„elementum“ – Versionsunterschied
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== '''<span class="zenoTXHighlight0">elementum</span>'''<ref>Quelle: Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover <sup>8</sup>1913 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 1, Sp. 2381. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20002358239; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Georges-1913/K/Georges-1913-01-2382 2381]</ref> == | |||
ī, n. = [[στοιχειον]] (Gloss.), | |||
=== <span | * I) ''philos.'' t. t., ''der'' '''''Grundstoff, Urstoff,''''' ''das'' '''''Element,''''' [[vier Elemente Lehre|elementa quattuor]]: tellus atque unda... aër atque ignis, Ov. – | ||
< | * II) ''übtr., Plur.'' elementa = | ||
** A) ''die'' '''''Buchstaben,''''' | |||
*** ''eig. als Grundbestandteile der Rede, als gesprochene Laute (während'' litterae = ''die Buchstaben als Lautzeichen, wie bei den Griechen'' [[στοιχεια]] = elementa, [[γράμματα]] = litterae), ''s.'' Diom. 421, 21. Prisc. 1, 4: nec multo priu' sunt elementa reperta, Lucr. 5, 1445. – | |||
*** ''dann das'' '''''Alphabet''''' ''übh.,'' quarta elementorum littera, Suet. Caes. 56, 6. – | |||
** B) ''die'' '''''Anfangsgründe, Anfänge,''''' | |||
*** a) ''im Lesen und Schreiben,'' prima discentium elementa, Tac. dial.: discere prima elementa, Hor. ''u.'' Tac. dial.: pueros elementa docere, Hor.: elementa aetatis, ''für die Jugend,'' Ov. = puerorum, Cic. – ''meton.,'' prima el., ''die Elementarschüler,'' Quint. 1, 2, 26. – | |||
*** b) ''die '''Anfangsgründe''''' ''in Wissenschaften u. Künsten,'' el. loquendi, Cic. Acad. 2, 92. – ''insbes.,'' el. decem Aristotelis, ''die'' '''''Kategorien,''''' Quint. 3, 6, 23; ''vgl.'' alii novem el. posuerunt, ibid. § 25. – | |||
*** c) ''die'' '''''Anfänge''''' ''in andern Dingen,'' prima (Romae), Ov.: prima Caesaris, Ov.: cupidinis pravi, Hor. – ''Vgl.'' Diels, <span class="zenoTXHighlight0">Elementum</span> p. 68 sqq. | |||
== <span class="headword-line">elementum</span> == | |||
'''Substantiv''' <span class="headword-line"><strong class="Latn headword" lang="la">elementum</strong> <span class="gender"><abbr title="neuter gender">n</abbr></span> (''genitive'' <strong class="Latn" lang="la">[[wikt:elementi#Latin|elementī]]</strong>)</span>; ''[[wikt:Appendix:Latin_second_declension|second declension]]'' | |||
Unsicher. | |||
* Vielleicht letztendlich aus L M N, den ersten drei Buchstaben der zweiten Hälfte des kanaanäischen Alphabets, die von alten Schriftgelehrten rezitiert wurden, als sie es lernten (vergleiche im Sinne des englischen ABC(s) („Grundlagen“)). Diese Idee wurde jedoch kritisiert, da es keine Beweise für die Verwendung einer Halbteilung im lateinischen Alphabet selbst und keine Beweise für die Verwendung von „el“, „em“ und „en“ als Buchstabennamen frühen Latein gibt. Eine alternative verwandte Idee ist, dass ''elementum'' von einem semitischen Begriff (wahrscheinlich aus dem Ägyptischen) ''halaḥama'' ins Lateinische entlehnt wurde, der sich von der alten südsemitischen Anfangszeichenfolge h-l-ḥ-m... ableitet, obwohl dies ebenfalls einige Schwierigkeiten mit sich bringt. | |||
