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„etliche“ – Versionsunterschied

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Die Seite wurde neu angelegt: „etliche {{ahdt.-dt.}} ‘irgendeine Gestalt habend’ * etliche ** ‘einige, ein paar’, ** außerdem im Sing. und Plur. ‘beträchtlich, ziemlich viel’; ** bei ''etlich'' fehlt wie bei ''einig'' in der neueren Sprache die flexionslose Form. ** Das auf das Dt. beschränkte Pronomen (nl. ettelijk ist von hier entlehnt) *** gilt anfangs (bis ins Frühnhd.) auch für **** eine zwar bekannte oder denkbare, jedoch nicht näher bestimmte Person…“
 
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etliche {{ahdt.-dt.}} ‘irgendeine Gestalt habend’
[[etlich]][[Wortglied::-e]] [[Sprachstufe::ahd.-deu.]] ‘irgendwelche Gestalten’


* etliche  
* etliche  

Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:33 Uhr

etlich-e ahd.-deu. ‘irgendwelche Gestalten’

  • etliche
    • ‘einige, ein paar’,
    • außerdem im Sing. und Plur. ‘beträchtlich, ziemlich viel’;
    • bei etlich fehlt wie bei einig in der neueren Sprache die flexionslose Form.
    • Das auf das Dt. beschränkte Pronomen (nl. ettelijk ist von hier entlehnt)
      • gilt anfangs (bis ins Frühnhd.) auch für
        • eine zwar bekannte oder denkbare, jedoch nicht näher bestimmte Person oder Sache,
      • so
        • ahd. eddeslīh (8. Jh.), eddelīh (9. Jh.),
        • mhd. et(e)lich, eteslich,
        • mnd. etlīk, ettelīk ‘irgendein, irgend jemand, irgend etwas’, Plur. ‘irgendwelche, einige, manche’.
    • Aus mhd. eteslich ergibt sich die im Frühnhd. übliche Variante etzlich (bis Anfang 18. Jh., danach noch scherzhaft altertümelnd).
    • Die Bildung setzt sich zusammen aus der nur als Pronominalpräfix bezeugten, Unbestimmtheit ausdrückenden Partikel
      • ahd. eddes-, edde-,
      • mhd. ete(s)-,
      • die sich wohl mit
        • got. aíþþau,
        • ahd. edo, odo ‘oder’
      • verbinden läßt (s. oder),
      • und dem unter -lich (s. d.) behandelten Adjektivsuffix,
    • weshalb die Ausgangsbedeutung ‘irgendeine Gestalt habend’ zu erschließen ist.
    • Möglicherweise geht ahd. edde(s)līh auch durch innere Kürzung aus dem daneben belegten gleichbed.
      • ahd. eddes(h)welīh (8. Jh.), edde(h)welīh (9. Jh.;
      • neu belebt in spätmhd. frühnhd. etwelch, etswelch, das sich in obd. Mundarten noch länger hält)
      • hervor (s. welch);
      • vgl. hierzu Behaghel Syntax 1 (1923) 385 f.