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„Geheimlehre“ – Versionsunterschied

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= Geheimwissen =
 
'''Geheimwissen''' ist spezielles '''Wissen''', welches nur an ausgewählte Personen oder Personengruppen weitergegeben wird. Der [[Duden]] schreibt: Geheimwissen ist die Lehre von den geheimen..., nicht jedem erkennbaren Eigenschaften und Kräften der Natur."<ref>[https://www.duden.de/rechtschreibung/Geheimwissenschaft Artikel Geheimwissenschaft im] Duden.</ref> Geheimwissen ist Bestandteil der verschiedensten Religionen, Sekten und Religionsgemeinschaften oder auch Gruppierungen der Gesellschaft. Handelt es sich dabei um komplexe Deutungsmodelle oder [[Dogmatik|dogmatische]] Systeme, wie [[Symbol#Symbole in verschiedenen Gebieten|Symboldeutungen]], [[Kosmogonie]]n, [[Esoterik|esoterischen]] [[Okkultismus]], esoterische [[Weltanschauung]]en oder [[Verschwörungstheorie]]n, spricht man auch von '''Geheimlehre''' oder '''Geheimwissenschaft'''.
Die umfangreichste Sammlung von „Geheimwissen“ ist wahrscheinlich das [[Corpus Hermeticum]]. Oft bedarf es zur Erlangung von Geheimwissen einer [[Initiation]].
 
== Berufsgeheimnis ==
In Gesellschaften, die kein Urheberrecht kennen oder sanktionieren können, ist Geheimwissen eine wichtige Strategie zur Sicherung von Macht, Status oder schlicht des Überlebens. In der [[Medizin]] wurden beispielsweise Behandlungsmethoden und Arzneirezepte über Jahrhunderte von Vater zu Sohn oder Meister zu Schüler weitergegeben.<ref>Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): ''Enzyklopädie Medizingeschichte.'' Walter de Gruyter 2007: 690 ISBN 3-11-097694-3, 9783110976946</ref> Ähnlich verhielt es sich in vielen anderen Berufen und selbst die Kenntnis von [[Schrift]] war teilweise „Geheimwissen“.
 
== Religionsgeschichte ==
=== Judentum ===
{{Hauptartikel|JHWH}}
 
Wahrscheinlich das berühmteste „Geheimwissen“ ist die Aussprache des Gottesnamens „יהוה“ (JHWH) im Judentum. Die [[Nomina sacra]] wurden in allen Religionen mit größtem Respekt behandelt, weil man dem [[Name#Gottesnamen|Namen]] auch eine gewisse Macht zuschreibt. Dahinter steht die Vorstellung, wer den Namen kennt, könne über die genannte Person verfügen.<ref>Das thematisieren auch die verschiedensten Märchen, wie zum Beispiel [[Rumpelstilzchen]].</ref>
''JHWH'' war eigentlich nicht übersetzbar, weil es kein Name, kein Gedanke, keine Substanz oder Existenz ist. Dies weist auf die Unaussprechlichkeit, Unerklärlichkeit und Unergründlichkeit Gottes hin. JHWH wurde erstmals in [[1. Buch Mose|Genesis]] 4,26 gebraucht, [[Mose]] beim [[Brennender Dornbusch|brennenden Dornbusch]] in der Wüste offenbart ([[2. Buch Mose|Exodus]] 3, 14) und kommt 6.823 in der hebräischen Bibel vor. Aus Scheu und Ehrfurcht vor JHWH, seiner Größe und Heiligkeit wurde JHWH von den Juden nach der [[Babylonisches Exil|babylonischen Gefangenschaft]] nicht mehr ausgesprochen, stattdessen wurden ''[[adonay]]'' (mein Herr) und heute ''[[Ha-Schem|ha-schem]]'' (der Name), ''ha-makom'' (der Ort) oder ''adoschem'' (Wortkombination von Herr und Name) gebraucht.<ref>Frans Hendrik Breukelman: ''Sjemot: de eigen taal en de vertaling van de Bijbel''", BT II/2. Kok, Kampen, 2009. ISBN 978-90-435-1705-8 (nur niederländisch, deutsch: ''Namen: Die Sprache und die Uebersetzung der Bibel'')</ref><ref>Kornelis Heiko Miskotte: ''Wenn die Götter schweigen. Vom Sinn des Alten Testaments.'' Stoevesandt, München 1963. (neu aufgelegt bei Spenner, Kamen 1995, ISBN 3-927718-66-1) Zu JHWH siehe Seiten 127–301</ref><ref>Jochen Teuffel: ''NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff. Interkulturelle Theologie.'' Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss) 37, 4/2011, Seiten 332–348</ref> Aus der Kombination der Konsonanten und den später hinzugefügten Vokalen entstand das bekannte [[JHWH#Jehova|Jehova]].
Die Septuaginta gibt diesen Gottesnamen in der Umschrift „Ιαβε“ wieder. Weil die richtige Aussprache aber nicht in Vergessenheit geraten durfte, war es dem Priester erlaubt, dreimal innerhalb sieben Jahren seinen Schülern den Namen auszusprechen.<ref> masoreten</ref>
 
