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„Vorbild“ – Versionsunterschied

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<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[vor]]</span></span>{{–}}<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[Bild]],</span></span> [[Sprachstufe::ahd.-deu.]], {{Wrtdtng}} Bild zur nachahmenden, abbildenden übertragenden Fertigung eines [[Abbild]];
 
‘[[Muster]], [[Beispiel]]’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">forabilidi</span>'' (11. Jh.), <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">vorbilde</span>'' ‘[[Sinnbild]], Vorbild’; vgl. ''[[Leitsatz]], [[Leitbild]], [[Sinnbild]]''
 
== Vorbild ==
<p>'''Vorbild''' ist eine Person oder Sache, die als richtungsweisendes und [https://de.wikipedia.org/wiki/Idealisierung_(Psychologie) idealisiertes] [https://de.wikipedia.org/wiki/Muster Muster] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Beispiel Beispiel] angesehen wird. Im engeren Sinne ist ein ''Vorbild'' eine Person, mit der ein – meist junger – Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er [https://de.wikipedia.org/wiki/Nachahmung_(Soziologie) nachahmt] oder nachzuahmen versucht.</p><p>Während unter „Vorbildern“ meist Personen verstanden werden, die dem Betreffenden aufgrund ihres hohen Ansehens eher nicht nahestehen, beschäftigen Soziologen und Psychologen sich mehr mit Rollenmodellen im unmittelbaren sozialen Umfeld (Eltern, [https://de.wikipedia.org/wiki/Peergroup Peergroup]), deren Verhalten unbewusst nachgeahmt wird, was allerdings von großer Bedeutung für einen individuellen Entwicklungsprozess sein kann.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-1 [1]]</sup></p>
== <span id="Vorbild-Theorien">Vorbild-Theorien</span> ==
<span></span>[[file:220px-Makak_neonatal_imitation.png|link=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Makak_neonatal_imitation.png|220x84px]]
 
Nachahmung<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable noprint Vorlage_Belege_fehlen hatnote"><div><div>Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Belege Belegen] (beispielsweise [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:Einzelnachweise Einzelnachweisen]) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.</div></div></div>
=== <span id="Sigmund_Freud">Sigmund Freud</span> ===
<p>Viele Theorien über Vorbilder greifen auf Theorien zurück, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud Sigmund Freud] angeregt hat. Er sah die „Identifizierung“ mit einem Vorbild als einen psychodynamischen Prozess, der eine Angleichung des eigenen Ich zu dem zum Vorbild genommenen Ich zum Ziel hat.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-2 [2]]</sup> In Folge benimmt sich das erste Ich in bestimmten Hinsichten so, wie das andere, ahmt es nach und nimmt es gewissermaßen in sich auf. In der frühen Kindheit sind die Eltern oder primären Bezugspersonen die wichtigsten Vorbilder, sie werden unreflektiert nachgeahmt. Durch die Identifizierung mit den Bezugspersonen kann das kleine Kind innerpsychische Konflikte lösen, z.&nbsp;B. die Angst vor dem Alleinsein, indem es sich ein inneres Bild der Bezugsperson erschafft und Verhaltensweisen von dieser übernimmt. In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pubert%C3%A4t Pubertät], wenn Selbstaufmerksamkeit und kritische Urteilsfähigkeit wachsen und der Jugendliche mehr Erfahrungen und Einsichten in andere soziale Kontexte gewonnen hat, werden die Eltern realistischer wahrgenommen. Der Jugendliche orientiert sich stärker an alternativen Vorbildern oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Ideal_(Philosophie) Idealen], die er nun selbst wählen kann.</p><p>Bei der Wahl eines Vorbildes spielen unter anderem die wahrgenommene Ähnlichkeit zum Betrachter (kann sich auch auf Einstellungen, Ziele o. Ä. beziehen), der wahrgenommene Erfolg des Vorbildes und die Überzeugung des Betrachters, dem Vorbild auch nacheifern zu können, eine Rolle. Sind diese Bedingungen erfüllt, hat das Vorbild positive Auswirkungen auf die [https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwirksamkeitserwartung Selbstwirksamkeitsüberzeugung].<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-3 [3]]</sup></p>
=== <span id="Robert_K._Merton">Robert K. Merton</span> ===
<p>Der amerikanische Soziologe [https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_K._Merton Robert K. Merton] hat in den 1950er Jahren, als er die Motivation von Medizinstudenten an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Columbia_University Columbia University] studierte, den Begriff ''role model'' (deutsch: Rollenmodell; „Vorbild“ heißt auf Englisch ''exemplar'') geprägt, der in der englischsprachigen Soziologie seither allgemein Verwendung findet. Merton verstand unter ''role models'' Vorbilder, die als Muster für spezifische [https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Rolle Rollen](z.&nbsp;B. Basketballspiel) nachgeahmt werden, und unterschied sie von ''reference individuals'' (Bezugsindividuen), die als Muster für die generelle Lebensweise nachgeahmt werden.<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-4 [4]]</sup></p><p>In der amerikanischen Pädagogik gilt ''role modeling'' – neben ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4rkung_(Psychologie) positive enforcement]'' und ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Strafe discipline]'' – heute als eine der tragenden Säulen der elterlichen und schulischen Erziehung.<sup id="cite_ref-5" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-5 [5]]</sup></p>
=== <span id="Bandura/Walters_und_Tausch/Tausch:_Lernen_am_Modell_(Vorbild)">Bandura/Walters und Tausch/Tausch: Lernen am Modell (Vorbild)</span> ===
<p>Das Lernen am Vorbild oder am Modell ist in der Lerntheorie eine bedeutsame Variante der Differenzierung und Weiterentwicklung von Verhaltenssequenzen. „Als wir das Autofahren lernten, wussten wir zumeist, wo und wie wir sitzen mussten, und wir hatten bereits durch Beobachtung anderer Personen gelernt, welche Handlungen für das Starten und fahren eines Autos notwendig sind und in welcher Reihenfolge“.<sup id="cite_ref-6" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-6 [6]]</sup></p><p>Bandura und Walters (1963) sehen drei verschiedene Lerneffekte innerhalb des Modelllernens:</p>
 
