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„daß“ – Versionsunterschied

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<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ da + ß;</p><p style="text-align: justify;" >¦∅¦ "daß" bezieht sich immer auf einen Daseinszustand, während sich "das" auf ein Dasein bezieht;</p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ die orthographische Unterscheidung von <span class="etymwb-mentioned">das</span> und <span class="etymwb-mentioned">daß</span> setzt im 16. Jh. ein.</p><p>¦√¦ unbekannt;<br></p><p style="text-align: justify;" >¦↵¦ uger. <em class="Latinx mention" lang="gem-pro">[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/%C3%BEat *þat] </em>Neuter<em class="Latinx mention" lang="gem-pro"> von [https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/sa *sa]; </em>ahd. <span class="etymwb-mentioned">thaʒ, <em class="Latn mention" lang="goh">[https://en.wiktionary.org/wiki/daz#Old_High_German daz]</em></span>; aengl. <em class="Latinx mention" lang="ang">[https://en.wiktionary.org/wiki/%C3%BE%C3%A6t#Old_English þæt]</em>; <span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">Konj. </span></span>hervorgegangen aus dem Demonstrativpronomen <span class="etymwb-mentioned">das</span>, der neutralen Form von [https://www.dwds.de/wb/etymwb/der der] (s. d.);</p><p style="text-align: justify;" >Der Übergang des Demonstrativums zur unterordnenden Konjunktion erfolgt in nebengeordneten Sätzen des Typs <span class="etymwb-mentioned">ich weiß das, er kommt</span>.</p><p style="text-align: justify;" >Das Demonstrativpronomen am Ende des ersten Satzes, das auf den folgenden Satzinhalt vorausweist, wird durch Verschiebung der Satzgrenze zum Anfang des zweiten Satzes gezogen: <span class="etymwb-mentioned">ich weiß, daß er kommt</span>.</p><p style="text-align: justify;" >Diese Entwicklung findet sich in allen germ. Sprachen.</p><p style="text-align: justify;" >Bereits im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">Ahd.</abbr> ist der Gebrauch von <span class="etymwb-mentioned">thaʒ</span> als Konjunktion voll ausgebildet. Vgl. <span class="etymwb-bibl"><span class="etymwb-author">Müller/Frings</span>Entstehung der dt. daß-Sätze (1959)</span>.</p>
<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ [[da]] + [[-ß]];</p><p style="text-align: justify;" >¦∅¦ "daß" bezieht sich immer auf einen Daseinszustand, während sich "das" auf ein Dasein bezieht;</p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ die orthographische Unterscheidung von <span class="etymwb-mentioned">das</span> und <span class="etymwb-mentioned">daß</span> setzt im 16. Jh. ein.</p><p>¦√¦ unbekannt;<br></p><p style="text-align: justify;" >¦↵¦ uger. <em class="Latinx mention" lang="gem-pro">[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/%C3%BEat *þat] </em>Neuter<em class="Latinx mention" lang="gem-pro"> von [https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/sa *sa]; </em>ahd. <span class="etymwb-mentioned">thaʒ, <em class="Latn mention" lang="goh">[https://en.wiktionary.org/wiki/daz#Old_High_German daz]</em></span>; aengl. <em class="Latinx mention" lang="ang">[https://en.wiktionary.org/wiki/%C3%BE%C3%A6t#Old_English þæt]</em>; <span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">Konj. </span></span>hervorgegangen aus dem Demonstrativpronomen <span class="etymwb-mentioned">das</span>, der neutralen Form von [https://www.dwds.de/wb/etymwb/der der] (s. d.);</p><p style="text-align: justify;" >Der Übergang des Demonstrativums zur unterordnenden Konjunktion erfolgt in nebengeordneten Sätzen des Typs <span class="etymwb-mentioned">ich weiß das, er kommt</span>.</p><p style="text-align: justify;" >Das Demonstrativpronomen am Ende des ersten Satzes, das auf den folgenden Satzinhalt vorausweist, wird durch Verschiebung der Satzgrenze zum Anfang des zweiten Satzes gezogen: <span class="etymwb-mentioned">ich weiß, daß er kommt</span>.</p><p style="text-align: justify;" >Diese Entwicklung findet sich in allen germ. Sprachen.</p><p style="text-align: justify;" >Bereits im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">Ahd.</abbr> ist der Gebrauch von <span class="etymwb-mentioned">thaʒ</span> als Konjunktion voll ausgebildet. Vgl. <span class="etymwb-bibl"><span class="etymwb-author">Müller/Frings</span>Entstehung der dt. daß-Sätze (1959)</span>.</p>

Aktuelle Version vom 21. Dezember 2023, 21:01 Uhr

¦∑¦ da + -ß;

¦∅¦ "daß" bezieht sich immer auf einen Daseinszustand, während sich "das" auf ein Dasein bezieht;

¦⊗¦ die orthographische Unterscheidung von das und daß setzt im 16. Jh. ein.

¦√¦ unbekannt;

¦↵¦ uger. *þat Neuter von *sa; ahd. thaʒ, daz; aengl. þæt; Konj. hervorgegangen aus dem Demonstrativpronomen das, der neutralen Form von der (s. d.);

Der Übergang des Demonstrativums zur unterordnenden Konjunktion erfolgt in nebengeordneten Sätzen des Typs ich weiß das, er kommt.

Das Demonstrativpronomen am Ende des ersten Satzes, das auf den folgenden Satzinhalt vorausweist, wird durch Verschiebung der Satzgrenze zum Anfang des zweiten Satzes gezogen: ich weiß, daß er kommt.

Diese Entwicklung findet sich in allen germ. Sprachen.

Bereits im Ahd. ist der Gebrauch von thaʒ als Konjunktion voll ausgebildet. Vgl. Müller/FringsEntstehung der dt. daß-Sätze (1959).