daß
¦∅¦ "daß" bezieht sich immer auf einen Daseinszustand, während sich "das" auf ein Dasein bezieht;
¦⊗¦ die orthographische Unterscheidung von das und daß setzt im 16. Jh. ein.
¦√¦ unbekannt;
¦↵¦ uger. *þat Neuter von *sa; ahd. thaʒ, daz; aengl. þæt; Konj. hervorgegangen aus dem Demonstrativpronomen das, der neutralen Form von der (s. d.);
Der Übergang des Demonstrativums zur unterordnenden Konjunktion erfolgt in nebengeordneten Sätzen des Typs ich weiß das, er kommt.
Das Demonstrativpronomen am Ende des ersten Satzes, das auf den folgenden Satzinhalt vorausweist, wird durch Verschiebung der Satzgrenze zum Anfang des zweiten Satzes gezogen: ich weiß, daß er kommt.
Diese Entwicklung findet sich in allen germ. Sprachen.
Bereits im Ahd. ist der Gebrauch von thaʒ als Konjunktion voll ausgebildet. Vgl. Entstehung der dt. daß-Sätze (1959).