<span></span>
*Der Beobachtende erwirbt eine neue Verhaltensweise.
*Durch Beobachtung des Modells wird bereits vorhandenes Verhalten enthemmt und gehemmt.
*Bereits vorhandenes Verhalten wird ausgelöst.
<p>Tausch und Tausch thematisieren die Attraktivität von Vorbildern/Modellen:</p>
 
<span></span>
*Modelle mit hohem Ansehen sind effektiv;
*ebenso die erfolgreichen Vorbilder;
*auch Modelle mit einer guten Beziehung zur beobachtenden Person.
<p>Es lässt sich ferner unterscheiden:</p>
 
<span></span>
*das reale Modell
*das Modell im Film
*das Modell im Zeichentrickfilm
*das Modell in der Literatur.
<p>Diese unterschiedlichen Möglichkeiten haben unterschiedliche Wirkungen (Bandura). So könne das Vorbild im Zeichentrickfilm bei Kindern mit großem Interesse dafür von Bedeutung sein.</p><p>Ein Modell mit wenig angemessenem Verhalten ist nach Tausch/Tausch z. B. ein Lehrer, der die Kinder auffordert:</p>
 
<span></span>
*Seht mich gefälligst an!
*Hinsetzen!
*Du hör mal, was fällt Dir denn ein!
<p>Ein Modell mit angemessenem Sozialverhalten wäre z. B. ein Lehrer, der sagt:</p>
 
