„Instrumental“ – Versionsunterschied
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'''Instrumental''' <abbr>m.</abbr> | |||
* in der [[Flexionslehre]] ‘Mittel und Werkzeug bezeichnender Fall’ | |||
** (bei Grammatikern der slaw. Sprachen, | |||
*** z. B. Pohl 1773, Dobrovský 1792, | |||
*** dann von J. Grimm in die historische Grammatik aufgenommen), | |||
*** zuvor ''Instrumentalis'' (Dobracki 1669), | |||
*** ''Ablativus Instrumentalis'' (Roter 1616), | |||
** nach <abbr>mlat.</abbr> ''(casus) instrumentalis''. | |||
** Vgl. die frühen <abbr>dt.</abbr> Übersetzungen ''Werckzeugsendung'' (1669), ''Werck-Zeiger'', ''Werck-Steller'' (1682). | |||
Instrumentalform | | |||
# Sprachwissenschaft: | |||
#* in etlichen Sprachen | |||
#** (<span class="msDict x_xd3 t_first"><span class="df" role="text">besonders in slawischen Sprachen auftretender<span class="subdf">)</span></span></span> | |||
#* ein Fall (Kasus) mit eigener Beugungssendung, | |||
#** der das Mittel/Werkzeug benennt, mit dem die Handlung, die im Satz behandelt wird, erfolgt; | |||
#* ein Fall (Kasus) der Tiefenstruktur (abstrakte, zugrundeliegende Struktur, | |||
#** aus der sich unterschiedliche Sätze, die aber dasselbe bedeuten, herleiten lassen ), | |||
#** der das Mittel/Werkzeug benennt; | |||
#** <span class="msDict x_xd3 t_first"><span class="df" role="text"><span class="subdf">z. B. russisch toporom = mit dem Beil.</span></span></span> | |||
: [1] Im Deutschen gibt es keinen ''Instrumental.'' In dem Satz „Er schlägt den Nagel mit dem Hammer ein“ ist „mit dem Hammer“ eine adverbiale Bestimmung, die die Funktion eines ''Instrumentals'' ausübt. | |||
: [1] Russisch ist eine Sprache, die einen ''Instrumental'' mit eigenen Flexionsendungen hat. | |||
Aktuelle Version vom 2. Februar 2024, 14:12 Uhr
Instrumental m.
- in der Flexionslehre ‘Mittel und Werkzeug bezeichnender Fall’
- (bei Grammatikern der slaw. Sprachen,
- z. B. Pohl 1773, Dobrovský 1792,
- dann von J. Grimm in die historische Grammatik aufgenommen),
- zuvor Instrumentalis (Dobracki 1669),
- Ablativus Instrumentalis (Roter 1616),
- nach mlat. (casus) instrumentalis.
- Vgl. die frühen dt. Übersetzungen Werckzeugsendung (1669), Werck-Zeiger, Werck-Steller (1682).
- (bei Grammatikern der slaw. Sprachen,
Instrumentalform |
- Sprachwissenschaft:
- in etlichen Sprachen
- (besonders in slawischen Sprachen auftretender)
- ein Fall (Kasus) mit eigener Beugungssendung,
- der das Mittel/Werkzeug benennt, mit dem die Handlung, die im Satz behandelt wird, erfolgt;
- ein Fall (Kasus) der Tiefenstruktur (abstrakte, zugrundeliegende Struktur,
- aus der sich unterschiedliche Sätze, die aber dasselbe bedeuten, herleiten lassen ),
- der das Mittel/Werkzeug benennt;
- z. B. russisch toporom = mit dem Beil.
- in etlichen Sprachen
- [1] Im Deutschen gibt es keinen Instrumental. In dem Satz „Er schlägt den Nagel mit dem Hammer ein“ ist „mit dem Hammer“ eine adverbiale Bestimmung, die die Funktion eines Instrumentals ausübt.
- [1] Russisch ist eine Sprache, die einen Instrumental mit eigenen Flexionsendungen hat.