=== Mysterienkulte ===
{{Hauptartikel|Mysterienkult}}
 
Um Geheimwissen zu erlangen, fordern viele Religionen von ihren Anhängern [[Initiationsritual]]e und zusätzliche [[Mystik|mystische]] Erfahrungen. Einige [[Mysterienkult]]e legen besonderen Wert auf Initiation (teils mehrfach, teils auch in regelmäßigen Abständen wiederholt) und bauen auf unterschiedlichen [[Weihe (Religion)|Weihegraden]] sogar ihre gesellschaftlichen Strukturen auf. Dabei wird meist zwischen unterschiedlichen Rängen von [[Adept (Schüler)|Adepten]] und Meistern oder Priestern unterschieden.
Die bekanntesten Mysterienkulte der antiken Welt sind die [[Mysterien von Eleusis]], die [[Samothraki|samothrakischen Mysterien]], der [[Dionysoskult]], der Kult des [[Liber Pater]] in Rom und in Süditalien, der [[Mithraskult]], der [[Kybele- und Attiskult]], der [[Isis- und Osiriskult]].
Heute wird oft auch untergegangenen Kulturen wie den [[Kelten|keltischen]] [[Druide#Lehren|Druiden]]<ref>[[Helmut Birkhan]]: ''Das Geheimwissen der Kelten.'' marixverlag, 2015. ISBN 3-8438-0425-7, 9783843804257</ref>, Hexen etc. Geheimwissen zugeschrieben.
 
In alt-christlicher Zeit entstand die Strömung der [[Gnosis]] und unterschiedliche Sekten wie [[Manichäismus|Manichäer]], [[Ebioniten]] und andere, die alle mehr oder weniger Geheimwissen beanspruchten. Oft waren diese Strömungen auch mit [[Hermetik]], [[Alchemie]] und [[Astrologie]] verbunden, galten als „[[Häresie|heterodox]]“ und wurden von den „orthodoxen Kirchen“ verfolgt.
 
Im [[Islam]] werden einige Gruppierungen der [[Schia]] ([[Ismailiten]], [[Aleviten]], [[Nusairier]] und [[Drusen]]), sowie die aus der Schia hervorgegangenen [[Synkretismus|synkretistischen]] Religionen der Gnosis zugerechnet. Manchmal werden auch die [[Sufismus|Sufis]] (Anhänger der islamischen [[Mystik]]) zu den Gnostikern gerechnet. Ähnliches gilt für die [[Merkaba]]-Mystik, die [[Kabbala]] und den [[Chassidismus]] als Strömungen [[Judentum|jüdischer]] Mystik.
 