<span></span>
*Wiederhole es bitte noch einmal, es war richtig.
*Ich glaube, wir haben uns hier etwas geirrt.
*Es tut mir leid, dass du’s nicht geschafft hast.
<p>Das Lernen am Vorbild spielt vor allem bei komplexen Verhaltenssequenzen eine wichtige Rolle – wie etwa Sozialverhalten (z. B. die Art der Begrüßung) oder das Erlernen von Sportarten (Tischtennis). Auch die Formen der Aggression gegenüber bestimmten Personen und Gruppen orientieren sich an Vorbildern/Modellen. In dem Zusammenhang haben die Modelle aus Filmen und dem TV Bedeutung; insbesondere, die sich als gesellschaftlich erfolgreich darstellen oder eine positive Beziehung zum Beobachter entwickeln (hier wird das Modelllernen mit dem Verstärkungslernen kombiniert). Das Erlernen einer Sprache ist ohne geeignete Modelle erst gar nicht denkbar.</p>
== <span id="Vorbilder_bei_Kindern_und_Jugendlichen">Vorbilder bei Kindern und Jugendlichen</span> ==
=== <span id="Die_Funktion_von_vorbildlichem_Verhalten_in_der_Erziehung">Die Funktion von vorbildlichem Verhalten in der Erziehung</span> ===
<p>Während [https://de.wikipedia.org/wiki/Erziehung Erziehung] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Welt Westlichen Welt] heute stark wortlastig ist und explizite verbale Erläuterungen des Elternverhaltens und der Elternintentionen einschließt, setzt z.&nbsp;B. die [https://de.wikipedia.org/wiki/Erziehung_in_China Erziehung in China] vor allem auf das vorbildliche Verhalten der Eltern.<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-7 [7]]</sup></p>
=== <span id="Vorbild-Wahl_bei_Jugendlichen">Vorbild-Wahl bei Jugendlichen</span> ===
<p>Laut einer Jugendstudie von 2002<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-8 [8]]</sup> haben derzeit knappe 60&nbsp;% der Jugendlichen in Deutschland ein Vorbild.<sup id="cite_ref-9" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-9 [9]]</sup> Bei der Mehrheit der Vorbilder handelt es sich um Prominente und [https://de.wikipedia.org/wiki/Star_(Person) Stars] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien Massenmedien]: [https://de.wikipedia.org/wiki/Sportler Sportler], Sänger, [https://de.wikipedia.org/wiki/Schauspieler Schauspieler] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Politiker Politiker]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Mutter Mutter] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Vater Vater] belegen aber immer noch den ersten bzw. zweiten Platz in der Hitliste der Vorbilder. Dabei muss man allerdings davon ausgehen, dass nicht grundsätzlich nur bewusste Wahlen eine Rolle spielen. Unbewusste oder nicht bewusste Entscheidungen oder Vorbildfunktionen haben mit Sicherheit einen bedeutsamen Anteil am Lernen im Rahmen von Imitationsprozessen.</p><p>Eltern und Erziehende haben einen begrenzten Einfluss auf die Wahl von Kindern/Jugendlichen hinsichtlich ihrer Vorbilder. Auch ihre eigene Funktion als Vorbild können sie nicht unbegrenzt steuern. Sobald Kinder sich ihres Geschlechts bewusst sind, und das ist mit etwa zwei Jahren der Fall, gelten die Mitglieder des eigenen Geschlechts in vielen Fragen automatisch als Bezugsgruppe. Hier liegt die Grenze des Einflusses der Erziehenden. Man kann einen Jungen noch so viel mit „weiblichem“ Spielzeug (Puppen z. B.) konfrontieren; er wird sich in der Regel dafür entscheiden, was Gleichaltrige und Ältere aus seiner Bezugsgruppe favorisieren.<sup id="cite_ref-10" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-10 [10]]</sup> Mit Mädchen ist es ähnlich. Insofern spielen die Geschlechtsgenossen eine bedeutende Rolle als Vorbilder, ob es den Erziehenden passt oder nicht. Dieser Zusammenhang ist gleichzeitig ein zentraler Bestandteil der Emanzipation vom Vorbild der Eltern.</p>
=== <span id="Imitation_und_Konstruktion">Imitation und Konstruktion</span> ===
<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/David_Crystal David Crystal] macht im Zusammenhang mit dem Erlernen der Muttersprache darauf aufmerksam, dass die Nachahmung zwar eine große Rolle spiele, jedoch nicht alles erklären könne. So lerne das Kind die grammatischen Regeln kaum über das Nachahmen („Durch Nachahmung können diese Formen (der Grammatik) nicht erlernt worden sein“)<sup id="cite_ref-11" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-11 [11]]</sup> Crystal bemüht als Hinweis dafür das Beispiel des US-amerikanischen Psychologen David McNeill (geb. 1933):</p>
 
<span></span>
*Kind: Nobody don`t like me.
*Mutter: No, say „Nobody likes me“.
*Kind: Nobody don`t like me.(Dialog wird achtmal wiederholt)
*Mutter: No, now listen carefully; say: „Nobody likes me“
*Kind: Oh! Nobody don`t likes me.
 
