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„mitteldeutsch“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 16. Januar 2024, 14:16 Uhr

mittel + deutsch, Mitteldeutsch

mitteldeutsch (Deutsch)

Positiv Komparativ Superlativ
mitteldeutsch — —
Alle weiteren Formen: Flexion:mitteldeutsch

Worttrennung:

mit·tel·deutsch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈmɪtl̩ˌdɔɪ̯tʃ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild mitteldeutsch (Info)

Bedeutungen:

[1] Geographie: Mitteldeutschland betreffend
[2] Linguistik: die in Mitteldeutschland, das heißt zwischen dem Niederdeutschen im Norden und dem Oberdeutschen im Süden befindlichen Dialektebetreffend; diejenigen deutschen Dialekte betreffend, die von der zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung nur teilweise betroffen wurden

Abkürzungen:

[1, 2] md., mitteld.

Herkunft:

Kompositum (Zusammensetzung) des ungebeugten Adjektivs mittel mit dem Adjektiv deutsch

Synonyme:

[1] veraltend: mitterdeutsch

Gegenwörter:

[1] norddeutsch, süddeutsch
[2] oberdeutsch

Oberbegriffe:

[1] deutsch
[1] hochdeutsch

Unterbegriffe:

[2] ostmitteldeutsch, westmitteldeutsch

Beispiele:

[1] Anders als wir lange vermutet haben, blieb die Kenntnis davon weit über dieses Datum hinaus in der Bevölkerung lebendig, was nicht nur durch die Sehnsucht der (Nord-)Deutschen und Österreicher bis tief ins 20. Jahrhundert hinein belegt ist, sich wiederzuvereinigen, sondern erst jüngst, bei der Neugründung der mitteldeutschen Bundesländer, auf völlig unvorhergesehene Weise bekräftigt wurde.[1]
[1] Und dem Minister für gepflegte Insolvenzen tropft in der mitteldeutschen Sonne das Gel vom Haupte.[2]
[1] Was hat eine in mehreren Wellen entvölkerte Gegend Ostvorpommerns mit mitteldeutschen, mittelständisch geprägten Regionen in Sachsen und Thüringen gemein außer jenen 40 Jahren?[3]
[2] Sein Wortschatz enthält ein paar oberdeutsche, insbesondere alemannische, aber auch mitteldeutsche Elemente, und lautliche Eigenheiten weisen eher auf mitteldeutsche Herkunft.[4]
[2] Süßkind’s mitteldeutsche Sprache stimmt durchaus, zu seiner Heimath Trimberg (bei Schweinfurt).[5]
[2] Daran kann der mitteldeutsche Reim sumer:kumber, der auf die Aussprache summer:kummer führt, nicht irre machen: er mag auf Nachahmung des litterarischen Vorbilds, des Thüringers Heinrich v. Morungen beruhen.[6]
[2] „Ihre erste Sprache, die sie als Kind lernte, die »tiefste, dem Herzen nächste«, ist »Paurisch«. Eine mitteldeutsche Mundart, die dem Oberlausitzischen zugeordnet wird, dem Schlesischen nahe verwandt, welche im Bezirk Gablonz, bevor die Deutschen vertrieben wurden, noch in Gebrauch war.“[7]

Wortbildungen:

Mitteldeutsch