== Esoterik und Pseudowissenschaft ==
{{Belege fehlen}}
Eine Inflation von „Geheimwissen“ setzte in der Neuzeit ein, weil verschiedene, meist gesellschaftskritische, Bewegungen für sich beanspruchen, [[Geheimbund#„Geheimlehren“ und Geheimwissen|Geheimwissen]] zu vermitteln. Es entstanden [[Okkultismus#Begriffsgeschichte|okkulte]] [[Ordensgemeinschaft|Orden]], [[Logenvereinigung|Logen]] und Zirkel, unter anderem [[Hermetische Kabbala|hermetisch-kabbalistische]] Initiatenorden ([[Gold- und Rosenkreuzer]]), [[Theosophie|Theosophische Vereinigungen]] und [[Geheimbund|Geheimbünde]]. Weitere Beispiele finden sich im Artikel [[Gnosis#Gnostische Kirchen der Neuzeit|Gnosis]]. Ein Anreiz für die Mitgliedschaft in solchen Bewegungen ist oft die Aussicht Geheimwissen zu erlangen, beziehungsweise schafft es den Adepten Genugtuung, Geheimwissen zu besitzen. Dies traf auch auf die [[Strikte Observanz]] zu, ein [[Hochgradsystem]], das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeitweise die deutsche [[Freimaurerei]] dominierte. Der Erfinder, [[Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau]], gab vor, mit „Unbekannten Oberen“ des Ordens in Verbindung zu stehen und ein streng gehütetes Geheimnis zu bewahren, in das viele bei Einweihung in die höheren Grade eingeweiht zu werden hofften. Nach Hunds Tod 1776 zeigte sich, dass es keine „Unbekannten Oberen“ gab, und das System zerfiel.
 
== Kritik ==
Geheimwissen hat oft den Zweck, [[Elite]]n zu festigen und bestimmte Gruppierungen abzuschotten. Daher wird es oft als Machtmittel eingesetzt. Eine übermäßige Betonung der Unverfügbarkeit von Geheimwissen lässt oftmals auf Vortäuschung und [[Scharlatan]]erie schließen. Schon [[Augustinus von Hippo|Augustinus]] beschäftigte sich mit den Geheimlehren der Manichäer. Er musste jedoch im Diskurs mit dem manichäischen Bischof ''Faustus''<ref>Augustin. Contra Faust. Zitiert nach: J. Migne: ''Sancti Aurelii Augustini, Hipponensis episcopi, opera omnia'' (Patrologia Latina Band 42). s.&nbsp;a.: J. Helgeland u. a. (Hrsg.): ''Christians and the Military'', Philadelphia 1985, S. 81f.</ref> feststellen, dass vieles an „Geheimwissen“ nur im Wunschdenken der Uneingeweihten vorhanden war.
 
== Siehe auch ==
* [[Magie]]
 
== Literatur ==
* Peter-André Alt: ''Imaginäres Geheimwissen: Untersuchungen zum Hermetismus in literarischen Texten der Frühen Neuzeit'' (= ''Berliner Mittelalter- und Frühneuzeitforschung.'' Band 12). Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, ISBN 978-3-86234-675-2.
* John Campbell Colquhoun: ''Historische Enthüllungen über die geheimen Wissenschaften aller Zeiten und aller Völker.'' Weimar 1853; Neudruck Niederwalluf 1971.
* Wolfram Schmitt: ''Zur Literatur der Geheimwissenschaften im späten Mittelalter.'' In: [[Gundolf Keil]], [[Peter Assion (Volkskundler)|Peter Assion]] (Hrsg.): ''Fachprosaforschung. Acht Vorträge zur mittelalterlichen Artesliteratur.'' Berlin 1974, S. 167–183.
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
[[Kategorie:Esoterik]]
[[Kategorie:Wissen]]

Aktuelle Version vom 27. März 2026, 17:09 Uhr

geheim + Lehre | (Anfang 19. Jh.), zuerst für die jüdisch-mystische Kabbala.

Geheimwissen

Geheimwissen ist spezielles Wissen, welches nur an ausgewählte Personen oder Personengruppen weitergegeben wird. Der Duden schreibt: Geheimwissen ist die Lehre von den geheimen..., nicht jedem erkennbaren Eigenschaften und Kräften der Natur."[1] Geheimwissen ist Bestandteil der verschiedensten Religionen, Sekten und Religionsgemeinschaften oder auch Gruppierungen der Gesellschaft. Handelt es sich dabei um komplexe Deutungsmodelle oder dogmatische Systeme, wie Symboldeutungen, Kosmogonien, esoterischen Okkultismus, esoterische Weltanschauungen oder Verschwörungstheorien, spricht man auch von Geheimlehre oder Geheimwissenschaft. Die umfangreichste Sammlung von „Geheimwissen“ ist wahrscheinlich das Corpus Hermeticum. Oft bedarf es zur Erlangung von Geheimwissen einer Initiation.

