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„Seiende“ – Versionsunterschied

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{{Wrtdtng}} das, daß gegenwärtig fortwährend seiend ist, das [[Sein]] daß ist, zu dem ein Können, Tun, Haben und Werden ermittelt und zugeordnet werden kann, da Sein ohne Können, Tun, Haben und Werden nicht ist und nur zusammen ein Dasein aus sich heraus bilden oder als Dasein gebildet werden kann. Sein ist zugleich mit seinem Können, Tun, Haben und Werden. Das Seinende ist nicht gleich Dasein, sondern daß Dasein ist, kein anderes Wort derselben Muttersprache kann für das Seiende gebraucht werden. Die fortwährende Eigenschaft zu sein entspricht seiend und durch das angefügte -e wird seiend zu einer einzelnen Einheit verdinglicht ohne bedingt als solches ein eigenständiges Ding ein Dasein zu haben, ein Seiendes nur dann ein Dasein ist, wenn es gegenwärtig zugleich ein Könnendes, Tuendes, Habendes und Werdendes ist, durch an Können, Sein, Tun, Haben und Werden angefügtes -endes die zeitliche Zuordnung zum Jetzt gesetzt ist, während Können, Sein, Tun, Haben und Werden jeweils allgemeinen übergeordneten zeitlosen Verdinglichungen entsprechen.
 
In der Philosophie wurde und wird das ''Seiende'' und lat.-dt. ''[[Ens]]'' verfälschend als [[Ersatzwort]] für ''[[Ding]]'', ''[[Gegenstand]]'', ''[[Tatsache]]'', … gebraucht, für die wenn dann ''Ding'' und lat.-dt. [[Res]] zu gebrauchen wären.
 
Im Deutsch entspricht ''seiend'' als gegenwärtiges ''sein'' dem Zustand ''ist'', somit kommt es sich auf das Jetzt bezogen gleich ''das Seiende'' oder ''das Ist'' zu sagen, wobei ''ist'' lediglich auf das Jetzt bezieht und ''seiend'' einbezieht, daß ein ''Seiendes'' bereits war, gegenwärtig ist und auch weiterhin sein wird. Das Seiende ''bewohnt'' sozusagen den jeweiligen Ort, während ein ''Ist''eine Ort sozusagen ''besucht''.


s. [[Sein]]
s. [[Sein]]
Gegenüber Sein beschreibt der Begriff das '''Seiende'''&nbsp;([https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache altgriechisch] <span lang="grc-Grek" class="Grek">τὸ ὄν</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">to ón</span>, mittellateinisch ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Ens_(Philosophie) ens]'' – Partizip) einzelne Gegenstände oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache Tatsachen]. Seiendes kann auch die Gesamtheit des Existierenden, also „die ganze Welt“, bezeichnen, solange dies räumlich und zeitlich bestimmbar ist. Sein ist hingegen das unveränderliche, zeitlose, umfassende [https://de.wikipedia.org/wiki/Wesen_(Philosophie) Wesen] (griechisch ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Ousia ousia]'', lateinisch ''essentia'') sowohl einzelner Gegenstände als auch der Welt als Ganzes.<p>Die Begriffe „Seiendes“ und „Sein“ stehen in einem Spannungsverhältnis, da jedem Seienden in irgendeiner Weise ein Sein zukommt. Seiendes ist im Werden vergänglich und gewordenes Mögliches. Die Untersuchung des Wesens von allem Seienden ist Hauptgegenstand der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie Ontologie]. Ein weiteres Thema ist die Abgrenzung des Seienden zum ''Nichtseienden''. So betont jede Form des [https://de.wikipedia.org/wiki/Realismus_(Philosophie) Realismus], dass es sich vor allem beim ''sinnlich Gegebenen'' um Seiendes handelt, dagegen bei bloß Gedachtem eher um Nichtseiendes. Seiendes setzt eine existierende Welt von Gegenständen, Eigenschaften oder Beziehungen voraus. Im Gegensatz dazu sehen die verschiedenen Formen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Idealismus_(Philosophie) Idealismus] das eigentlich Seiende in der Innenwelt des rein ''gedanklich Vorgestellten'', während gerade die [https://de.wikipedia.org/wiki/Realit%C3%A4t Realität] einer Außenwelt bestritten und für bloßen Schein gehalten wird.</p>

Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 06:04 Uhr

seiend-e deu. 'Ens'

Wrtdtng: das, daß gegenwärtig fortwährend seiend ist, das Sein daß ist, zu dem ein Können, Tun, Haben und Werden ermittelt und zugeordnet werden kann, da Sein ohne Können, Tun, Haben und Werden nicht ist und nur zusammen ein Dasein aus sich heraus bilden oder als Dasein gebildet werden kann. Sein ist zugleich mit seinem Können, Tun, Haben und Werden. Das Seinende ist nicht gleich Dasein, sondern daß Dasein ist, kein anderes Wort derselben Muttersprache kann für das Seiende gebraucht werden. Die fortwährende Eigenschaft zu sein entspricht seiend und durch das angefügte -e wird seiend zu einer einzelnen Einheit verdinglicht ohne bedingt als solches ein eigenständiges Ding ein Dasein zu haben, ein Seiendes nur dann ein Dasein ist, wenn es gegenwärtig zugleich ein Könnendes, Tuendes, Habendes und Werdendes ist, durch an Können, Sein, Tun, Haben und Werden angefügtes -endes die zeitliche Zuordnung zum Jetzt gesetzt ist, während Können, Sein, Tun, Haben und Werden jeweils allgemeinen übergeordneten zeitlosen Verdinglichungen entsprechen.

In der Philosophie wurde und wird das Seiende und lat.-dt. Ens verfälschend als Ersatzwort für Ding, Gegenstand, Tatsache, … gebraucht, für die wenn dann Ding und lat.-dt. Res zu gebrauchen wären.

Im Deutsch entspricht seiend als gegenwärtiges sein dem Zustand ist, somit kommt es sich auf das Jetzt bezogen gleich das Seiende oder das Ist zu sagen, wobei ist lediglich auf das Jetzt bezieht und seiend einbezieht, daß ein Seiendes bereits war, gegenwärtig ist und auch weiterhin sein wird. Das Seiende bewohnt sozusagen den jeweiligen Ort, während ein Isteine Ort sozusagen besucht.

s. Sein