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„eu“ – Versionsunterschied

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[ [[e-]] + [[-u]] ]
[ [[e-]] + [[-u]] ][ Nf. [[ew]], [[oi]], [[ui]] ]


Ein „e“ vor einem „u“ bezeichnet in der Regel den Diphthong ([ɔʏ]): „neun“, „Rheuma“. Auch hier gibt es die Getrenntsprechung an der Silbengrenze: „ausge-ufert“, „Muse-um“.  
Ein „e“ vor einem „u“ bezeichnet in der Regel den Diphthong ([ɔʏ]): „neun“, „Rheuma“. Auch hier gibt es die Getrenntsprechung an der Silbengrenze: „ausge-ufert“, „Muse-um“.  


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== Eu ==
== <ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1980. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000139637; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</ref>eu, Eu ==
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* ein Doppellaut,  
** welcher vornehmlich der Oberdeutschen Mundart eigen,  
** und aus derselben auch in die Hochdeutsche Mundart gekommen ist.  
*** Euch, Eule, Freund, Heu, neu.  
** Die Niederdeutsche Mundart,  
*** eine Feindinn aller breiten Doppellaute,  
**** weiß ihm in den meisten Fällen  
***** durch das u, ü oder ij zu entgehen;  
****** juk, jik,  
****** ju, euch,  
****** Ule, Eule,  
****** Fründ, Freund,  
****** sucht, feucht,  
****** Büdel, Beutel,  
****** Büte, Beute,  
****** Für, Feuer,  
****** nij, neu.  
*** Einige gemeine Hochdeutsche Mundarten,  
**** welche das Unangenehme in diesem Doppellaute empfinden,  
***** suchen ihn, wo es möglich ist, in ein ö zu verwandeln.  
****** Fröde für Freude.  
** Allein, da wir ihn einmahl schreiben,  
*** so ist es auch billig, daß wir ihn so aussprechen, wie er geschrieben wird.  
*** Dagegen pflegen andere Oberdeutsche Mundarten,  
**** welchen dieser Doppellaut noch nicht rauh und breit genug ist,  
**** ihn gerne in ein [[oi]] und [[ui]] umzubilden.  
***** Oile, Eule,  
***** oich, uich, euch,  
***** Foir, Feuer,  
***** hoit, heut  
***** u.s.f.  
*** Andere Mundarten,  
**** z.B. die Cölnische,  
**** lässet ihm gerne ein [[-v]] oder [[-w]] nachschleichen.  
***** Euver, euwer, euer,  
***** Feuver, Feuer,  
***** theuver, theuer.  
**** Ja ehedem schrieb man statt <span class="zenoTXHighlight0">eu</span>, nur [[ew]],  
***** welches denn wie euv ausgesprochen wurde,  
***** wovon das Wort euer noch ein Überbleibsel aufbehalten hat;  
***** S. dasselbe. Von der Verwandelung des [[ie]] in <span class="zenoTXHighlight0">eu</span> in einigen Zeitwörtern, S. [[je|Je]].
</div></div><p></p>

Aktuelle Version vom 30. Dezember 2023, 17:08 Uhr

[ e- + -u ][ Nf. ew, oi, ui ]

Ein „e“ vor einem „u“ bezeichnet in der Regel den Diphthong ([ɔʏ]): „neun“, „Rheuma“. Auch hier gibt es die Getrenntsprechung an der Silbengrenze: „ausge-ufert“, „Muse-um“.

[1]eu, Eu

[2]Eu,
  • ein Doppellaut,
    • welcher vornehmlich der Oberdeutschen Mundart eigen,
    • und aus derselben auch in die Hochdeutsche Mundart gekommen ist.
      • Euch, Eule, Freund, Heu, neu.
    • Die Niederdeutsche Mundart,
      • eine Feindinn aller breiten Doppellaute,
        • weiß ihm in den meisten Fällen
          • durch das u, ü oder ij zu entgehen;
            • juk, jik,
            • ju, euch,
            • Ule, Eule,
            • Fründ, Freund,
            • sucht, feucht,
            • Büdel, Beutel,
            • Büte, Beute,
            • Für, Feuer,
            • nij, neu.
      • Einige gemeine Hochdeutsche Mundarten,
        • welche das Unangenehme in diesem Doppellaute empfinden,
          • suchen ihn, wo es möglich ist, in ein ö zu verwandeln.
            • Fröde für Freude.
    • Allein, da wir ihn einmahl schreiben,
      • so ist es auch billig, daß wir ihn so aussprechen, wie er geschrieben wird.
      • Dagegen pflegen andere Oberdeutsche Mundarten,
        • welchen dieser Doppellaut noch nicht rauh und breit genug ist,
        • ihn gerne in ein oi und ui umzubilden.
          • Oile, Eule,
          • oich, uich, euch,
          • Foir, Feuer,
          • hoit, heut
          • u.s.f.
      • Andere Mundarten,
        • z.B. die Cölnische,
        • lässet ihm gerne ein -v oder -w nachschleichen.
          • Euver, euwer, euer,
          • Feuver, Feuer,
          • theuver, theuer.
        • Ja ehedem schrieb man statt eu, nur ew,
          • welches denn wie euv ausgesprochen wurde,
          • wovon das Wort euer noch ein Überbleibsel aufbehalten hat;
          • S. dasselbe. Von der Verwandelung des ie in eu in einigen Zeitwörtern, S. Je.

  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1980. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000139637; Lizenz: Gemeinfrei
  2. ↑ [1980]