Berufsgeheimnis

In Gesellschaften, die kein Urheberrecht kennen oder sanktionieren können, ist Geheimwissen eine wichtige Strategie zur Sicherung von Macht, Status oder schlicht des Überlebens. In der Medizin wurden beispielsweise Behandlungsmethoden und Arzneirezepte über Jahrhunderte von Vater zu Sohn oder Meister zu Schüler weitergegeben.[2] Ähnlich verhielt es sich in vielen anderen Berufen und selbst die Kenntnis von Schrift war teilweise „Geheimwissen“.

Religionsgeschichte

Judentum

Wahrscheinlich das berühmteste „Geheimwissen“ ist die Aussprache des Gottesnamens „יהוה“ (JHWH) im Judentum. Die Nomina sacra wurden in allen Religionen mit größtem Respekt behandelt, weil man dem Namen auch eine gewisse Macht zuschreibt. Dahinter steht die Vorstellung, wer den Namen kennt, könne über die genannte Person verfügen.[3] JHWH war eigentlich nicht übersetzbar, weil es kein Name, kein Gedanke, keine Substanz oder Existenz ist. Dies weist auf die Unaussprechlichkeit, Unerklärlichkeit und Unergründlichkeit Gottes hin. JHWH wurde erstmals in Genesis 4,26 gebraucht, Mose beim brennenden Dornbusch in der Wüste offenbart (Exodus 3, 14) und kommt 6.823 in der hebräischen Bibel vor. Aus Scheu und Ehrfurcht vor JHWH, seiner Größe und Heiligkeit wurde JHWH von den Juden nach der babylonischen Gefangenschaft nicht mehr ausgesprochen, stattdessen wurden adonay (mein Herr) und heute ha-schem (der Name), ha-makom (der Ort) oder adoschem (Wortkombination von Herr und Name) gebraucht.[4][5][6] Aus der Kombination der Konsonanten und den später hinzugefügten Vokalen entstand das bekannte Jehova. Die Septuaginta gibt diesen Gottesnamen in der Umschrift „Ιαβε“ wieder. Weil die richtige Aussprache aber nicht in Vergessenheit geraten durfte, war es dem Priester erlaubt, dreimal innerhalb sieben Jahren seinen Schülern den Namen auszusprechen.[7]

Mysterienkulte

Um Geheimwissen zu erlangen, fordern viele Religionen von ihren Anhängern Initiationsrituale und zusätzliche mystische Erfahrungen. Einige Mysterienkulte legen besonderen Wert auf Initiation (teils mehrfach, teils auch in regelmäßigen Abständen wiederholt) und bauen auf unterschiedlichen Weihegraden sogar ihre gesellschaftlichen Strukturen auf. Dabei wird meist zwischen unterschiedlichen Rängen von Adepten und Meistern oder Priestern unterschieden. Die bekanntesten Mysterienkulte der antiken Welt sind die Mysterien von Eleusis, die samothrakischen Mysterien, der Dionysoskult, der Kult des Liber Pater in Rom und in Süditalien, der Mithraskult, der Kybele- und Attiskult, der Isis- und Osiriskult. Heute wird oft auch untergegangenen Kulturen wie den keltischen Druiden[8], Hexen etc. Geheimwissen zugeschrieben.

In alt-christlicher Zeit entstand die Strömung der Gnosis und unterschiedliche Sekten wie Manichäer, Ebioniten und andere, die alle mehr oder weniger Geheimwissen beanspruchten. Oft waren diese Strömungen auch mit Hermetik, Alchemie und Astrologie verbunden, galten als „heterodox“ und wurden von den „orthodoxen Kirchen“ verfolgt.

Im Islam werden einige Gruppierungen der Schia (Ismailiten, Aleviten, Nusairier und Drusen), sowie die aus der Schia hervorgegangenen synkretistischen Religionen der Gnosis zugerechnet. Manchmal werden auch die Sufis (Anhänger der islamischen Mystik) zu den Gnostikern gerechnet. Ähnliches gilt für die Merkaba-Mystik, die Kabbala und den Chassidismus als Strömungen jüdischer Mystik.