== <span id="Zitate">Zitate</span> ==
<span></span>
*''Vorbilder werden geachtet, aber manchmal auch geliebt. ([https://de.wikipedia.org/wiki/John_Flanagan_(Leichtathlet) John Flanagan])''<sup id="cite_ref-12" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-12 [12]]</sup>
*''Sie brauchen Kinder nicht zu erziehen, sie machen einem sowieso alles nach.'' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Valentin Karl Valentin] zugeschrieben)<sup id="cite_ref-13" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-13 [13]]</sup>
*''Ich glaube, sie [Vorbilder] sind ein menschliches Urbedürfnis. Wir werden als total hilflose Wesen geboren, und deshalb brauchen wir Erwachsene, die mit der Welt zurechtkommen und an denen wir uns orientieren können. Außerdem brauchen wir Ideale, nach deren Verwirklichung wir streben können. Sonst sind wir einem Gefühl der Leere ausgesetzt. Nehmen Sie die Religion, auch sie ist auf dieses Bedürfnis zurückzuführen.'' ''was die kollektive Verehrung von Personen angeht, sind wir zu Recht vorsichtig geworden. Durch unsere autoritäre Tradition waren wir dafür sehr anfällig. Wir sehnten uns immer nach irgendwelchen Göttern, die uns beschützten. Und nachdem die Religion uns dann nicht so ganz das Richtige zu sein schien, haben wir Hitler zu Gott gemacht. Diesen kompletten Loser, der wirklich keinerlei Begabung und Vorzüge hatte. Danach konnte es keine Götter mehr geben.'' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Mitscherlich Margarete Mitscherlich])<sup id="cite_ref-14" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbild#cite_note-14 [14]]</sup>
 
== <span id="Literatur">Literatur</span> ==
<span></span>
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Bandura Albert Bandura], [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Richard_H._Walters&action=edit&redlink=1 Richard H. Walters]: ''Social Learning and personality development.'' Holt, Rinehart and Winston, New York NY 1963.
*Nathaniel L. Gage, [https://de.wikipedia.org/wiki/David_C._Berliner David C. Berliner]: ''Pädagogische Psychologie. Lehrerhandbuch. Erziehungswissenschaftliche Grundlagen für die Unterrichtspraxis.'' Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1977, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3541404914 ISBN 3-541-40491-4].
*Susan Gilbert: ''Typisch Mädchen! Typisch Junge! Praxisbuch für den Erziehungsalltag.'' (= ''dtv.'' 34078). Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2004, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3423340789 ISBN 3-423-34078-9].
*André Schütte, [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Nielsen-Sikora Jürgen Nielsen-Sikora] (Hg.): ''Wem folgen? Über Sinn, Wandel und Aktualität von Vorbildern''. J. B. Metzler, Berlin/Heidelberg 2023, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783662668375 ISBN 978-3-662-66837-5].
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Tausch Reinhard Tausch], [https://de.wikipedia.org/wiki/Anne-Marie_Tausch Anne-Marie Tausch]: ''Erziehungspsychologie. Psychologische Vorgänge in Erziehung und Unterricht.'' Verlag für Psychologie – Hogrefe, Göttingen 1963. (11. korrigierte Auflage. ebenda 1998, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3801710009 ISBN 3-8017-1000-9]).
 
== <span id="Siehe_auch">Siehe auch</span> ==
<span></span>
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Bobo_doll_study Bobo doll study]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ideal_(Philosophie) Ideal (Philosophie)]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Interaktion Interaktion]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Leitbild Leitbild]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_am_Modell Lernen am Modell]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Personenkult Personenkult]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzpatron Schutzpatron]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Star_(Person) Star (Person)]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4rkung_(Psychologie) Verstärkung (Psychologie)]
 
== <span id="Weblinks">Weblinks</span> ==
<span></span><div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Vorbild Wiktionary: Vorbild]'''&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div><div class="sisterproject"><div class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wikiquote">[[file:13px-Wikiquote-logo.svg.png|13x16px]]</span></span></div>'''[https://de.wikiquote.org/wiki/Vorbild Wikiquote: Vorbild]'''&nbsp;– Zitate</div>
*[http://www.vorbild-sein.de/ Vorbild sein – Kampagne des rheinland-pfälzischen Innenministeriums gegen Jugendalkoholismus]
*<span class="cite">Bernhard Bartsch: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/in-china-wird-er-noch-immer-von-vielen-als-revolutionaer-und-weiser-staatsmann-verehrt--eine-neue-aufsehenerregende-biografie-zeichnet-mao-zedong-als-ruecksichtslosen-machtmenschen-und-massenmoerder-die-legende-vom-grossen-mao,10810590,10325906.html ''Die Legende vom großen Mao.''] In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Zeitung Berliner Zeitung].'' 8.&nbsp;Oktober 2005,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 19.&nbsp;Juni 2015</span>.</span>
*[http://www.hum.at.tt/ Heller und Menezes]
 
== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> ==
 
#<span class="reference-text">siehe: R. Tausch, A.-M. Tausch: ''Erziehungspsychologie - Begegnung von Person zu Person.'' 9. Auflage. Verlag für Psychologie Dr. C. J. Hochrufe, Göttingen/ Toronto/ Zürich 1979.</span>
#<span class="reference-text">S. Freud: ''Massenpsychologie und Ich-Analyse.'' 1921, S. 68. [https://archive.org/stream/massenpsycholog00freugoog#page/n77/mode/2up/search/vorbild archive.org]</span>
#<span class="reference-text">letzter Abschnitt siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialkognitive_Lerntheorie Sozialkognitive Lerntheorie]/[https://de.wikipedia.org/wiki/Modell-Lernen Modell-Lernen] und Theorie zur Selbstwirksamkeit von [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Bandura Albert Bandura]</span>
#<span class="reference-text">Robert K. Merton: ''Social theory and social structure.'' 1968, S. 357.</span>
#<span class="reference-text">Z.B. Barbara Kay Polland: ''The Parenting Challenge: Practical Answers to Childrearing Questions.'' Tricycle Press, 1993, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/1883672082 ISBN 1-883672-08-2].</span>
#<span class="reference-text">N. L. Gage, D. C. Berliner: ''Pädagogische Psychologie.'' 1977.</span>
#<span class="reference-text"><span class="cite">ShamAh Md-Yunus: [http://thekeep.eiu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1009&context=eemedu_fac ''Childcare Practices in Three Asian Countries.''] 2005,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 17.&nbsp;Juli 2017</span> (Forschungsartikel für die Eastern Illinois University).</span></span>
#<span class="reference-text">z.&nbsp;B. J. Zinnecker u. a.: ''Null Zoff & Voll Busy.'' 2002.</span>
#<span class="reference-text">J. Zinnecker u. a.: ''null zoff & voll busy. Die erste Jugendgeneration des neuen Jahrhunderts. Ein Selbstbild.'' Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biographieforschung, Siegen 2002, S. 52–56.</span>
#<span class="reference-text">Susan Gilbert: ''Typisch Mädchen! Typisch Junge!'' 2004.</span>
#<span class="reference-text">David Crystal: ''Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache.'' Campus Verlag, Frankfurt/ New York 1993, S. 234.</span>
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_M._Ronner Markus M. Ronner]: ''Die besten Pointen des 20. Jahrhunderts&nbsp;: humoristisch-satirische geistesblitze, nach Stichwörtern alphabetisch geordnet.'' Gondrom., Stuttgart 1990.</span>
#<span class="reference-text">[http://www.familie.de/eltern/eltern-sein/artikel/miteinander-reden-in-der-familie/miteinander-reden-loest-konflikte/ Miteinander reden in der Familie]</span>
#<span class="reference-text">Anita Blasberg: ''Vorbilder. Land ohne Helden.'' In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Zeit Die Zeit].'' Nr. 9, 2007.[http://www.zeit.de/2007/09/Vorbilder-Mitscherlich (www.zeit.de)] Ein Gespräch mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Mitscherlich Margarete Mitscherlich] über das Urbedürfnis nach Vorbildern und den gesunden Zweifel gegenüber kollektiver Verehrung. Anmerkung: Margarete Mitscherlich veröffentlichte 1978 ''Das Ende der Vorbilder. Vom Nutzen und Nachteil der Idealisierung''. Piper, München 1990, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3492101836 ISBN 3-492-10183-6].</span>

Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:35 Uhr

vor–Bild, ahd.-deu., Wrtdtng: Bild zur nachahmenden, abbildenden übertragenden Fertigung eines Abbild;

‘Muster, Beispiel’, ahd. forabilidi (11. Jh.), mhd. vorbilde ‘Sinnbild, Vorbild’; vgl. Leitsatz, Leitbild, Sinnbild

Vorbild

Vorbild ist eine Person oder Sache, die als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinne ist ein Vorbild eine Person, mit der ein – meist junger – Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen versucht.

