehnen, ausdehnen’, got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’</p><p>dehnen Vb. ‘strecken, spannen, erstrecken’, ahd. then(n)en (8. Jh.), mhd. den(n)en, asächs. thennian, mnd. dennen, dēnen, mnl. denen, aengl. þennan, þenian ‘strecken, spannen’, anord. þenja ‘ausdehnen, spannen’, schwed. tänja ‘dehnen, ausdehnen’, got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’ (germ. *þanjan) gehören mit griech. té͞inein (τείνειν) ‘strecken, dehnen’, lat. tendere ‘spannen’ und aind. tanṓti ‘dehnt, spannt, erstreckt sich, dauert’ zur Wurzel ie. *ten- ‘dehnen, ziehen, spannen’. Dehnung f. ‘das Dehnen, Gedehntwerden, -sein’ (16. Jh.). dehnbar Adj. ‘so beschaffen, daß es gedehnt werden kann’ (18. Jh.).</p>
[[dehn]][[-en]] ‘strecken, spannen, erstrecken’
 
{{Wrtdtng}} "an zwei Seiten, Enden halten ziehend verlängern, weiten, verdünnen, spannen"; räumliches wandeln und zugleich weiten, verändern von Dichte, Spannung und oder Ausgestalt eines Daseins, Betrachtung, Vorstellung oder ähnlich;
 
* wenn sich etwas dehnt oder gedehnt wird, wird es zugleich dünner und es baut sich eine Spannung auf, da ein Dasein eine entspannte Ruhestellung hat und diese wieder erlangen will; bei Flüssigkeiten oder Massen kann ein dehnen auch durch hinzugeben einer Flüssigkeit erfolgen, die keinen wesentlichen Einfluß auf deren Haupteigenschaft ausübt (meist bei Wasser der Fall); im Dasein kann sich etwas nur gedehnt werden, sich dehnen, ausdehnen, wenn es tatsächlich bereits mindestens drei Ausdehnungen in unterschiedliche Richtungen (Breite, Höhe, Tiefe) und somit einen Rauminhalt hat;
* ie. *ten- ‘ ziehend, dehnend, spannend’;
* ger. *þanjan "dehen";  
* ger. *þinsaną "dünnen"  
* got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’;
* ahd. thennen, thenen (8. Jh.),  
* mhd. dennen, denen,  
* asächs. thennian,  
* mnd. dennen, dēnen,  
* mnl. denen,  
* aengl. þennan, þenian ‘strecken, spannen’,  
* anord. þenja ‘ausdehnen, spannen’,  
* schwed. tänja ‘dehnen, ausdehnen’,  
* got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’
* (germ. *þanjan)  
* gehören mit  
** griech. [[té͞inein]] (τείνειν) ‘strecken, dehnen’,  
** lat. [[tendere]] ‘spannen’ und  
** aind. tanṓti ‘dehnt, spannt, erstreckt sich, dauert’  
* zur Wurzel ie. *[[ten-]] ‘dehnen, ziehen, spannen’. Dehnung f. ‘das Dehnen, Gedehntwerden, -sein’ (16. Jh.).

Aktuelle Version vom 20. Juni 2025, 07:02 Uhr

dehn-en ‘strecken, spannen, erstrecken’

Wrtdtng: "an zwei Seiten, Enden halten ziehend verlängern, weiten, verdünnen, spannen"; räumliches wandeln und zugleich weiten, verändern von Dichte, Spannung und oder Ausgestalt eines Daseins, Betrachtung, Vorstellung oder ähnlich;

  • wenn sich etwas dehnt oder gedehnt wird, wird es zugleich dünner und es baut sich eine Spannung auf, da ein Dasein eine entspannte Ruhestellung hat und diese wieder erlangen will; bei Flüssigkeiten oder Massen kann ein dehnen auch durch hinzugeben einer Flüssigkeit erfolgen, die keinen wesentlichen Einfluß auf deren Haupteigenschaft ausübt (meist bei Wasser der Fall); im Dasein kann sich etwas nur gedehnt werden, sich dehnen, ausdehnen, wenn es tatsächlich bereits mindestens drei Ausdehnungen in unterschiedliche Richtungen (Breite, Höhe, Tiefe) und somit einen Rauminhalt hat;
  • ie. *ten- ‘ ziehend, dehnend, spannend’;
  • ger. *þanjan "dehen";
  • ger. *þinsaną "dünnen"
  • got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’;
  • ahd. thennen, thenen (8. Jh.),
  • mhd. dennen, denen,
  • asächs. thennian,
  • mnd. dennen, dēnen,
  • mnl. denen,
  • aengl. þennan, þenian ‘strecken, spannen’,
  • anord. þenja ‘ausdehnen, spannen’,
  • schwed. tänja ‘dehnen, ausdehnen’,
  • got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’
  • (germ. *þanjan)
  • gehören mit
    • griech. té͞inein (τείνειν) ‘strecken, dehnen’,
    • lat. tendere ‘spannen’ und
    • aind. tanṓti ‘dehnt, spannt, erstreckt sich, dauert’
  • zur Wurzel ie. *ten- ‘dehnen, ziehen, spannen’. Dehnung f. ‘das Dehnen, Gedehntwerden, -sein’ (16. Jh.).