Esoterik und Pseudowissenschaft

Eine Inflation von „Geheimwissen“ setzte in der Neuzeit ein, weil verschiedene, meist gesellschaftskritische, Bewegungen für sich beanspruchen, Geheimwissen zu vermitteln. Es entstanden okkulte Orden, Logen und Zirkel, unter anderem hermetisch-kabbalistische Initiatenorden (Gold- und Rosenkreuzer), Theosophische Vereinigungen und Geheimbünde. Weitere Beispiele finden sich im Artikel Gnosis. Ein Anreiz für die Mitgliedschaft in solchen Bewegungen ist oft die Aussicht Geheimwissen zu erlangen, beziehungsweise schafft es den Adepten Genugtuung, Geheimwissen zu besitzen. Dies traf auch auf die Strikte Observanz zu, ein Hochgradsystem, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeitweise die deutsche Freimaurerei dominierte. Der Erfinder, Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau, gab vor, mit „Unbekannten Oberen“ des Ordens in Verbindung zu stehen und ein streng gehütetes Geheimnis zu bewahren, in das viele bei Einweihung in die höheren Grade eingeweiht zu werden hofften. Nach Hunds Tod 1776 zeigte sich, dass es keine „Unbekannten Oberen“ gab, und das System zerfiel.

Kritik

Geheimwissen hat oft den Zweck, Eliten zu festigen und bestimmte Gruppierungen abzuschotten. Daher wird es oft als Machtmittel eingesetzt. Eine übermäßige Betonung der Unverfügbarkeit von Geheimwissen lässt oftmals auf Vortäuschung und Scharlatanerie schließen. Schon Augustinus beschäftigte sich mit den Geheimlehren der Manichäer. Er musste jedoch im Diskurs mit dem manichäischen Bischof Faustus[9] feststellen, dass vieles an „Geheimwissen“ nur im Wunschdenken der Uneingeweihten vorhanden war.

Siehe auch

Literatur

  • Peter-André Alt: Imaginäres Geheimwissen: Untersuchungen zum Hermetismus in literarischen Texten der Frühen Neuzeit (= Berliner Mittelalter- und Frühneuzeitforschung. Band 12). Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, ISBN 978-3-86234-675-2.
  • John Campbell Colquhoun: Historische Enthüllungen über die geheimen Wissenschaften aller Zeiten und aller Völker. Weimar 1853; Neudruck Niederwalluf 1971.
  • Wolfram Schmitt: Zur Literatur der Geheimwissenschaften im späten Mittelalter. In: Gundolf Keil, Peter Assion (Hrsg.): Fachprosaforschung. Acht Vorträge zur mittelalterlichen Artesliteratur. Berlin 1974, S. 167–183.

Einzelnachweise

  1. ↑ Artikel Geheimwissenschaft im Duden.
  2. ↑ Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. Walter de Gruyter 2007: 690 ISBN 3-11-097694-3, 9783110976946
  3. ↑ Das thematisieren auch die verschiedensten Märchen, wie zum Beispiel Rumpelstilzchen.
  4. ↑ Frans Hendrik Breukelman: Sjemot: de eigen taal en de vertaling van de Bijbel", BT II/2. Kok, Kampen, 2009. ISBN 978-90-435-1705-8 (nur niederländisch, deutsch: Namen: Die Sprache und die Uebersetzung der Bibel)
  5. ↑ Kornelis Heiko Miskotte: Wenn die Götter schweigen. Vom Sinn des Alten Testaments. Stoevesandt, München 1963. (neu aufgelegt bei Spenner, Kamen 1995, ISBN 3-927718-66-1) Zu JHWH siehe Seiten 127–301
  6. ↑ Jochen Teuffel: NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff. Interkulturelle Theologie. Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss) 37, 4/2011, Seiten 332–348
  7. ↑ masoreten
  8. ↑ Helmut Birkhan: Das Geheimwissen der Kelten. marixverlag, 2015. ISBN 3-8438-0425-7, 9783843804257
  9. ↑ Augustin. Contra Faust. Zitiert nach: J. Migne: Sancti Aurelii Augustini, Hipponensis episcopi, opera omnia (Patrologia Latina Band 42). s. a.: J. Helgeland u. a. (Hrsg.): Christians and the Military, Philadelphia 1985, S. 81f.