Während unter „Vorbildern“ meist Personen verstanden werden, die dem Betreffenden aufgrund ihres hohen Ansehens eher nicht nahestehen, beschäftigen Soziologen und Psychologen sich mehr mit Rollenmodellen im unmittelbaren sozialen Umfeld (Eltern, Peergroup), deren Verhalten unbewusst nachgeahmt wird, was allerdings von großer Bedeutung für einen individuellen Entwicklungsprozess sein kann.[1]

Vorbild-Theorien

Nachahmung

Sigmund Freud

Viele Theorien über Vorbilder greifen auf Theorien zurück, die Sigmund Freud angeregt hat. Er sah die „Identifizierung“ mit einem Vorbild als einen psychodynamischen Prozess, der eine Angleichung des eigenen Ich zu dem zum Vorbild genommenen Ich zum Ziel hat.[2] In Folge benimmt sich das erste Ich in bestimmten Hinsichten so, wie das andere, ahmt es nach und nimmt es gewissermaßen in sich auf. In der frühen Kindheit sind die Eltern oder primären Bezugspersonen die wichtigsten Vorbilder, sie werden unreflektiert nachgeahmt. Durch die Identifizierung mit den Bezugspersonen kann das kleine Kind innerpsychische Konflikte lösen, z. B. die Angst vor dem Alleinsein, indem es sich ein inneres Bild der Bezugsperson erschafft und Verhaltensweisen von dieser übernimmt. In der Pubertät, wenn Selbstaufmerksamkeit und kritische Urteilsfähigkeit wachsen und der Jugendliche mehr Erfahrungen und Einsichten in andere soziale Kontexte gewonnen hat, werden die Eltern realistischer wahrgenommen. Der Jugendliche orientiert sich stärker an alternativen Vorbildern oder Idealen, die er nun selbst wählen kann.

Bei der Wahl eines Vorbildes spielen unter anderem die wahrgenommene Ähnlichkeit zum Betrachter (kann sich auch auf Einstellungen, Ziele o. Ä. beziehen), der wahrgenommene Erfolg des Vorbildes und die Überzeugung des Betrachters, dem Vorbild auch nacheifern zu können, eine Rolle. Sind diese Bedingungen erfüllt, hat das Vorbild positive Auswirkungen auf die Selbstwirksamkeitsüberzeugung.[3]

Robert K. Merton

Der amerikanische Soziologe Robert K. Merton hat in den 1950er Jahren, als er die Motivation von Medizinstudenten an der Columbia University studierte, den Begriff role model (deutsch: Rollenmodell; „Vorbild“ heißt auf Englisch exemplar) geprägt, der in der englischsprachigen Soziologie seither allgemein Verwendung findet. Merton verstand unter role models Vorbilder, die als Muster für spezifische Rollen(z. B. Basketballspiel) nachgeahmt werden, und unterschied sie von reference individuals (Bezugsindividuen), die als Muster für die generelle Lebensweise nachgeahmt werden.[4]

In der amerikanischen Pädagogik gilt role modeling – neben positive enforcement und discipline – heute als eine der tragenden Säulen der elterlichen und schulischen Erziehung.[5]

Bandura/Walters und Tausch/Tausch: Lernen am Modell (Vorbild)

Das Lernen am Vorbild oder am Modell ist in der Lerntheorie eine bedeutsame Variante der Differenzierung und Weiterentwicklung von Verhaltenssequenzen. „Als wir das Autofahren lernten, wussten wir zumeist, wo und wie wir sitzen mussten, und wir hatten bereits durch Beobachtung anderer Personen gelernt, welche Handlungen für das Starten und fahren eines Autos notwendig sind und in welcher Reihenfolge“.[6]

Bandura und Walters (1963) sehen drei verschiedene Lerneffekte innerhalb des Modelllernens:

  • Der Beobachtende erwirbt eine neue Verhaltensweise.
  • Durch Beobachtung des Modells wird bereits vorhandenes Verhalten enthemmt und gehemmt.
  • Bereits vorhandenes Verhalten wird ausgelöst.

Tausch und Tausch thematisieren die Attraktivität von Vorbildern/Modellen:

  • Modelle mit hohem Ansehen sind effektiv;
  • ebenso die erfolgreichen Vorbilder;
  • auch Modelle mit einer guten Beziehung zur beobachtenden Person.

Es lässt sich ferner unterscheiden:

  • das reale Modell
  • das Modell im Film
  • das Modell im Zeichentrickfilm
  • das Modell in der Literatur.

Diese unterschiedlichen Möglichkeiten haben unterschiedliche Wirkungen (Bandura). So könne das Vorbild im Zeichentrickfilm bei Kindern mit großem Interesse dafür von Bedeutung sein.

Ein Modell mit wenig angemessenem Verhalten ist nach Tausch/Tausch z. B. ein Lehrer, der die Kinder auffordert:

  • Seht mich gefälligst an!
  • Hinsetzen!
  • Du hör mal, was fällt Dir denn ein!

Ein Modell mit angemessenem Sozialverhalten wäre z. B. ein Lehrer, der sagt:

  • Wiederhole es bitte noch einmal, es war richtig.
  • Ich glaube, wir haben uns hier etwas geirrt.
  • Es tut mir leid, dass du’s nicht geschafft hast.