* Alternativ könnte ein ''[[Neologismus]]'' zur Übersetzung des entsprechenden griechischen Begriffs στοιχεῖον ''[[stoikheîon]]'', „Element, Buchstabe“ (von Platon im Sinne von „Element“ eingeführt)<ref>{{Anm. KF}}: ''[[stoikheîon]] bedeutet wrtl.'' '[[Stiegen]], [[Steigeinheiten]]' ; erweitert '[[Steigung]]'</ref> verwendet werden, der wie das lateinische ''elementum'' die doppelte Bedeutung von „Element“ und „Schriftzeichen (Buchstabe)“ hat. Dieser Neologismus würde sich an ''[[alimentum]]'' „Nahrung“ orientieren und darauf anspielen, modifiziert als Gedächtnisstütze für die Buchstabenfolge „L M N“; Dies würde es mit ''[[alere]]'' „ernähren“ und ''[[olēscere]]'' „wachsen“ verwandt machen, beide aus uig. *[[h₂el-]]. | |||
* Eine weitere Vermutung ist, dass das Wort möglicherweise von einem unbestätigten *''elepantum'' für einen Buchstaben aus Elfenbein (d. h. einem Spielzeugbuchstaben zum Erlernen des Lesens) abgeleitet wurde, einem alten Lehnwort aus dem Altgriechischen ἐλέφας ''[[eléphas]]'', „Elefant“. ) oder sein Akkusativ ἐλέφαντα (eléphanta).[2] Dies könnte das ansonsten unregelmäßige -e- in der zweiten Silbe erklären. | |||
Nutzungshinweise | |||
Wird am häufigsten im Plural verwendet, um sich auf die einzelnen Komponenten zu beziehen. | |||
<span id="Pronunciation">Pronunciation:</span> <span class="ib-brac">(</span><span class="ib-content">[[wikipedia:Classical_Latin|Classical]]</span><span class="ib-brac">)</span> [[wikt:Wiktionary:International_Phonetic_Alphabet|IPA]]<sup>([[wikt:Appendix:Latin_pronunciation|key]])</sup>: <span class="IPA">/e.leˈmen.tum/</span>, <span class="IPA">[ɛɫ̪ɛˈmɛn̪t̪ʊ̃ˑ];</span> <span class="ib-brac">(</span><span class="ib-content">[[wikipedia:Latin_phonology_and_orthography#Ecclesiastical_pronunciation|modern Italianate Ecclesiastical]]</span><span class="ib-brac">)</span> [[wikt:Wiktionary:International_Phonetic_Alphabet|IPA]]<sup>([[wikt:Appendix:Latin_pronunciation|key]])</sup>: <span class="IPA">/e.leˈmen.tum/</span>, <span class="IPA">[eleˈmɛn̪t̪um]</span> | |||
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Aktuelle Version vom 2. April 2026, 17:14 Uhr
element-um, ele-mentum, lat. 'Element, Elemente'; 1. (Chemie, Physik) eines der vier Elemente, aus denen die Welt besteht; 2. Grundprinzip, Rudiment; 3. (im Plural) das Alphabet
elementum[1]
ī, n. = στοιχειον (Gloss.),
- I) philos. t. t., der Grundstoff, Urstoff, das Element, elementa quattuor: tellus atque unda... aër atque ignis, Ov. –
- II) übtr., Plur. elementa =
- A) die Buchstaben,
- eig. als Grundbestandteile der Rede, als gesprochene Laute (während litterae = die Buchstaben als Lautzeichen, wie bei den Griechen στοιχεια = elementa, γράμματα = litterae), s. Diom. 421, 21. Prisc. 1, 4: nec multo priu' sunt elementa reperta, Lucr. 5, 1445. –
- dann das Alphabet übh., quarta elementorum littera, Suet. Caes. 56, 6. –
- B) die Anfangsgründe, Anfänge,
- a) im Lesen und Schreiben, prima discentium elementa, Tac. dial.: discere prima elementa, Hor. u. Tac. dial.: pueros elementa docere, Hor.: elementa aetatis, für die Jugend, Ov. = puerorum, Cic. – meton., prima el., die Elementarschüler, Quint. 1, 2, 26. –
- b) die Anfangsgründe in Wissenschaften u. Künsten, el. loquendi, Cic. Acad. 2, 92. – insbes., el. decem Aristotelis, die Kategorien, Quint. 3, 6, 23; vgl. alii novem el. posuerunt, ibid. § 25. –
- c) die Anfänge in andern Dingen, prima (Romae), Ov.: prima Caesaris, Ov.: cupidinis pravi, Hor. – Vgl. Diels, Elementum p. 68 sqq.
