„Idiom“ – Versionsunterschied
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Die Seite wurde neu angelegt: „Das '''Idiom''' (von [https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache altgriechisch] <span class="Grek" lang="grc-Grek">ἰδίωμα</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn">idíōma</span> „Besonderheit, Eigenart“)<sup id="cite_ref-Gemoll_1-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Idiom_(Spracheigent%C3%BCmlichkeit)#cite_note-Gemoll-1 [1]]</sup> ist die eigentümliche Sprache oder Sprechweise einer regional ([https://de.wikipedia.or…“ |
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** aus freien syntaktischen Wortverbindungen erstarrte, in ihrer Bedeutung umgedeutete [[Redewendung]], | |||
** Spracheigentümlichkeit eines einzelnen oder einer Gruppe, Mundart. | |||
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*** slat. ''[[idioma]]'' | |||
**** griech. [[ídios]] (ἴδιος) ‘abgesondert, eigen, eigentümlich, privat’ (s. ''[[Idiot]]'') gebildetes | |||
**** griech. ''[[idíōma]]'' (ἰδίωμα) ‘Eigentümlichkeit, besonders das Charakteristische des sprachlichen Ausdrucks’ (eines einzelnen, einer literarischen Gattung), | |||
***** spätlat. ''[[idiōma]]'', auch ‘einzelne Sprache’, (mlat.) ‘Dialekt’ wird im 16. Jh. in der Bedeutung ‘Sprache, Mundart’ ins Dt. übernommen | |||
****** und behält die griech.-lat. Endungen in der Flexion (besonders in der Pluralform) zum Teil bis ins 19. Jh. | |||
Das '''[https://de.wikipedia.org/wiki/Idiom_(Spracheigentümlichkeit) Idiom]''' (von [https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache altgriechisch] <span lang="grc-Grek" class="Grek">ἰδίωμα</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">idíōma</span> „Besonderheit, Eigenart“)<ref><span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Gemoll Wilhelm Gemoll], Karl Vretska: ''Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch.'' 9. Auflage. Lizenz Hölder-Pichler-Tempsky, Oldenbourg, München 1991, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3486134019 ISBN 3-486-13401-9].</span></ref> ist die eigentümliche Sprache oder Sprechweise einer regional ([https://de.wikipedia.org/wiki/Regiolekt Regiolekt]) oder sozial ([https://de.wikipedia.org/wiki/Soziolekt Soziolekt]) abgegrenzten Gruppe<ref><span class="reference-text">[https://www.duden.de/rechtschreibung/Idiom Duden] Stichwort Idiom</span></ref> oder die Spracheigentümlichkeit eines einzelnen Sprechers ([https://de.wikipedia.org/wiki/Idiolekt Idiolekt]). Nach Eberhards (1910) bezeichnet Idiom „überhaupt jede Spracheigenheit und Spracheigentümlichkeit, dann die Summe dieser Spracheigentümlichkeiten innerhalb einer Sprache, daher dann auch die Volkssprache, die Mundart in ihrer Eigenheit“. Es ist „[…] lediglich ein technischer Ausdruck der Sprachwissenschaft und legt den Nachdruck auf die besonderen Spracheigenheiten der Volkssprache sowie im allgemeineren Sinne jede eigentümliche selbstständige Sprache“.<ref><span class="reference-text">[https://www.textlog.de/38579.html Johann August Eberhards (1910): ''Synonymisches Handwörterbuch der deutschen Sprache'']</span></ref> | |||
Aktuelle Version vom 20. April 2025, 18:15 Uhr
Idiom agr.-lat.-deu. 'Eigentümlichkeit, Mundart'
- Idiom n.
- aus freien syntaktischen Wortverbindungen erstarrte, in ihrer Bedeutung umgedeutete Redewendung,
- Spracheigentümlichkeit eines einzelnen oder einer Gruppe, Mundart.
- Zu
- slat. idioma
- griech. ídios (ἴδιος) ‘abgesondert, eigen, eigentümlich, privat’ (s. Idiot) gebildetes
- griech. idíōma (ἰδίωμα) ‘Eigentümlichkeit, besonders das Charakteristische des sprachlichen Ausdrucks’ (eines einzelnen, einer literarischen Gattung),
- spätlat. idiōma, auch ‘einzelne Sprache’, (mlat.) ‘Dialekt’ wird im 16. Jh. in der Bedeutung ‘Sprache, Mundart’ ins Dt. übernommen
- und behält die griech.-lat. Endungen in der Flexion (besonders in der Pluralform) zum Teil bis ins 19. Jh.
- spätlat. idiōma, auch ‘einzelne Sprache’, (mlat.) ‘Dialekt’ wird im 16. Jh. in der Bedeutung ‘Sprache, Mundart’ ins Dt. übernommen
- slat. idioma
Das Idiom (von altgriechisch ἰδίωμα idíōma „Besonderheit, Eigenart“)[1] ist die eigentümliche Sprache oder Sprechweise einer regional (Regiolekt) oder sozial (Soziolekt) abgegrenzten Gruppe[2] oder die Spracheigentümlichkeit eines einzelnen Sprechers (Idiolekt). Nach Eberhards (1910) bezeichnet Idiom „überhaupt jede Spracheigenheit und Spracheigentümlichkeit, dann die Summe dieser Spracheigentümlichkeiten innerhalb einer Sprache, daher dann auch die Volkssprache, die Mundart in ihrer Eigenheit“. Es ist „[…] lediglich ein technischer Ausdruck der Sprachwissenschaft und legt den Nachdruck auf die besonderen Spracheigenheiten der Volkssprache sowie im allgemeineren Sinne jede eigentümliche selbstständige Sprache“.[3]
- ↑ Wilhelm Gemoll, Karl Vretska: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. 9. Auflage. Lizenz Hölder-Pichler-Tempsky, Oldenbourg, München 1991, ISBN 3-486-13401-9.
- ↑ Duden Stichwort Idiom
- ↑ Johann August Eberhards (1910): Synonymisches Handwörterbuch der deutschen Sprache