Symbol
Erscheinungsbild
symbol agr.-lat.-deu. n. wrtl. "Mitwurf, Zusammenwurf"; wrtl.-sgm. ‘Sinnbild’,
- ‘Zeichen, Merkmal’;
- besonders eine optische oder akustische Darstellung,
- die einen bestimmten abstrakten Sinn oder Wert mitteilt, ‘Sinnbild’,
- besonders eine optische oder akustische Darstellung,
- entlehnt (15. Jh.) aus lat. symbolum,
- von grie. sýmbolon (σύμβολον) ‘Merkmal, Kennzeichen, Wahrzeichen’,
- einer Bildung zu griech. symbállein (συμβάλλειν) ‘zusammenwerfen, zusammenlegen, zusammenfügen’,
Griech. sýmbolon ist ursprünglich
- das Anfügestück ‘was zusammengelegt werden muß’,
- das gebrochene und daher aus zwei Teilen bestehende Zeichen (Ring, Scherbe u. dgl.),
- durch dessen Zusammenfügen sich die Besitzer wiedererkennen.
Bedeutungen:
- [1] stellvertretende, vereinfachte Darstellung eines Objekts oder Sachverhalts
- [2] EDV: kleines Bild auf der Benutzeroberfläche, das zum Beispiel angeklickt werden kann, um ein Programmzu starten
- [3] EDV, Programmierung: jedes Objekt (Zeichen, Wort) im Programmcode zur Darstellung oder Beschreibung einer Informationseinheit
- [4] graphische Darstellung eines Sinnbildes
- [5] Chemie: Zeichen für ein chemisches Element
- [6] Zeichen für einen physikalischen oder mathematischen Begriff
- [7] Linguistik: Zeichentyp, bei dem die Form nicht auf den Inhalt schließen lässt
- [8] Linguistik: Aspekt des Organon-Modells von Karl Bühler: Relation der Ausdrucksseite des Zeichens zu den gemeinten Gegenständen
Abkürzungen:
Herkunft:
- entlehnt von lateinisch symbolum → la, das auf das griechische σύμβολον (symbolon☆) → grc„Erkennungszeichen, Kennzeichen, Merkmal, Sinnbild“ zurückgeht. Das Wort ist seit dem 15. Jahrhundert belegt.[1]
Synonyme:
- [1–3] Sinnbild, Verkörperung
- [3] Bezeichner
- [4] Icon, Logo
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
- [7, 8] Zeichen
Unterbegriffe:
- [1] Buchungssymbol, Grenzsymbol, Nazisymbol, Realsymbol, Staatssymbol, Statussymbol, Teufelssymbol, Traumsymbol
- [2] Desktopsymbol
- [3] Standardsymbol
- [7] Grenzsymbol