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„fältig“ – Versionsunterschied

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[[Fält]] + [[-ig]], Nf. v. [[faltig]]<div class="zenoCOMain">
== -Fältig ==
== -Fältig<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 36-37.
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<div class="zenoCOAdRight">[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0036 [36]] '''-Fältig''', in einigen wenigen Fällen [[-faltig]], das vorige Wort, welches mit allen bestimmten und einigen unbestimmten Zahlwörtern zusammen gesetzet wird.  
Es bildet alsdann,  
 
* 1) Wiederhohlungszahlen,  
** wie [[-fach]], anzudeuten, daß eine Sache so oft zusammen gelegt, genommen oder wiederhohlt werden soll, als es das vorstehende Wort erfordert.
*** Eine dreyfältige[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0036 [36]] Schnur, Pred. 4, 12.  
** Mit bestimmten Zahlwörtern ist es in dieser Bedeutung im Hochdeutschen wenig mehr üblich, weil -fach dafür gebraucht wird;  
*** üblicher ist es in [[vielfältig]] und [[mannigfaltig]], wie auch in dem figürlichen [[einfältig]], wie auch in dem, obgleich sehr ungeschickten, [[dreifaltig|dreyfaltig]], von dem göttlichen Wesen gebraucht.  
* 2) Verhältnißzahlen,  
** ein geometrisches Verhältniß zu bezeichnen, in welcher Bedeutung -fach nicht üblich ist.  
*** Zehnfältige, hundertfältige Früchte bringen, zehn Mahl, hundert Mahl so viel, als man ausgesäet hat.
</div><p class="zenoPLm4n0">Anm. </p>
 
* Dieses Wort ist in Gesellschaft der Zahlwörter schon alt, denn ''sibun falta, thrifaldu, thrizug falto'' und ''zehenzug falto'' kommen schon bey dem [[Kero]], im [[Isidor]] und [[Tatian]] vor.  
* Das [[ä]] ist der herrschende Vocal, nur in dreyfaltig, wenn es von dem göttlichen Wesen gebraucht wird, und in mannigfaltig behält es das a.  
* Im Oberdeutschen ist dafür noch [[-falt]] üblich, zweyfalt, dreyfalt, mannigfalt u.s.f. welches aber im Hochdeutschen veraltet ist.</div><div class="zenoCOFooter"></div>

Aktuelle Version vom 24. Dezember 2023, 15:18 Uhr

Fält + -ig, Nf. v. faltig

-Fältig[1]

[36] -Fältig, in einigen wenigen Fällen -faltig, das vorige Wort, welches mit allen bestimmten und einigen unbestimmten Zahlwörtern zusammen gesetzet wird.

Es bildet alsdann,

  • 1) Wiederhohlungszahlen,
    • wie -fach, anzudeuten, daß eine Sache so oft zusammen gelegt, genommen oder wiederhohlt werden soll, als es das vorstehende Wort erfordert.
      • Eine dreyfältige[36] Schnur, Pred. 4, 12.
    • Mit bestimmten Zahlwörtern ist es in dieser Bedeutung im Hochdeutschen wenig mehr üblich, weil -fach dafür gebraucht wird;
  • 2) Verhältnißzahlen,
    • ein geometrisches Verhältniß zu bezeichnen, in welcher Bedeutung -fach nicht üblich ist.
      • Zehnfältige, hundertfältige Früchte bringen, zehn Mahl, hundert Mahl so viel, als man ausgesäet hat.

Anm.

  • Dieses Wort ist in Gesellschaft der Zahlwörter schon alt, denn sibun falta, thrifaldu, thrizug falto und zehenzug falto kommen schon bey dem Kero, im Isidor und Tatian vor.
  • Das ä ist der herrschende Vocal, nur in dreyfaltig, wenn es von dem göttlichen Wesen gebraucht wird, und in mannigfaltig behält es das a.
  • Im Oberdeutschen ist dafür noch -falt üblich, zweyfalt, dreyfalt, mannigfalt u.s.f. welches aber im Hochdeutschen veraltet ist.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 36-37. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000142557 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 36 | 37 Kategorien: Lexikalischer Artikel