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dehnen

aus AufEinWort, der freien Forschung

dehn-en ‘strecken, spannen, erstrecken’

Wrtdtng: "an zwei Seiten, Enden halten ziehend verlängern, weiten, verdünnen, spannen"; räumliches wandeln und zugleich weiten, verändern von Dichte, Spannung und oder Ausgestalt eines Daseins, Betrachtung, Vorstellung oder ähnlich;

  • wenn sich etwas dehnt oder gedehnt wird, wird es zugleich dünner und es baut sich eine Spannung auf, da ein Dasein eine entspannte Ruhestellung hat und diese wieder erlangen will; bei Flüssigkeiten oder Massen kann ein dehnen auch durch hinzugeben einer Flüssigkeit erfolgen, die keinen wesentlichen Einfluß auf deren Haupteigenschaft ausübt (meist bei Wasser der Fall); im Dasein kann sich etwas nur gedehnt werden, sich dehnen, ausdehnen, wenn es tatsächlich bereits mindestens drei Ausdehnungen in unterschiedliche Richtungen (Breite, Höhe, Tiefe) und somit einen Rauminhalt hat;
  • ie. *ten- ‘ ziehend, dehnend, spannend’;
  • ger. *þanjan "dehen";
  • ger. *þinsaną "dünnen"
  • got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’;
  • ahd. thennen, thenen (8. Jh.),
  • mhd. dennen, denen,
  • asächs. thennian,
  • mnd. dennen, dēnen,
  • mnl. denen,
  • aengl. þennan, þenian ‘strecken, spannen’,
  • anord. þenja ‘ausdehnen, spannen’,
  • schwed. tänja ‘dehnen, ausdehnen’,
  • got. ufþanjan ‘sich ausdehnen, ausstrecken’
  • (germ. *þanjan)
  • gehören mit
    • griech. té͞inein (τείνειν) ‘strecken, dehnen’,
    • lat. tendere ‘spannen’ und
    • aind. tanṓti ‘dehnt, spannt, erstreckt sich, dauert’
  • zur Wurzel ie. *ten- ‘dehnen, ziehen, spannen’. Dehnung f. ‘das Dehnen, Gedehntwerden, -sein’ (16. Jh.).