Das Lernen am Vorbild spielt vor allem bei komplexen Verhaltenssequenzen eine wichtige Rolle – wie etwa Sozialverhalten (z. B. die Art der Begrüßung) oder das Erlernen von Sportarten (Tischtennis). Auch die Formen der Aggression gegenüber bestimmten Personen und Gruppen orientieren sich an Vorbildern/Modellen. In dem Zusammenhang haben die Modelle aus Filmen und dem TV Bedeutung; insbesondere, die sich als gesellschaftlich erfolgreich darstellen oder eine positive Beziehung zum Beobachter entwickeln (hier wird das Modelllernen mit dem Verstärkungslernen kombiniert). Das Erlernen einer Sprache ist ohne geeignete Modelle erst gar nicht denkbar.

Vorbilder bei Kindern und Jugendlichen

Die Funktion von vorbildlichem Verhalten in der Erziehung

Während Erziehung in der Westlichen Welt heute stark wortlastig ist und explizite verbale Erläuterungen des Elternverhaltens und der Elternintentionen einschließt, setzt z. B. die Erziehung in China vor allem auf das vorbildliche Verhalten der Eltern.[7]

Vorbild-Wahl bei Jugendlichen

Laut einer Jugendstudie von 2002[8] haben derzeit knappe 60 % der Jugendlichen in Deutschland ein Vorbild.[9] Bei der Mehrheit der Vorbilder handelt es sich um Prominente und Stars aus den Massenmedien: Sportler, Sänger, Schauspieler oder Politiker. Mutter und Vater belegen aber immer noch den ersten bzw. zweiten Platz in der Hitliste der Vorbilder. Dabei muss man allerdings davon ausgehen, dass nicht grundsätzlich nur bewusste Wahlen eine Rolle spielen. Unbewusste oder nicht bewusste Entscheidungen oder Vorbildfunktionen haben mit Sicherheit einen bedeutsamen Anteil am Lernen im Rahmen von Imitationsprozessen.

Eltern und Erziehende haben einen begrenzten Einfluss auf die Wahl von Kindern/Jugendlichen hinsichtlich ihrer Vorbilder. Auch ihre eigene Funktion als Vorbild können sie nicht unbegrenzt steuern. Sobald Kinder sich ihres Geschlechts bewusst sind, und das ist mit etwa zwei Jahren der Fall, gelten die Mitglieder des eigenen Geschlechts in vielen Fragen automatisch als Bezugsgruppe. Hier liegt die Grenze des Einflusses der Erziehenden. Man kann einen Jungen noch so viel mit „weiblichem“ Spielzeug (Puppen z. B.) konfrontieren; er wird sich in der Regel dafür entscheiden, was Gleichaltrige und Ältere aus seiner Bezugsgruppe favorisieren.[10] Mit Mädchen ist es ähnlich. Insofern spielen die Geschlechtsgenossen eine bedeutende Rolle als Vorbilder, ob es den Erziehenden passt oder nicht. Dieser Zusammenhang ist gleichzeitig ein zentraler Bestandteil der Emanzipation vom Vorbild der Eltern.

Imitation und Konstruktion

David Crystal macht im Zusammenhang mit dem Erlernen der Muttersprache darauf aufmerksam, dass die Nachahmung zwar eine große Rolle spiele, jedoch nicht alles erklären könne. So lerne das Kind die grammatischen Regeln kaum über das Nachahmen („Durch Nachahmung können diese Formen (der Grammatik) nicht erlernt worden sein“)[11] Crystal bemüht als Hinweis dafür das Beispiel des US-amerikanischen Psychologen David McNeill (geb. 1933):

  • Kind: Nobody don`t like me.
  • Mutter: No, say „Nobody likes me“.
  • Kind: Nobody don`t like me.(Dialog wird achtmal wiederholt)
  • Mutter: No, now listen carefully; say: „Nobody likes me“
  • Kind: Oh! Nobody don`t likes me.

