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vor

aus AufEinWort, der freien Forschung

vo + r | zeigt eine zeitlich-örtliche Seinheit an; zeigt die Beziehung von einem zum anderen Daseine oder Zeit so an, dass einem Dasein oder einer Zeit die jeweils andere nachfolgt, in Ort oder stelle früher ist;

¦⊕¦ hat auch immer einen zeitlichen Bezug auch wenn es örtlich ist; zeit örtliche Beziehungen an; was örtlich-zeitlich früher ist ist für die Betrachtung auch Erster, jedoch nicht bedingt, da man nur eine Beziehung betrachtet, somit bedeutet vor nicht Erster;

¦⊗¦ Gegenwort zu hinter; ein räumliches Verhältnis ausdrückend; die Bewegungsrichtung (dorthin), dann auch zeitliche, begründete und andere Beziehungen kennzeichnend; ‘vorn, nach vorn, früher’) findet sich heute nur noch resthaft (vgl. nach wie vor‘weiterhin, immer noch’), setzt sich aber in mit vor- trennbar zusammengesetzten Verben (daraus verkürzt Aufforderungen wie Freiwillige vor!) und sich an diese anschließenden Substantiven fort; lat. pre- steht für vor prae- für vornan, zuvor, vorher.

¦√¦ strg. fur;

¦↵¦ uig. *per- ; ugerm.*pr̥h₂-oy,, *furai ; uwgerm. *forē, "vor, vorher" ; germ. *furi, woraus ahd. furi, mhd. vür(e), nhd. für) zu pie.*per ‘das Hinausführen über’;

pie. *pərā̌ bzw. *pṛ- ; germ. *fur(a), das wie aind. purā́ ‘vormals, früher’, griech. pára, pará (πάρα, παρά) ‘daneben, dabei, von … her, neben, bei, entlang’; ahd. fora (8. Jh.), mhd. vor(e), asächs. for(a), fore, far, mnd. vȫr, mnl. vōre, voor, nl. voor, afries. aengl. fore, got. faúra;

vor Präp. Adv. in präpositionaler Verwendung zunächst ein räumliches Verhältnis ausdrückend (ursprünglich nur mit Dativ die Ruhelage, ‘an der vorderen, sichtbaren Seite von’, im Nhd. ebenso mit Akkusativ die Bewegungsrichtung dorthin), dann auch (mit Dativ) zeitliche, kausale und andere Beziehungen kennzeichnend;

  • der bis ins ältere Nhd. lebendige adverbielle Gebrauch (‘vorn, nach vorn, früher’) findet sich heute nur noch resthaft (vgl. nach wie vor ‘weiterhin, immer noch’), setzt sich aber in mit vor- trennbar zusammengesetzten Verben (daraus verkürzt Aufforderungen wie Freiwillige vor!) und sich an diese anschließenden Substantiven fort.
  • Ahd. fora (8. Jh.), mhd. vor(e), asächs. for(a), fore, far, mnd. vȫr, mnl. vōre, voor, nl. voor, afries. aengl. fore, got. faúra beruhen auf germ. *fur(a), das wie aind. purā́ ‘vormals, früher’, griech. pára, pará (πάρα, παρά) ‘daneben, dabei, von … her, neben, bei, entlang’ auf ie. *pərā̌ bzw. *pṛ- zurückgeht.
  • Dieses gehört ebenso wie ie. *pəri-, *pri- (germ. *furi, woraus ahd. furi, mhd. vür(e), nhd. für) zu ie.*per ‘das Hinausführen über’ (s. auch ver-).
  • Die lokalen Präpositionen ahd. fora, mhd. vor(e) und ahd. furi, mhd. vür(e) (zur Lage- bzw. Richtungsangabe) unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Kasusrektion.
  • Im älteren Nhd. tritt dann Unsicherheit des Gebrauchs ein, die durch Neuregelung der Grammatiker seit dem 18. Jh. überwunden wird; s. für. Adverbielles vor verbindet sich mit anderen Adverbien zu Komposita wie voran