- A) die Buchstaben,
elementum
Substantiv elementum n (genitive elementī); second declension
Unsicher.
- Vielleicht letztendlich aus L M N, den ersten drei Buchstaben der zweiten Hälfte des kanaanäischen Alphabets, die von alten Schriftgelehrten rezitiert wurden, als sie es lernten (vergleiche im Sinne des englischen ABC(s) („Grundlagen“)). Diese Idee wurde jedoch kritisiert, da es keine Beweise für die Verwendung einer Halbteilung im lateinischen Alphabet selbst und keine Beweise für die Verwendung von „el“, „em“ und „en“ als Buchstabennamen frühen Latein gibt. Eine alternative verwandte Idee ist, dass elementum von einem semitischen Begriff (wahrscheinlich aus dem Ägyptischen) halaḥama ins Lateinische entlehnt wurde, der sich von der alten südsemitischen Anfangszeichenfolge h-l-ḥ-m... ableitet, obwohl dies ebenfalls einige Schwierigkeiten mit sich bringt.
- Alternativ könnte ein Neologismus zur Übersetzung des entsprechenden griechischen Begriffs στοιχεῖον stoikheîon, „Element, Buchstabe“ (von Platon im Sinne von „Element“ eingeführt)[2] verwendet werden, der wie das lateinische elementum die doppelte Bedeutung von „Element“ und „Schriftzeichen (Buchstabe)“ hat. Dieser Neologismus würde sich an alimentum „Nahrung“ orientieren und darauf anspielen, modifiziert als Gedächtnisstütze für die Buchstabenfolge „L M N“; Dies würde es mit alere „ernähren“ und olēscere „wachsen“ verwandt machen, beide aus uig. *h₂el-.
- Eine weitere Vermutung ist, dass das Wort möglicherweise von einem unbestätigten *elepantum für einen Buchstaben aus Elfenbein (d. h. einem Spielzeugbuchstaben zum Erlernen des Lesens) abgeleitet wurde, einem alten Lehnwort aus dem Altgriechischen ἐλέφας eléphas, „Elefant“. ) oder sein Akkusativ ἐλέφαντα (eléphanta).[2] Dies könnte das ansonsten unregelmäßige -e- in der zweiten Silbe erklären.
Nutzungshinweise
Wird am häufigsten im Plural verwendet, um sich auf die einzelnen Komponenten zu beziehen.
Pronunciation: (Classical) IPA(key): /e.leˈmen.tum/, [ɛɫ̪ɛˈmɛn̪t̪ʊ̃ˑ]; (modern Italianate Ecclesiastical) IPA(key): /e.leˈmen.tum/, [eleˈmɛn̪t̪um]
Declension
Second-declension noun (neuter).
| Case | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominative | elementum | elementa |
| Genitive | elementī | elementōrum |
| Dative | elementō | elementīs |
| Accusative | elementum | elementa |
| Ablative | elementō | elementīs |
| Vocative | elementum | elementa |
- ↑ Quelle: Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81913 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 1, Sp. 2381. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20002358239; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 2381
- ↑ Anm. KF:: stoikheîon bedeutet wrtl. 'Stiegen, Steigeinheiten' ; erweitert 'Steigung'