Zitate

  • Vorbilder werden geachtet, aber manchmal auch geliebt. (John Flanagan)[12]
  • Sie brauchen Kinder nicht zu erziehen, sie machen einem sowieso alles nach. (Karl Valentin zugeschrieben)[13]
  • Ich glaube, sie [Vorbilder] sind ein menschliches Urbedürfnis. Wir werden als total hilflose Wesen geboren, und deshalb brauchen wir Erwachsene, die mit der Welt zurechtkommen und an denen wir uns orientieren können. Außerdem brauchen wir Ideale, nach deren Verwirklichung wir streben können. Sonst sind wir einem Gefühl der Leere ausgesetzt. Nehmen Sie die Religion, auch sie ist auf dieses Bedürfnis zurückzuführen. was die kollektive Verehrung von Personen angeht, sind wir zu Recht vorsichtig geworden. Durch unsere autoritäre Tradition waren wir dafür sehr anfällig. Wir sehnten uns immer nach irgendwelchen Göttern, die uns beschützten. Und nachdem die Religion uns dann nicht so ganz das Richtige zu sein schien, haben wir Hitler zu Gott gemacht. Diesen kompletten Loser, der wirklich keinerlei Begabung und Vorzüge hatte. Danach konnte es keine Götter mehr geben. (Margarete Mitscherlich)[14]

Literatur

  • Albert Bandura, Richard H. Walters: Social Learning and personality development. Holt, Rinehart and Winston, New York NY 1963.
  • Nathaniel L. Gage, David C. Berliner: Pädagogische Psychologie. Lehrerhandbuch. Erziehungswissenschaftliche Grundlagen für die Unterrichtspraxis. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1977, ISBN 3-541-40491-4.
  • Susan Gilbert: Typisch Mädchen! Typisch Junge! Praxisbuch für den Erziehungsalltag. (= dtv. 34078). Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2004, ISBN 3-423-34078-9.
  • André Schütte, Jürgen Nielsen-Sikora (Hg.): Wem folgen? Über Sinn, Wandel und Aktualität von Vorbildern. J. B. Metzler, Berlin/Heidelberg 2023, ISBN 978-3-662-66837-5.
  • Reinhard Tausch, Anne-Marie Tausch: Erziehungspsychologie. Psychologische Vorgänge in Erziehung und Unterricht. Verlag für Psychologie – Hogrefe, Göttingen 1963. (11. korrigierte Auflage. ebenda 1998, ISBN 3-8017-1000-9).

Siehe auch

Wiktionary: Vorbild – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Vorbild – Zitate

Einzelnachweise

  1. siehe: R. Tausch, A.-M. Tausch: Erziehungspsychologie - Begegnung von Person zu Person. 9. Auflage. Verlag für Psychologie Dr. C. J. Hochrufe, Göttingen/ Toronto/ Zürich 1979.
  2. S. Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse. 1921, S. 68. archive.org
  3. letzter Abschnitt siehe Sozialkognitive Lerntheorie/Modell-Lernen und Theorie zur Selbstwirksamkeit von Albert Bandura
  4. Robert K. Merton: Social theory and social structure. 1968, S. 357.
  5. Z.B. Barbara Kay Polland: The Parenting Challenge: Practical Answers to Childrearing Questions. Tricycle Press, 1993, ISBN 1-883672-08-2.
  6. N. L. Gage, D. C. Berliner: Pädagogische Psychologie. 1977.
  7. ShamAh Md-Yunus: Childcare Practices in Three Asian Countries. 2005, abgerufen am 17. Juli 2017 (Forschungsartikel für die Eastern Illinois University).
  8. z. B. J. Zinnecker u. a.: Null Zoff & Voll Busy. 2002.
  9. J. Zinnecker u. a.: null zoff & voll busy. Die erste Jugendgeneration des neuen Jahrhunderts. Ein Selbstbild. Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biographieforschung, Siegen 2002, S. 52–56.
  10. Susan Gilbert: Typisch Mädchen! Typisch Junge! 2004.
  11. David Crystal: Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache. Campus Verlag, Frankfurt/ New York 1993, S. 234.
  12. Markus M. Ronner: Die besten Pointen des 20. Jahrhunderts : humoristisch-satirische geistesblitze, nach Stichwörtern alphabetisch geordnet. Gondrom., Stuttgart 1990.
  13. Miteinander reden in der Familie
  14. Anita Blasberg: Vorbilder. Land ohne Helden. In: Die Zeit. Nr. 9, 2007.(www.zeit.de) Ein Gespräch mit Margarete Mitscherlich über das Urbedürfnis nach Vorbildern und den gesunden Zweifel gegenüber kollektiver Verehrung. Anmerkung: Margarete Mitscherlich veröffentlichte 1978 Das Ende der Vorbilder. Vom Nutzen und Nachteil der Idealisierung. Piper, München 1990, ISBN 3-492-10183-6.