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welch

aus AufEinWort, der freien Forschung

welche,welchen,welchem,welcher,welches

we + lich ⇒ welich ⇒ welch | Mrz. welche, Das bestimmte Beziehungsfürwort welch, zuerst im Mnl. des 13. und 14. Jhs. nachgewiesen, dringt ins Mnd. vor, wird von da (15. Jh.) ins Hd. übernommen und durch die Rechts- und Kanzleisprache verbreitet; heute allgemein durch den beziehend gebrauchten Artikel ersetzt.

Je nach Wortfall welchen, welchem, welches, welcher

welcher | welcher |  ‘was für ein’, Mrz. ‘einige, manche’, Vhfw. ‘der’,

ahd. hwelīh, welīh (8. Jh.), mhd. welich, welch, mnd. welk, mnl. welc, welic, nl. welk zeigen Umlaut aus a (ger. *hwalīka-), vgl. ahd. hwalīh, walīh (8. Jh.).

Daneben stehen (ablautend, ger.*hwelīka-) mit der Bedeutung ‘wie beschaffen, was für ein’ ahd. hwilīh, wilīh, mhd. wilich, wilech, wilch, asächs. hwilīk, mnd. wilk, aengl. hwilc, engl. which, anord. hvīlīkr (unter Einfluß des Wemfall hvī aus hvilīkr entstanden), schwed. vilken, got. ƕileiks.

Es handelt sich um Zusammensetzungen aus dem unter wer dargestellten Fürwortstamm und dem Hptw. ger. *līka- ‘Körper, Gestalt’ (s. Leiche und der Wortbildungsendung -lich), so daß sich eine Ausgangsbedeutung ‘was für eine Gestalt habend’ ergibt (s. auch ähnlich gebildetes gleich und solch).

Das Fragefürwort. welcher wird zugleich als unbest. Fürwort verwendet (ahd. mhd. ‘jeder’) und als verallgemeinerndes Vhnw. ahd. sō welīh sō ‘wer auch immer’, zusammengezogen zu swelich (11. Jh.), mhd. swelch, welch, nach dem 14. Jh. welch.